Panzerbrigade 28
der Abgeordneten Frau Oesterle-Schwerin und der Fraktion DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Im Rahmen der Heeresstruktur 2000 werden an den Bundeswehrstandorten in der Bundesrepublik Deutschland tiefgreifende Veränderungen durchgeführt werden. Einer dieser Standorte ist die Rommel-Kaserne mit ihrem Truppenübungsplatz Lerchenfeld bei Dornstadt im Norden von Ulm. Dies ist der Sitz der Panzerbrigade 28.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen9
Trifft es zu, daß die Panzerbrigade 28 im Rahmen der Heeresstruktur 2000 eine Brigade des Typs A, d. h. eine Brigade mit je 2 Panzergrenadierbataillonen und 2 Panzerbataillonen wird?
Trifft es zu, daß in diesem Zusammenhang das bisherige Panzerbataillon 281 in ein Panzergrenadierbataillon umgewandelt wird?
Trifft es zu, daß das in der Rommel-Kaserne bei Ulm-Dornstadt stationierte Panzerbataillon 284 der Panzerbrigade 28 in diesem Zusammenhang gekadert wird?
Ist es richtig, daß mit der Kaderung des Panzerbataillons 284 weniger Kampfpanzer in der Rommel-Kaserne bzw. auf dem Standortübungsplatz Lerchenfeld aktiv sind?
Mit welchen Veränderungen im militärischen Übungs- und Ausbildungsbetrieb wäre — bedingt durch die Umstrukturierung der Panzerbrigade 28 — auf dem Standortübungsplatz Lerchenfeld bei Ulm-Dornstadt zu rechnen?
a) Ändert sich mit der Kaderung des Panzerbataillons 284 die Größe der benötigten Übungsfläche bzw. die Größe des Standortübungsplatzes Lerchenfeld?
b) Wenn ja, wird mehr oder weniger Fläche benötigt?
c) Wie wird dies von der Bundesregierung begründet?
Ist an den Bau weiterer Panzerfahr- und Panzerschießsimulatoren auf dem Gelände der Rommel-Kaserne gedacht?
Wenn ja, würde sich dann der tägliche Panzerfahrschulbetrieb auf dem Standortübungsplatz, auf den öffentlichen Straßen in der Umgebung erhöhen?
Hat die Umstrukturierung der Panzerbrigade 28 irgendwelche Auswirkungen auf die Tiefflugbelastungen der rund um den Standortübungsplatz gelegenen Ortschaften?