Arbeitsstand und Ergebnisse der Arbeitsgruppe „Fachkräfte der Zukunft“
der Abgeordneten Kerstin Andreae, Brigitte Pothmer, Fritz Kuhn, Memet Kilic, Christine Scheel, Birgitt Bender, Katrin Göring-Eckardt, Britta Haßelmann, Priska Hinz (Herborn), Sven-Christian Kindler, Maria Klein-Schmeink, Beate Müller-Gemmeke, Ingrid Nestle, Elisabeth Scharfenberg, Dr. Gerhard Schick und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Der Fachkräftemangel droht zu einer Bremse für den Aufschwung zu werden. Nach einer aktuellen Umfrage haben derzeit 70 Prozent der Unternehmen generell oder teilweise Probleme, passende Bewerber für ihre offenen Stellen zu finden. Besonders betroffen ist Ostdeutschland (Deutscher Industrie- und Handelskammertag e. V., Unternehmensbarometer August 2010).
Bundesregierung, Wirtschaft und Gewerkschaften haben auf ihrem „Zukunftsgipfel“ am 18. Juni 2010 vereinbart, eine gemeinsame Arbeitsgruppe einzurichten, um gegen den drohenden Fachkräftemangel vorzugehen (Pressestatement der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, des Bundesministers des Auswärtigen Dr. Guido Westerwelle, des Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes Michael Sommer und des Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. Dr. Hans-Peter Keitel vom 18. Juni 2010).
Bisher sind keine Informationen zum Arbeitsstand und den Ergebnissen dieser Arbeitsgruppe an die Öffentlichkeit gelangt.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen10
Welche Organisationen und Personen gehören der verabredeten Arbeitsgruppe zur Bekämpfung des Fachkräftemangels an?
Wann hat sich die Arbeitsgruppe konstituiert?
Wie oft und wann hat sich die Arbeitsgruppe bisher getroffen?
Welche Arbeits-, Themen- und Zeitplanung hat sich die Arbeitsgruppe gegeben?
Hat die Arbeitsgruppe bereits erste Arbeitsergebnisse erzielt, und falls ja, welche Ergebnisse sind das?
Falls nein, wann sollen erste Arbeitsergebnisse der Arbeitsgruppe vorliegen?
Wie plant die Bundesregierung die Ergebnisse der Arbeitsgruppe zu verwerten?
Wurden von der Arbeitsgruppe externe Aufträge vergeben?
Falls ja, welche Aufträge sind das, an wen wurden sie vergeben, und wann sollen die Ergebnisse vorliegen?
Auf welcher Datengrundlage wird die Arbeitsgruppe arbeiten?