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Kleine AnfrageWahlperiode 11Beantwortet

Transport von radioaktiven Stoffen durch die Deutsche Bundesbahn zu den geplanten Endlagerstätten Schacht Konrad und Gorleben im Bereich der Länder Niedersachsen und Hamburg (G-SIG: 11005082)

Statistische Erhebungen der Bundesbahn über Zugfrequenzen, Unfälle und Gefahrguttransporte, Transportwege durch Niedersachsen und Hamburg, Kriterien für die Streckenauswahl

Fraktion

SPD

Ressort

Bundesministerium für Verkehr

Datum

04.05.1990

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 11/670714.03.90

Transport von radioaktiven Stoffen durch die Deutsche Bundesbahn zu den geplanten Endlagerstätten Schacht Konrad und Gorleben im Bereich der Länder Niedersachsen und Hamburg

der Abgeordneten Bulmahn, Schäfer (Offenburg), Daubertshäuser, Adler, Bachmaier, Dr. von Bülow, Blunck, Conradi, Fischer (Homburg), Ganseforth, Dr. Hartenstein, Jung (Düsseldorf), Jungmann (Wittmoldt), Kastner, Kiehm, Dr. Klejdzinski, Dr. Kübler, Lennartz, Menzel, Meyer, Müller (Düsseldorf), Dr. Niehuis, Purps, Reimann, Reuter, Schanz, Dr. Scheer, Dr. Schöfberger, Schreiner, Schütz, Dr. Sperling, Stahl (Kempen), Stiegler, Vosen, Waltemathe, Weiermann, Dr. Wernitz, Weyel, Dr. Vogel und der Fraktion der SPD

Vorbemerkung

Transport von radioaktiven Stoffen durch die Deutsche Bundesbahn zu den geplanten Endlagerstätten Schacht Konrad und Gorleben im Bereich der Länder Niedersachsen und Hamburg

Wir fragen, die Bundesregierung:

1. Statistische Erhebungen der Deutschen Bundesbahn über Zugfrequenzen, Unfälle und Gefahrguttransporte

1.1 Wo und in welcher Art und Weise registriert die Deutsche Bundesbahn Zugfrequenzen im Personen- und Güterverkehr für Haupt- und Nebenstrecken?

1.2 Welche Statistiken führt die Deutsche Bundesbahn über Unfälle in ihrem Betriebsbereich?

1.3 Welche Statistiken führt die Deutsche Bundesbahn über Gefahrguttransporte?

1.4 Welche Aufstellungen gibt es bei der Deutschen Bundesbahn über die Aufteilung der Strecken in die Kategorien „Freie Strecke", „Bahnhof" und „Bahnübergang"?

2. Kriterien der Deutschen Bundesbahn für die Auswahl von Streckenführung und Transportart bei Transporten mit radioaktiven Stoffen

2.1 Nach welchen Kriterien entscheidet die Deutsche Bundesbahn, ob ein Transport von Kernbrennstoffen beziehungsweise radioaktiven Stoffen per Bahn oder per LKW durchgeführt wird?

2.2 Wieviel Prozent des Volumens und der Menge an Kernbrennstofftransporten und der Transporte an radioaktiven Stoffen wurde 1988 bis 1989 per Bahn abgewickelt?

2.3 Nach welchen Kriterien entscheidet die Deutsche Bundesbahn über die Streckenführung für Waggons mit radioaktiven Stoffen im Bundesgebiet? Welches sind die konkreten betriebswirtschaftlichen Kriterien?

2.4 Nach welchen Kriterien wird bei Kernbrennstofftransporten Bahnhofspersonal von bevorstehenden Transporten informiert? Erfolgt eine entsprechende Information an alle an den jeweiligen Transportstrecken liegenden Bahnhöfe? Werden auch die an möglichen Ausweichstrecken liegenden Bahnhöfe informiert? Beschränkt sich die Information auf diejenigen Bahnhöfe, an denen Aufenthalte geplant sind?

2.5 Werden Transporte mit radioaktiven Stoffen in Regelgüterzügen oder in Ganzzügen transportiert? Anhand welcher Kriterien wird ggf. entschieden, ob ein Transport in Regelzügen oder in Ganzzügen erfolgt?

3. Transportwege radioaktiver Stoffe durch Niedersachsen und Hamburg

3.1 Auf welchen Strecken werden die Transporte von den Atomanlagen südlich der Linie Koblenz — Fulda und denjenigen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein zur Verschiffung über die deutschen Nordseehäfen und nach der Wiederaufbereitungsanlage La Hague durch Niedersachsen und Hamburg voraussichtlich vorgenommen werden?

3.2 Auf welchen Strecken werden die Transporte von der Wiederaufbereitungsanlage La Hague zu den geplanten Entsorgungsanlagen in Gorleben und Schacht Konrad durch Niedersachsen und Hamburg voraussichtlich vorgenommen werden?

3.3 Auf welchen Strecken werden die Transporte von den Atomanlagen in der Bundesrepublik Deutschland zu den geplanten Entsorgungsanlagen in Gorleben und Schacht Konrad durch Niedersachsen und Hamburg voraussichtlich vorgenommen werden?

4. Zugfrequenzen und Unfallhäufigkeit auf den Transportwegen radioaktiver Stoffe durch Niedersachsen und Hamburg

4.1 Wie hoch ist die jeweilige aktuelle Zugfrequenz — untergliedert nach Personen- und Güterzügen — auf den unter 3. aufgeführten Strecken?

4.2 Wie hoch ist die jeweilige aktuelle Zahl der Gefahrguttransporte auf diesen Strecken?

4.3 Wie hoch war die jeweilige Zahl der gefährlichen Ereignisse auf diesen Strecken in den einzelnen Jahren von 1980 bis 1989?

4.4 Wo kam es jeweils zu solchen Ereignissen?

4.5 In wie vielen Fällen kam es hierbei zu Entgleisungen, Zusammenstößen, Zusammenprallen mit nicht schienengebundenen Fahrzeugen, Bränden (Feuerdauer, Feuertemperatur) und Explosionen? In wie vielen Fällen kam es dabei zu einer Kombination von zwei oder mehr Ereignissen?

4.6 Sind in den Angaben über die Zahl der gefährlichen Ereignisse alle Unfälle enthalten oder nur Angaben ab einer bestimmten Schadensgrenze?

Fragen22

1

Statistische Erhebungen der Deutschen Bundesbahn über Zugfrequenzen, Unfälle und Gefahrguttransporte

1

Wo und in welcher Art und Weise registriert die Deutsche Bundesbahn Zugfrequenzen im Personen- und Güterverkehr für Haupt- und Nebenstrecken?

1

Welche Statistiken führt die Deutsche Bundesbahn über Unfälle in ihrem Betriebsbereich?

1

Welche Statistiken führt die Deutsche Bundesbahn über Gefahrguttransporte?

1

Welche Aufstellungen gibt es bei der Deutschen Bundesbahn über die Aufteilung der Strecken in die Kategorien „Freie Strecke", „Bahnhof" und „Bahnübergang"?

2

Kriterien der Deutschen Bundesbahn für die Auswahl von Streckenführung und Transportart bei Transporten mit radioaktiven Stoffen

2

Nach welchen Kriterien entscheidet die Deutsche Bundesbahn, ob ein Transport von Kernbrennstoffen beziehungsweise radioaktiven Stoffen per Bahn oder per LKW durchgeführt wird?

2

Wieviel Prozent des Volumens und der Menge an Kernbrennstofftransporten und der Transporte an radioaktiven Stoffen wurde 1988 bis 1989 per Bahn abgewickelt?

2

Nach welchen Kriterien entscheidet die Deutsche Bundesbahn über die Streckenführung für Waggons mit radioaktiven Stoffen im Bundesgebiet?

Welches sind die konkreten betriebswirtschaftlichen Kriterien?

2

Nach welchen Kriterien wird bei Kernbrennstofftransporten Bahnhofspersonal von bevorstehenden Transporten informiert?

Erfolgt eine entsprechende Information an alle an den jeweiligen Transportstrecken liegenden Bahnhöfe?

Werden auch die an möglichen Ausweichstrecken liegenden Bahnhöfe informiert?

Beschränkt sich die Information auf diejenigen Bahnhöfe, an denen Aufenthalte geplant sind?

2

Werden Transporte mit radioaktiven Stoffen in Regelgüterzügen oder in Ganzzügen transportiert?

Anhand welcher Kriterien wird ggf. entschieden, ob ein Transport in Regelzügen oder in Ganzzügen erfolgt?

3

Transportwege radioaktiver Stoffe durch Niedersachsen und Hamburg

3

Auf welchen Strecken werden die Transporte von den Atomanlagen südlich der Linie Koblenz — Fulda und denjenigen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein zur Verschiffung über die deutschen Nordseehäfen und nach der Wiederaufbereitungsanlage La Hague durch Niedersachsen und Hamburg voraussichtlich vorgenommen werden?

3

Auf welchen Strecken werden die Transporte von der Wiederaufbereitungsanlage La Hague zu den geplanten Entsorgungsanlagen in Gorleben und Schacht Konrad durch Niedersachsen und Hamburg voraussichtlich vorgenommen werden?

3

Auf welchen Strecken werden die Transporte von den Atomanlagen in der Bundesrepublik Deutschland zu den geplanten Entsorgungsanlagen in Gorleben und Schacht Konrad durch Niedersachsen und Hamburg voraussichtlich vorgenommen werden?

4

Zugfrequenzen und Unfallhäufigkeit auf den Transportwegen radioaktiver Stoffe durch Niedersachsen und Hamburg

4

Wie hoch ist die jeweilige aktuelle Zugfrequenz — untergliedert nach Personen- und Güterzügen — auf den unter 3. aufgeführten Strecken?

4

Wie hoch ist die jeweilige aktuelle Zahl der Gefahrguttransporte auf diesen Strecken?

4

Wie hoch war die jeweilige Zahl der gefährlichen Ereignisse auf diesen Strecken in den einzelnen Jahren von 1980 bis 1989?

4

Wo kam es jeweils zu solchen Ereignissen?

4

In wie vielen Fällen kam es hierbei zu Entgleisungen, Zusammenstößen, Zusammenprallen mit nicht schienengebundenen Fahrzeugen, Bränden (Feuerdauer, Feuertemperatur) und Explosionen?

In wie vielen Fällen kam es dabei zu einer Kombination von zwei oder mehr Ereignissen?

4

Sind in den Angaben über die Zahl der gefährlichen Ereignisse alle Unfälle enthalten oder nur Angaben ab einer bestimmten Schadensgrenze?

Bonn, den 14. März 1990

Bulmahn Schäfer (Offenburg) Daubertshäuser Adler Bachmaier Dr. von Billow Blunck Conradi Fischer (Homburg) Ganseforth Dr. Hartenstein Jung (Düsseldorf) Jungmann (Wittmoldt) Kastner Kiehm Dr. Klejdzinski Dr. Kübler Lennartz Menzel Meyer Müller (Düsseldorf) Dr. Niehuis Purps Reimann Reuter Schanz Dr. Scheer Dr. Schöfberger Schreiner Schütz Dr. Sperling Stahl (Kempen) Stiegler Vosen Waltemathe Weiermann Dr. Wernitz Weyel Dr. Vogel und Fraktion

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