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Kleine AnfrageWahlperiode 12Beantwortet

Neubau der A 20 (Ostseeautobahn) (G-SIG: 12010760)

Prognose der Shell-Studie, Vertretbarkeit des Baus der A 20, Entlastung der Innenstadt von Lübeck

Fraktion

PDS/LL

Ressort

Bundesministerium für Verkehr

Datum

19.05.1992

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 12/237203.04.92

Neubau der A 20 (Ostseeautobahn)

der Abgeordneten Dr. Dagmar Enkelmann und der Gruppe der PDS/Linke Liste

Vorbemerkung

Aus der Stellungnahme der Gemeinde Groß Grönau zu einer Studie, die bezugnehmend auf den Bau der A 20 (Ostseeautobahn) ausgearbeitet wurde, ergeben sich eine Reihe offener Fragen.

Wir fragen daher die Bundesregierung:

Fragen7

1

Ist es wirklich so, daß der Ausbau vorhandener Straßen im Küstengebiet, im Gegensatz zum Neubau einer Autobahn, die Unfallgefahr erhöhen und verstärkte Eingriffe in die Natur nach sich ziehen würde?

2

Wieso wird im Gutachten nicht die von der Shell-Studie prognostizierte Abnahme der Fahrtenhäufigkeit bis 2010 einbezogen?

3

Wäre es nicht möglich, den überwiegenden Anteil des Transportverkehrs an der Ostsee auf den Schiffsverkehr zu verlagern?

4

Warum wurde die Frage, ob der Bau der A 20 sozial, politisch, ökologisch und volkswirtschaftlich überhaupt vertretbar ist, im Gutachten nicht beantwortet?

5

Wie steht es mit den ökologisch höchst empfindlichen und schützenswerten Gebieten, die an der Ostsee liegen? Inwieweit werden irreparable Schäden an vorhandenen Ökosystemen einkalkuliert?

6

Wird die Innenstadt von Lübeck durch die A 20 nachweisbar entlastet?

7

Wäre es nicht sinnvoller, die Stadt Lübeck fahrradfreundlicher zu gestalten (Kosten: ca. 20 Mio. DM), anstatt die A 20 bis in die Stadt zu führen (Kosten: ca. 3,2 Mrd. DM)?

Bonn, den 2. April 1992

Dr. Dagmar Enkelmann Dr. Gregor Gysi und Gruppe

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