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Kleine AnfrageWahlperiode 11Beantwortet

Wehrtechnische Erprobungsstellen (G-SIG: 11005064)

Tests mit exportbestimmten Munitionsarten in Erprobungsstellen der Bundeswehr, insbesondere in der Erprobungsstelle E 52 bei Schneizlreuth, Schußversuche mit Wuchtgeschossen mit angereichertem Uran, Einführung in der Bundeswehr, Export

Fraktion

Die Grünen

Ressort

Bundesministerium der Verteidigung

Datum

20.03.1990

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 11/651419.02.90

Wehrtechnische Erprobungsstellen

der Abgeordneten Frau Schilling und der Fraktion DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen7

1

Werden wehrtechnische Erprobungsstellen bzw. Dienststellen der Bundeswehr zur Erprobung von Munition genutzt, die überwiegend für den Export bestimmt ist?

2

Wurden oder werden in der Erprobungsstelle E 52 exportbestimmte Munitionsarten bzw. deren Vorprodukte getestet?

3

Wenn dies der Fall ist, dann möchten wir wissen, ob diese Munitionstests unter die Kategorie „Zwecke der Landesverteidigung" fallen?

4

Sind Erprobungsstellen, in denen überwiegend oder ausschließlich Munitionstests für exportbestimmte Munitionsarten durchgeführt werden, nach Ansicht der Bundesregierung „Anlagen, die der Verteidigung" dienen? Wenn ja, warum?

5

Wurden in der Erprobungsstelle E 52 Schußversuche mit Wuchtgeschossen durchgeführt, in denen abgereichertes Uran (depleted uran) enthalten ist? Wenn ja, gibt es Hinweise auf munitionsbedingte Gefährdungen des Trinkwassergebietes der Gemeinde Schneizlreuth?

6

Wurden Wuchtgeschosse mit abgereichertem Uran in die Bundeswehr eingeführt?

7

Sind solche Geschosse für den Export bestimmt? Wenn ja, in welche Länder werden sie exportiert?

Bonn, den 13. Februar 1990

Frau Schilling Hoss, Frau Schoppe, Frau Dr. Vollmer und Fraktion

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