Neubau der A 20 (Ostseeautobahn)
der Abgeordneten Dr. Dagmar Enkelmann und der Gruppe der PDS/Linke Liste
Vorbemerkung
Aus der Stellungnahme der Gemeinde Groß Grönau zu einer Studie, die bezugnehmend auf den Bau der A 20 (Ostseeautobahn) ausgearbeitet wurde, ergeben sich eine Reihe offener Fragen.
Wir fragen daher die Bundesregierung:
Fragen7
Ist es wirklich so, daß der Ausbau vorhandener Straßen im Küstengebiet, im Gegensatz zum Neubau einer Autobahn, die Unfallgefahr erhöhen und verstärkte Eingriffe in die Natur nach sich ziehen würde?
Wieso wird im Gutachten nicht die von der Shell-Studie prognostizierte Abnahme der Fahrtenhäufigkeit bis 2010 einbezogen?
Wäre es nicht möglich, den überwiegenden Anteil des Transportverkehrs an der Ostsee auf den Schiffsverkehr zu verlagern?
Warum wurde die Frage, ob der Bau der A 20 sozial, politisch, ökologisch und volkswirtschaftlich überhaupt vertretbar ist, im Gutachten nicht beantwortet?
Wie steht es mit den ökologisch höchst empfindlichen und schützenswerten Gebieten, die an der Ostsee liegen? Inwieweit werden irreparable Schäden an vorhandenen Ökosystemen einkalkuliert?
Wird die Innenstadt von Lübeck durch die A 20 nachweisbar entlastet?
Wäre es nicht sinnvoller, die Stadt Lübeck fahrradfreundlicher zu gestalten (Kosten: ca. 20 Mio. DM), anstatt die A 20 bis in die Stadt zu führen (Kosten: ca. 3,2 Mrd. DM)?