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Kleine AnfrageWahlperiode 13Beantwortet

Güterfernverkehr - Ausbau des Kombinierten Verkehrs Straße - Schiene (G-SIG: 13013408)

Geplante Zuwachsraten bis 2010, Einbindung des Fähr- und RoRo-Verkehrs in den Kombi-Verkehr und Einbeziehung der Küstenschiffahrt in den Güterfernverkehr

Fraktion

PDS

Ressort

Bundesministerium für Verkehr

Datum

02.10.1998

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 13/1143915.09.98

Güterfernverkehr - Ausbau des Kombinierten Verkehrs Straße - Schiene

der Abgeordneten Dr. Dagmar Enkelmann, Dr. Gregor Gysi und der Gruppe der PDS

Vorbemerkung

Schon seit Jahren herrscht unter den Expertinnen und Experten die Meinung vor, daß es zu einer Verlagerung des steigenden Güterverkehrs auf die Schiene und Wasserstraßen kommen muß. Bestens dafür eignet sich der Kombinierte Verkehr (Kombi-Verkehr) Straße - Schiene. Verschiedene Gremien auf Bund- und Länderebene beschäftigen sich mit einem Strategiepapier, das u. a. dazu beitragen soll, daß im Jahre 2010 mit Hilfe des Kombi-Verkehrs 90 Millionen Tonnen Fracht auf der Schiene transportiert werden können. Leider sehen die Fakten wesentlich bescheidener aus. 1997 sollen rd. 33 Millionen Tonnen Fracht erreicht worden sein.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen7

1

Was beabsichtigt die Bundesregierung zu tun, um die geplanten Zuwachsraten im Kombi-Verkehrsaufkommen von gegenwärtig ca. 33 Millionen Tonnen auf 90 Millionen Tonnen im Jahre 2010 zu erreichen?

Welche Möglichkeiten sieht die Bundesregierung, um diesen Prozess zu beschleunigen?

2

Ist es richtig, daß die Bahn im Kombi-Verkehr „rote Zahlen" schreibt?

Was will die Bundesregierung tun, damit der Kombi-Verkehr zumindest über größere Strecken so rationell wie möglich erfolgt?

3

Ist es der Bundesregierung gelungen, wie seit 1996 geplant, die Küstenschiffahrt in den EU-weiten Güterverkehr einzubeziehen?

Kann die Bundesregierung über die erzielten Ergebnisse berichten?

Wenn ja, was konnte von den Vorstellungen in die Praxis umgesetzt werden?

Wenn nein, worin sind die Ursachen für den Mißerfolg zu suchen?

4

Ist für den Einsatz von pallettenbreiten Seecontainern, wie Seacell oder der stapelbaren Eurobox, eine Entscheidung in positiver oder negativer Hinsicht getroffen worden?

5

Was hat die Bundesregierung im Fähr- und RoRo-Verkehr unternommen, um eine Sicherung der Ladungen in Binnencontainern, Wechselbehältern und Trailern, die nicht gegen seitliche Belastungen ausgelegt sind, zu gewährleisten?

6

Was wurde im Fähr- und RoRo-Verkehr getan, um eine größere Auslastung dieser Transportart durchzusetzen?

Konnte eine Einbindung dieser Transportart in den Vor- und Nachlauf des Kombi-Verkehrs erreicht werden?

Welche Schwachstellen sind erkennbar?

Und was wurde gegen diese unternommen?

7

Was ist aus der Initiative des Bundesministeriums für Verkehr zur Einberufung eines „Runden Tisches" geworden, um der geplanten Einbeziehung der Küstenschiffahrt in den Güterfernverkehr mehr Nachdruck zu verleihen?

Und welche Ergebnisse konnten erreicht werden?

Bonn, den 9. September 1998

Dr. Dagmar Enkelmann Dr. Gregor Gysi und Gruppe

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