Rede eines russischen Schülers im Deutschen Bundestag
der Abgeordneten Dr. Anton Friesen, Dr. Axel Gehrke und der Fraktion der AfD
Vorbemerkung
Am Volkstrauertag, dem 19. November 2017, hielt der russische Schüler Nikolaj Desjatnitschenko (16) eine dreiminütige Rede im Deutschen Bundestag.
Hintergrund seiner Rede war ein Schülerprojekt des Volksbunds Deutscher Kriegsgräberfürsorge e. V. im Rahmen einer deutsch-russischen Städtepartnerschaft (Kassel-Volgograd). Im Zuge dieses Projektes befassten sich die russischen Schülerinnen und Schüler mit den Schicksalen von deutschen Kriegsgefallenen im Zweiten Weltkrieg und umgekehrt deutsche Schülerinnen und Schüler mit den Lebensläufen der sowjetischen Gefallenen. Nikolaj Desjatnitschenko hat sich der Biografie des Wehrmachtsgefreiten Georg Jochen Rau gewidmet, der 1943 in einem sowjetischen Kriegsgefangenenlager ums Leben kam. Der russische Schüler besuchte im Zuge des Projektes auch deutsche Kriegsgräber in Sibirien. Deswegen nahm er auch folgenden Satz in seine Rede auf: „Ich sah die Gräber unschuldig ums Leben gekommener Menschen, unter denen viele in Frieden leben und nicht kämpfen wollten“ (www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/russland-direktorin-erhaelt-ruege-nach-schuelerrede-im-deutschen-bundestag-a-1183050.html).
Aufgrund dieser unglücklich formulierten Aussage hat der sibirische Gymnasiast großen Unmut in seiner Heimatstadt Nowy Urengoi und ganz Russland ausgelöst. Er und seine Lehrerin wurden infolge dessen auf das Übelste beschimpft, angefeindet und sogar mit dem Tode bedroht (www.welt.de/politik/ausland/article170827342/Morddrohungen-nach-einer-Versoehnungsrede-im-Bundestag.html).
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen2
Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung über die Auswirkungen der Rede in Russland?
Steht die Bundesregierung in Kontakt mit der Lehrerin oder dem Schüler, und wie unterstützt sie jene?