Einführung der gleisbogenabhängigen Wagenkastensteuerung auf den Strecken der Deutschen Bundesbahn
der Abgeordneten Frau Brahmst-Rock, Weiss (München) und der Fraktion DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Vor kurzem erprobte die Deutsche Bundesbahn auf den Strecken Koblenz — Trier — Saarbrücken und Eichstätt — Treuchtlingen den Elektrotriebzug „Pendolino" der italienischen Staatsbahnen, der zum Zwecke der Geschwindigkeitssteigerung in Kurven mit einer sog. gleisbogenabhängigen Wagenkastensteuerung ausgerüstet ist.
Dazu fragen wir die Bundesregierung:
Fragen6
Welches Ergebnis hatten die Versuche? Welche Geschwindigkeitssteigerungen in Kurven sind möglich?
Stellt die Einführung der gleisbogenabhängigen Wagenkastensteuerung eine Alternative dar zum Bau neuer Hochgeschwindigkeitsstrecken (Ausbaustück/Neubaustellen)? Wenn nein, warum nicht?
Wie stark ließe sich die Reisezeit verkürzen bzw. welche Reisezeit könnte erreicht werden auf den nachfolgend aufgeführten DB-Strecken, und welche Reisezeit wird im Vergleich dazu erreicht beim Ausbau bzw. Neubau der betreffenden Strecke:
a) Würzburg — Nürnberg — Augsburg / Ingolstadt — München,
b) Stuttgart — Ulm — Augsburg,
c) Köln — Siegburg — Siegen — Wetzlar — Frankfurt am Main (als Alternative zur NBS Köln — Frankfurt),
d) Dortmund — Hagen — Siegen — Weidenau — Wetzlar — Frankfurt,
e) Dortmund — Paderborn — Kassel,
f) Mannheim — Karlsruhe — Basel?
Wieviel kostet eine Minute Reisezeitverkürzung z. B. für die Strecke Nürnberg — München
a) bei Realisierung der von der Bahn vorgesehenen Ausbau-/ Neubaumaßnahmen,
b) bei Einführung von Zügen mit gleisbogenabhängiger Wagenkastenbesteuerung?
Für welche DB-Strecken prüft die Bahn die Einführung des „Pendolino"?
Bis wann kann mit einer Entscheidung über die Einführung bzw. mit der Einführung selbst gerechnet werden?