Jahresberichte der hauptamtlichen Jugendoffiziere
der Abgeordneten Francke (Hamburg), Weiskirch (Olpe), Voigt (Sonthofen), Biehle, Dallmeyer, Ganz (St. Wendel), Frau Geier, Frau Krone-Appuhn, Löher, Dr.-Ing. Oldenstädt, Petersen, Wimmer (Neuss), Bahner, Berger (Lahnstein), Daweke, Haase (Kassel), Dr. Hupka, Dr. Jobst, Kalisch, Lowack, Sauer (Salzgitter), Sauter (Epfendorf), Dr. Stavenhagen und Genossen und der Fraktion der CDU/CSU sowie der Abgeordneten Hoppe, Gärtner, Schäfer (Mainz), Dr.-Ing. Laermann, Dr. Feldmann, Holsteg, Paintner, Popp, Dr. Rumpf und der Fraktion der FDP
Vorbemerkung
Die Jugendoffiziere der Bundeswehr leisten einen wesentlichen Beitrag für ein besseres Verständnis für die Aufgabe der Bundeswehr im Rahmen der Friedenssicherung. Die Jahresberichte der Jugendoffiziere sind daher eine wichtige Erkenntnisquelle über Meinungen und Einstellungen der Jugendlichen zu Fragen der Friedenspolitik.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen10
Beabsichtigt die Bundesregierung in Zukunft, die Auswertung der Jahresberichte der hauptamtlichen Jugendoffiziere zu veröffentlichen und damit sicherzustellen, daß die sich hieraus ergebenden Erkenntnisse auch der Öffentlichkeit und den für die Öffentlichkeitsarbeit in der Bundeswehr verantwortlichen Kommandeuren und Dienststellenleitern bekanntwerden?
Wie hat sich die Verbesserung der materiellen und personellen Ausstattung der Jugendoffizierarbeit bisher ausgewirkt, und beabsichtigt die Bundesregierung, weitere darüber hinausgehende Verbesserungen vorzunehmen?
Wie hat sich das Verhältnis zwischen Jugendoffizieren und ihren militärischen Vorgesetzten entwickelt?
Teilt die Bundesregierung die Auffassung, daß die Jugendoffiziere im Rahmen ihrer Loyalitätspflichten im dienstlichen Einsatz einen gewissen Darstellungsspielraum in Anspruch nehmen können?
Welche Erfahrungen liegen der Bundesregierung vor über die Zusammenarbeit der Jugendoffiziere mit Schulbehörden, Schulen der verschiedenen Schulformen und den Hochschulen?
Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung aus den Erfahrungen der Jugendoffiziere über Veranstaltungen zur politischen Erwachsenenbildung vor?
Wo liegen nach Ansicht der Jugendoffiziere die wesentlichen Probleme beim Dialog mit jungen Menschen über Fragen der Friedens- und Sicherheitspolitik?
Wie beurteilt die Bundesregierung die Zusammenarbeit zwischen den Jugendoffizieren und den einzelnen Parteien sowie den großen gesellschaftlichen Gruppen — vor allem auch der Kirchen und der Gewerkschaften — sowie den verschiedenen Jugendorganisationen?
Wie beurteilt die Bundesregierung die Ergebnisse der Tagung, die der Deutsche Bundeswehrverband als Spitzenorganisation zur Vertretung der Interessen aller Soldaten mit den Jugendoffizieren am 26./27. Oktober 1982 durchgeführt hat?
Welche Maßnahmen hält die Bundesregierung aufgrund des diesjährigen Jahresberichts der Jugendoffiziere für erforderlich, um neben den Jugendoffizieren eine möglichst große Zahl von Offizieren und Unteroffizieren im Rahmen der Aus- und Weiterbildung intensiver als bisher mit Grundsatzfragen der Sicherheitspolitik und der Landesverteidigung vertraut zu machen und sie so zu befähigen, konstruktiv an der Friedensdiskussion teilzunehmen?