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Kleine AnfrageWahlperiode 13Beantwortet

Fremdfirmen-Beschäftigung durch die Deutsche Post AG (G-SIG: 13011582)

Pilotversuch zur Austragung von Wertbriefen durch andere Firmen im Auftrag der Post, Auswirkungen auf Arbeitsplätze bei der Deutschen Post AG

Fraktion

PDS

Ressort

Bundesministerium für Post und Telekommunikation

Datum

21.05.1996

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 13/450829. 04. 96

Fremdfirmen-Beschäftigung durch die Deutsche Post AG

der Abgeordneten Gerhard Jüttemann, Wolfgang Bierstedt und der Gruppe der PDS

Vorbemerkung

Während die Deutsche Post AG in den Jahren 1995 und 1996 insgesamt 32 000 Arbeitsplätze abgebaut, hat sie einen Pilotversuch angekündigt, bei dem erstmals andere Firmen im Auftrag der Post Werbebriefe austragen sollen.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen8

1

Welches Ziel wird mit dem Pilotversuch verfolgt, und welche Umstände haben die Deutsche Post AG veranlaßt, diesen durchzuführen?

2

Wann soll der Pilotversuch beginnen, wo wird er stattfinden, und von welcher Dauer wird er sein?

3

Wie viele Beschäftigte von Fremdfirmen werden für wie viele Stunden täglich eingesetzt? (Bitte aufschlüsseln nach den einzelnen Städten?)

4

Welche Aufgaben sollen den Fremdfirmen im einzelnen übertragen werden?

5

Welche Fremdfirmen kommen für den Pilotversuch in den einzelnen Städten in Betracht?

6

Ist gewährleistet, daß die Beschäftigten der Fremdfirmen nicht untertariflich entlohnt werden?

7

Falls nicht gewährleistet werden kann, daß die Beschäftigten der Fremdfirmen nicht untertariflich entlohnt werden, inwiefern kann dann eine Gefährdung der qualifizierten Arbeitsplätze bei der Deutschen Post AG ausgeschlossen werden?

8

Weshalb löst die Deutsche Post AG das Problem der Überstunden und Überbelastung vieler Postboten bei dem Stellenabbau von 32 000 innerhalb von zwei Jahren nicht mittels Umschulung und Umsetzung?

Bonn, den 25. April 1996

Dr. Gregor Gysi und Gruppe

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