Neues Truppenübungsplatzkonzept des Bundesministers der Verteidigung
der Abgeordneten Dr. Ruth Fuchs und der Gruppe der PDS/Linke Liste
Vorbemerkung
Das neue Truppenübungsplatzkonzept des Bundesministers der Verteidigung erfordert eine umfassende Beurteilung. Dabei stellen sich eine Reihe von Fragen, die vor der Beratung in den parlamentarischen Gremien geklärt werden sollten.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen6
1990 wurden ca. 8 000 Übungen im freien Gelände durchgeführt. Wie würde sich diese Zahl allein durch die Reduzierung der Bundeswehr von ca. 500 000 Mann auf 370 000 verringern? Wie errechnet sich aus der voraussichtlich geringeren Zahl erforderlicher Übungen im freien Gelände die Anzahl erforderlicher Truppenübungsplätze?
Von 60 Übungsplätzen in den neuen Bundesländern benötigt die Bundeswehr nur zwölf. Waren die 60 Plätze ausnahmslos Großraumübungsplätze, oder sind hier auch Standortübungsplätze enthalten? Wenn ja, wie viele Standortübungsplätze verbleiben dann noch?
Behalten die Verbündeten auch in Zukunft alle sieben der von ihnen genutzten Truppenübungsplätze?
Wie sieht die beabsichtigte Anbindung konkreter Bundeswehreinheiten an konkrete Truppenübungsplätze in ganz Deutschland aus?
Wie stellt sich die voraussichtliche Nutzungsintensität jedes Truppenübungsplatzes in Deutschland dar?
Welche Konsequenzen würden sich aus der eventuellen Streichung der noch zur Diskussion stehenden Truppenübungsplätze (Wittstock, Wünsdorf, Letzlinger Heide, Königsbrück) ergeben?