[Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Stephan Protschka, Peter Felser,
Frank Rinck, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD
– Drucksache 20/3262 –
Maßnahmen zur Senkung der Ammoniak-Emissionen in der Landwirtschaft und
ihre Auswirkungen
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Ammoniak-Emissionen (NH3) führen durch Reaktion mit anderen
Luftschadstoffen zur Bildung von gesundheitsschädlichem Feinstaub und können
Ökosysteme durch Versauerung und Eutrophierung schädigen (
https://www.thuene
n.de/de/themenfelder/klima-und-luft/emissionsinventare-buchhaltung-fuer-de
n-klimaschutz/ammoniak-emissionen-aus-der-landwirtschaft). Daher hat sich
die Bundesrepublik Deutschland im Multikomponentenprotokoll zur UNECE-
Luftreinhaltekonvention, welches die jährlichen Emissionen durch Einführung
nationaler Höchstmengen begrenzt, verpflichtet, die Ammoniak-Emissionen
zu reduzieren (ebd.). Da die Landwirtschaft unter anderem in hohem Maße zu
atmosphärischen Ammoniak-Emissionen beiträgt, sieht die EU-Richtlinie über
Nationale Emissionsreduktionsziele (NERC = National Emission Reduction
Commitment) vor, dass die Bundesrepublik Deutschland ihre Ammoniak-
Emissionen bis 2020 um 5 Prozent und bis 2030 um 29 Prozent im Vergleich
zum Jahr 2005 reduziert (Richtlinie (EU) 2016/2284 des Europäischen
Parlaments und des Rates vom 14. Dezember 2016 über die Reduktion der
nationalen Emissionen bestimmter Luftschadstoffe, zur Änderung der Richtlinie
2003/35/EG und zur Aufhebung der Richtlinie 2001/81/EG). Das bedeutet,
dass bis 2020 nicht mehr als 550 000 Tonnen Ammoniak – beziehungsweise
nicht mehr als 440 000 Tonnen bis 2030 – jährlich emittiert werden dürfen.
Aufgrund des bisherigen Überschreitens der maximal zulässigen Ammoniak-
Emissionen wurden schon in der 2017 novellierten Düngeverordnung
verschiedene Maßnahmen zur Reduktion der Emissionen vorgeschrieben (https://
www.lw-heute.de/luftreinhaltung-kontra-tierwohl).
Deutscher Bundestag Drucksache 20/3603
20. Wahlperiode 21.09.2022
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare
Sicherheit und Verbraucherschutz vom 21. September 2022 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
1. Handelt es sich bei dem Reduzierungsziel der Ammoniak-Emissionen
bis 2030 (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller) nach Auffassung der
Bundesregierung um ein realistisches und durch technische Maßnahmen
erreichbares Minderungsziel?
a) Wenn ja, mit welchen konkreten Maßnahmen soll das Ziel erreicht
werden (bitte auch die prozentuale Ammoniak-Reduzierung pro
Maßnahme angeben)?
b) Wenn nein, bedeutet das, dass die Tierbestände in Deutschland
reduziert werden müssen, um das Reduzierungsziel der Ammoniak-
Emissionen bis 2030 erreichen zu können, und wenn ja, um wie viel?
Die Bundesregierung hat die erforderlichen Maßnahmen zur Erreichung der
Minderungsverpflichtung u. a. für Ammoniak gemäß der Richtlinie (EU) 2016/
2284 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. Dezember 2016 über
die Reduktion der nationalen Emissionen bestimmter Luftschadstoffe (NEC-
Richtlinie) im ersten nationalen Luftreinhalteprogramm (NLRP) vom Mai 2019
(
https://www.bmuv.de/download/nationales-luftreinhalteprogramm-der-bundes
republik-deutschland) beschrieben.
Gemäß Artikel 6 und 10 der NEC-Richtlinie wird zur Zeit das zweite NLRP
erarbeitet, das bis zum 19. Mai 2023 fertig gestellt und der Europäischen
Kommission übermittelt werden muss.
2. Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung in den vergangenen
20 Jahren die Ammoniak-Emissionen in Deutschland entwickelt,
insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass diese seit 2010 einen Wert von
550 000 Tonnen Ammoniak pro Jahr nicht mehr überschreiten dürfen
(
https://www.umweltbundesamt.de/daten/luft/luftschadstoff-emissionen-i
n-deutschland/ammoniak-emissionen#beschlusse-zur-emissionsminder
ung-)?
Die Ammoniakemissionen in Deutschland sind von 624,3 Kilotonnen im Jahr
2000 auf 537,25 Kilotonnen im Jahr 2020 gesunken. Eine detaillierte Übersicht
findet sich in der beigefügten Tabelle in der Anlage 1*.
3. Hat die Bundesregierung Kenntnis darüber, um wie viel sich die
Ammoniak-Emissionen aus der Landwirtschaft in Deutschland seit 1990
prozentual verändert haben (wenn ja, bitte pro Jahr auflisten)?
In der Landwirtschaft sind die Ammoniakemissionen seit dem Jahr 1990 von
687,79 Kilotonnen um etwa 26 Prozent auf 512,27 Kilotonnen gesunken. Ein
Großteil der Abnahme war zwischen den Jahren 1990 und 1994 zu
verzeichnen. Die jährlichen prozentualen Änderungen können der beigefügten Tabelle
in der Anlage 2* entnommen werden.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 20/3603 auf der Internetseite
des Deutschen Bundestages abrufbar.
4. Wie viele Tonnen Ammoniak-Emissionen aus der Landwirtschaft
konnten nach Kenntnis der Bundesregierung durch Maßnahmen im
Wirtschafts- und Mineraldüngermanagement, wie beispielsweise mit der
2017 und 2020 novellierten Düngeverordnung umgesetzt, bislang
jährlich eingespart werden (
https://www.praxis-agrar.de/umwelt/klima/am
moniak-emissionen)?
Ein Großteil der seit dem Jahr 2017 realisierten Minderung im Bereich
Ammoniakemissionen aus Harnstoffdüngung ist auf die novellierte Düngeverordnung
(DüV) zurückzuführen. Seit Anfang des Jahres 2020 darf Harnstoff nur noch
ausgebracht werden, wenn er unverzüglich eingearbeitet wird oder mit einem
Ureasehemmstoff versetzt ist. Zwischen den Jahren 2017 und 2020 sind die
Absatzzahlen der anderen synthetischen Dünger im Schnitt um 8 Prozent
gesunken, während die Absatzzahlen von Harnstoffdüngern um etwa 46 Prozent
zurückgingen. Zusätzlich sinken die pro Tonne ausgebrachtem Harnstoff
entstehenden Ammoniakemissionen durch die Auflagen der DüV deutlich. Die
jährlichen NH3-Emissionen aus Mineraldüngerausbringung haben sich in diesem
Zeitraum um 52 Kilotonnen NH3 reduziert, von 89 auf 37 Kilotonnen. Ein
Großteil dieser Reduktion lässt sich auf die novellierte DüV zurückführen.
Außerdem regelt die novellierte DüV die Ausbringung von Wirtschaftsdünger.
Seit Anfang des Jahres 2020 dürfen flüssige organische Dünger auf bestelltem
Ackerland nur noch streifenförmig ausgebracht oder direkt eingearbeitet
werden. Dies reduziert die Ammoniakemissionen aus der Ausbringung von
Wirtschaftsdüngern: bereits zwischen 2017 und 2020 wurden die Emissionen aus
der Wirtschaftsdüngerausbringung um etwa 7 Prozent (ca. 12 Kilotonnen)
reduziert, während der Rückgang der anfallenden Stickstoffmenge im
Wirtschaftsdünger nur etwa 3 Prozent betrug.
5. Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Rinderbestände
in Deutschland seit 2015 entwickelt, und welchen Einfluss darauf hatte
nach Einschätzung der Bundesregierung die 2017 und 2020 novellierte
Düngeverordnung (bitte auch die prozentuale Zu- oder Abnahme
angeben)?
Die Tabelle zeigt die Entwicklung der Rinderbestände seit 2015 nach den
Ergebnissen der Viehbestandserhebung.
Jahr Anzahl Tiere Änder. ggü. Vorjahr in %
Mai 22 10.986.304 -0,48
2021 11.039.662 -2,32
2020 11.301.860 -2,9
2019 11.639.532 -2,59
2018 11.949.092 -2,7
2017 12.281.195 -1,49
2016 12.466.586 -1,34
2015 12.635.456 -
Die Entwicklung der Tierbestände unterliegt vielfältigen Einflüssen. Die
Wirkung der DüV lässt sich nicht beziffern.
6. Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die
Schweinebestände in Deutschland seit 2015 entwickelt, und welchen Einfluss darauf
hatte nach Einschätzung der Bundesregierung die 2017 und 2020 novellierte
Düngeverordnung (bitte auch die prozentuale Zu- oder Abnahme
angeben)?
Die Tabelle zeigt die Entwicklung der Schweinebestände seit 2015 nach den
Ergebnissen der Viehbestandserhebung.
Jahr Anzahl Tiere Änder. ggü. Vorjahr in %
Mai 22 22.336.700 -6,00
2021 23.762.300 -8,85
2020 26.069.700 0,06
2019 26.053.400 -1,48
2018 26.445.300 -4,11
2017 27.577.600 0,74
2016 27.376.100 -1,00
2015 27.652.400 -
Die Entwicklung der Tierbestände unterliegt vielfältigen Einflüssen. Die
Wirkung der DüV lässt sich nicht beziffern.
7. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Menge des
ausgebrachten Stickstoffdüngers in Deutschland seit 2015 entwickelt, und
welchen Einfluss darauf hatte nach Einschätzung der Bundesregierung die
2017 und 2020 novellierte Düngeverordnung (bitte auch die prozentuale
Zu- oder Abnahme angeben)?
8. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Menge des
ausgebrachten Phosphor- sowie Mehrnährstoffdüngers, der Phosphor enthält
(NPK etc.) in Deutschland seit 2015 entwickelt, und welchen Einfluss
darauf hatte nach Einschätzung der Bundesregierung die 2017 und 2020
novellierte Düngeverordnung (bitte auch die prozentuale Zu- oder
Abnahme angeben)?
Die Fragen 7 und 8 werden gemeinsam beantwortet.
Zahlen über die Mengen der ausgebrachten Düngemittel liegen nicht vor,
sondern nur Zahlen über den Inlandsabsatz von Handelsdünger. Es handelt sich
dabei um Lieferungen der Produzenten und Importeure an Absatzorganisationen
oder Endverbraucher. Diese Mengen sind nicht mit dem tatsächlichen
Verbrauch in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Gartenbau identisch.
Inlandsabsatz und tatsächlicher Verbrauch weichen z. B. durch Lagerhaltung
voneinander ab.
Auf die Tabelle in Anlage 3* wird verwiesen.
Die Absatzmengen der genannten N- und P-Düngemittel weisen einen
abnehmenden Trend auf. Die Nachfrage nach Düngemitteln und damit die
Absatzmengen werden durch eine Reihe von Einflussfaktoren bestimmt, insbesondere
auch durch Preise und die Witterung und den damit verbundenen
Düngemitteleinsatz der vergangenen Anbauperiode. Auch der ordnungsrechtliche Rahmen
besitzt vermutlich einen Einfluss, der jedoch nicht isoliert werden kann. Mit
den Anforderungen der Düngeverordnung sind die Betriebe gefordert, ihre
Düngemittel effizienter einzusetzen. Ziel ist es insbesondere, dass die Nitratge-
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 20/3603 auf der Internetseite
des Deutschen Bundestages abrufbar.
halte in den Gewässern zeitnah sinken und die Vorgaben der Nitratrichtlinie
eingehalten werden.
9. Ist der Bundesregierung die Einschätzung des Thünen-Instituts bekannt,
dass die bisher beschlossenen Maßnahmen zur Reduzierung der
Ammoniak-Emissionen nicht einmal ausreichen, um die Hälfte der
vorgegebenen Reduktionsziele zu erreichen (
https://www.lw-heute.de/luftreinhaltu
ng-kontra-tierwohl)?
a) Wenn ja, was bedeutet das konkret für die Zielerreichung bis 2030?
b) Wenn nein, bedeutet das, dass die Bundesregierung davon ausgeht,
dass die bisher beschlossenen Maßnahmen ausreichen, um die Ziele
bis 2030 zu erreichen?
Der angegebene Link und der dazugehörige Artikel von 2019 beinhalten
veraltete Informationen. Die oben genannte Aussage berücksichtigt noch nicht
zusätzliche Maßnahmen, die durch die Neufassung der Ersten Allgemeinen
Verwaltungsvorschrift zum Bundes-Immissionsschutzgesetz (Technische
Anleitung zur Reinhaltung der Luft – TA Luft) im Jahr 2021 und der
Düngeverordnung im Jahr 2020 erreicht wurden.
Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 1 verwiesen.
10. Ist der Bundesregierung bekannt, warum die Bundesrepublik
Deutschland die Ammoniak-Emissionen bis 2030 im Vergleich zu 2005 um
29 Prozent reduzieren muss, während der Durchschnitt der EU-Länder
nur bei 19 Prozent liegt, und wenn ja, warum?
Die ab dem Jahr 2030 geltenden nationalen
Emissionsreduktionsverpflichtungen beruhen auf dem geschätzten Reduktionspotenzial jedes Mitgliedstaats im
TSAP-Bericht Nr. 16 vom Januar 2015 (
https://circabc.europa.eu/ui/group/cd69
a4b9-1a68-4d6c-9c48-77c0399f225d/library/a1afa520-cb53-425c-bcad-16f738
42f766/details), auf der technischen Prüfung der Unterschiede zwischen den
nationalen Schätzungen und den Schätzungen im TSAP-Bericht sowie auf dem
politischen Ziel, die Reduktion der gesundheitlichen Auswirkungen bis 2030
(im Vergleich zu 2005) in einem möglichst ähnlichem Maße zu reduzieren wie
im ursprünglichen Vorschlag der Kommission für die NEC-Richtlinie
vorgeschlagen.
Die deutsche Minderungsverpflichtung für Ammoniak für 2030 (29 Prozent)
liegt wesentlich unter dem ursprünglichen, „kosteneffizienten“ Vorschlag der
KOM (39 Prozent).
11. Welche Auswirkungen hatte das Ammoniak-Emissionsreduktionsziel
nach Kenntnis der Bundesregierung bislang auf den Strukturwandel in
der Landwirtschaft, insbesondere auf tierhaltende Betriebe, und welche
Auswirkungen auf den Strukturwandel sind der Bundesregierung bis
zum Jahr 2030 bekannt?
Es wird auf die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf
Bundestagsdrucksache 20/792 verwiesen. Eine Zuordnung der agrarstrukturellen
Veränderungen zum Ziel der Reduzierung der Ammoniakemissionen ist nicht
möglich. Unabhängig davon wird darauf hingewiesen, dass im Rahmen der
landwirtschaftlichen Maßnahmen im nationalen Luftreinhalteprogramm
Ausnahmen für Klein- und Kleinstbetriebe vorgesehen sind.
12. Sieht die Bundesregierung zwischen der Einhaltung der Vorgaben zur
Reduzierung von Ammoniak-Emissionen und den Tierhaltungsverfahren
mit Außenklimazugang Zielkonflikte, und wenn ja, welche, und was
bedeutet das konkret für die landwirtschaftliche Praxis?
Im Koalitionsvertrag heißt es: „Die Entwicklung der Tierbestände soll sich an
der Fläche orientieren und wird in Einklang mit den Zielen des Klima-,
Gewässer- und Emissionsschutzes (Ammoniak/Methan) gebracht. Wir wollen die
Emissionen aus Ammoniak und Methan unter Berücksichtigung des Tierwohls
deutlich mindern. Die Landwirte sollen auf dem Weg zur Klimaneutralität im
Rahmen des Umbaus der Nutztierhaltung unterstützt werden.“
Genehmigungsbedürftige Ställe müssen gemäß TA-Luft Ammoniakemissionen
um 70 Prozent (im Vergleich zu Haltungsverfahren ohne
Ammoniakemissionsminderung) mindern. Bei Außenklimaställen, die nachweislich dem Tierwohl
dienen, sind nur 33 Prozent Minderung erforderlich.
13. Stellt die Bundesregierung Fördermittel zur Erfüllung der Ammoniak-
Emissionsreduktionsziele zur Verfügung, und wenn ja, welche konkret?
In der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des
Küstenschutzes“ (GAK) ist im Förderbereich 4, B 2.0 die Maßnahme „Emissionsarme
und Gewässer schonende Ausbringung von Wirtschaftsdüngern“ verankert.
Gefördert wird die emissionsarme und Gewässer schonende Ausbringung von
flüssigem Wirtschaftsdünger nach § 2 DüngeG mit Ausbringungsverfahren, die
die Verflüchtigung von umweltschädigenden Gasen nach dem Stand der
Technik deutlich reduzieren. GAK-Fördermaßnahmen, die in die Länderprogramme
aufgenommen werden, werden anteilig vom Bund mitfinanziert (60 Prozent
Bund, 40 Prozent Land).
Die Bundesregierung stellt über das „Investitions- und Zukunftsprogramm
Landwirtschaft“ (IuZ) für den Zeitraum 2021 bis 2024 insgesamt eine Mrd.
Euro zur Verfügung, um Landwirte bei dem anstehenden Transformationsprozess
zu unterstützen. Absicht ist, umwelt- und ressourcenschonende Technik
wietestgehend zu etablieren und in die Fläche zu bekommen, um eine
größtmögliche positive Wirkung auf den Klima-, Gewässer- und Umweltschutz, sowie den
Schutz und die Verbesserung der Biodiversität bei gleichzeitiger
Effizienzsteigerung im jeweiligen Unternehmen zu erreichen. U. a. werden Techniken zur
Wirtschaftsdüngeraufbringung, -separierung und -lagerung, die das
Nährstoffmanagement verbessern, die Auswaschungsgefahr von Stickstoff minimieren
und die Emission von Ammoniak verringern sollen, gefördert.
14. Hat die Bundesregierung Kenntnis darüber, ob die EU-Kommission ein
Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland
wegen Nichteinhaltung der Vorgaben der NERC-Richtlinie zur
Reduzierung der Ammoniak-Emissionen beabsichtigt?
Der Bundesregierung sind keine Pläne der Europäischen Kommission über
etwaige künftige Vertragsverletzungsverfahren in diesem Bereich bekannt. Um
ein diesbezügliches Vertragsverletzungsverfahren auch künftig zu vermeiden,
ist der überzeugende Nachweis erforderlich, dass die im zweiten nationalen
Luftreinhalteprogramm dargestellten Maßnahmen im angegebenen Zeitrahmen
zur Einhaltung der Minderungsverpflichtungen führen werden. Dies ist klare
Zielstellung der Bundesregierung.
15. Werden derzeit Forschungsprojekte für praxisnahe Möglichkeiten zur
Sicherstellung der Erreichung der Vorgaben der NERC-Richtlinie zur
Reduzierung der Ammoniak-Emissionen bis 2030 von der Bundesregierung
gefördert?
a) Wenn ja, welche, und wie hoch ist jeweils das Fördervolumen?
b) Wenn nein, warum nicht?
Auf die Anlage 4* wird verwiesen.
16. Wie viele landwirtschaftliche Betriebe wären nach Kenntnis der
Bundesregierung in Deutschland von der von der EU-Kommission
beabsichtigten Ausweitung des Geltungsbereichs der Industrieemissionsrichtlinie
betroffen, und welche ökonomischen Folgen hätte das nach Kenntnis der
Bundesregierung für die betroffenen Betriebe (
https://www.agrarheute.
com/politik/emissionsschutz-zukunft-185000-statt-20000-betriebe-betrof
fen-592315)?
Die Bundesregierung verweist auf die Antworten zu den Fragen 4, 5, 7 und 8
der Kleinen Anfrage auf Bundestagsdrucksache 20/2744.
17. Ist der Bundesregierung die EU-Studie bekannt, nach der etwa die Hälfte
der Rinder sowie jede achte Milchkuh und jedes achte Schwein in der
Bundesrepublik Deutschland verschwinden müssten, um die Vorgaben
der NERC-Richtlinie einhalten zu können, und wenn ja, welche Folgen
hat das nach Einschätzung der Bundesregierung für die Tierhaltung in
Deutschland (
https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/
scharfe-nec-richtlinie-kahlschlag-in-bayerischer-tierhaltung-verhindern-
9529225.html)?
Der in der Frage zitierte Pressebericht stammt aus dem Jahr 2015 und bezieht
sich auf einen alten Stand der Beratungen auf EU-Ebene, der nicht der
Beschlusslage entspricht. Die in dem Bericht zitierte Studie der EU-Kommission
wird dort nicht näher bestimmt, so dass unklar bleibt, welche Studie gemeint
ist. Die in dem Bericht gezogenen Schlussfolgerungen aus der Studie werden
von der Bundesregierung nicht geteilt.
18. Sind der Bundesregierung Doppelregulierungen zwischen den Vorgaben
zur Reduzierung der Ammoniak-Emissionen in der Landwirtschaft und
der Umsetzung der Nitratrichtlinie bekannt, und wenn ja, welche?
Es besteht keine Doppelregulierung zwischen Vorgaben zur Umsetzung der
Ammoniakminderung und der Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie. Die
Düngeverordnung enthält allerdings Maßnahmen, die zur Zielerreichung der
Ammoniakminderung beitragen. So zum Beispiel die sofortige Einarbeitung von
Wirtschaftsdüngern auf unbestelltem Ackerland.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 20/3603 auf der Internetseite
des Deutschen Bundestages abrufbar.
19. Beabsichtigt die Bundesregierung, ähnlich – nach Auffassung der
Fragesteller – drastische Maßnahmen zur Reduzierung der Stickstoff- und
Ammoniak-Emissionen wie die Niederlande zu beschließen, die dort zu
den massiven Bauernprotesten geführt haben (
https://www.agrarheute.
com/politik/bauernproteste-droht-uns-bald-debakel-niederlanden-59
5771)?
Ähnlich weitgehende Maßnahmen, wie sie aktuell in den Niederlanden
ergriffen werden, sind von der Bundesregierung derzeit nicht beabsichtigt.
Anlage 1
Emissionstrends in Deutschland seit 2000, NH3 in kt
Quellgruppen 2000 2005 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020
Gesamtemissionen 624,30 603,13 614,41 618,03 624,55 631,75 640,32 638,71 634,96 619,76 593,84 574,95 537,25
1. Energie 37,97 28,49 19,91 18,82 17,36 16,71 15,70 15,09 14,85 14,51 13,74 13,70 12,29
A. Verbrennung von Brennstoffen 37,97 28,49 19,91 18,82 17,36 16,71 15,69 15,09 14,85 14,51 13,74 13,70 12,29
1. Energiewirtschaft 1,54 1,57 1,37 1,39 1,41 1,40 1,36 1,34 1,43 1,29 1,32 1,27 1,19
2. Verarbeitendes Gewerbe 0,42 0,34 0,51 0,58 0,50 0,45 0,46 0,53 0,55 0,52 0,53 0,52 0,50
3. Verkehr 32,83 23,69 15,50 14,71 13,17 12,39 11,78 11,13 10,81 10,67 10,07 9,92 8,62
davon Straßenverkehr 32,67 23,54 15,36 14,58 13,04 12,27 11,66 11,01 10,68 10,54 9,94 9,78 8,55
4. Übrige Feuerungsanlagen 3,09 2,83 2,49 2,10 2,25 2,43 2,06 2,05 2,03 2,00 1,80 1,96 1,96
davon Gewerbe, Handel, Dienstleistung 0,74 0,73 0,63 0,50 0,55 0,60 0,50 0,50 0,49 0,50 0,40 0,39 0,37
davon Haushalte 2,28 2,04 1,78 1,51 1,63 1,76 1,48 1,47 1,45 1,44 1,33 1,50 1,53
5. Sonstige Feuerungsanlagen 0,09 0,06 0,04 0,04 0,03 0,03 0,03 0,04 0,03 0,02 0,02 0,03 0,02
B. Diffuse Emissionen aus Brennstoffen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1. Feste Brennstoffe 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Öl und Erdgas
2. Industrie 11,98 11,50 12,43 9,78 9,56 9,19 9,13 8,12 8,97 10,20 9,88 9,42 9,14
A. Mineralische Industrie 3,05 2,76 2,69 2,97 2,96 2,89 2,88 2,74 2,68 2,66 2,55 2,33 2,16
B. Chemische Industrie 7,93 7,82 8,95 5,96 5,81 5,53 5,47 4,62 5,56 6,80 6,59 6,38 6,26
C. Herstellung von Metall 0,12 0,11 0,10 0,12 0,11 0,11 0,11 0,11 0,10 0,11 0,11 0,10 0,08
D. Nichtenergetische Produkte aus Brennstoffen
G. Andere Produktherstellung und -verwendungen 0,89 0,80 0,69 0,73 0,69 0,67 0,67 0,66 0,63 0,63 0,62 0,62 0,64
H. Andere (Papier & Zellstoff, Lebensmittel)
I. Holzverarbeitung
L. Schüttgüter
3. Landwirtschaft 572,09 560,48 579,22 586,29 594,38 602,61 612,06 612,04 607,60 591,45 566,74 548,29 512,27
B. Düngerwirtschaft 256,39 256,42 251,11 252,27 257,23 259,54 262,08 261,24 259,61 259,48 254,22 251,43 249,17
D. Landwirtschaftliche Böden 315,54 302,83 325,07 330,57 334,23 339,77 346,70 347,46 344,69 328,69 309,32 293,72 259,96
L. Andere 0,16 1,23 3,04 3,45 2,92 3,31 3,28 3,34 3,30 3,27 3,20 3,14 3,14
5. Abfall 2,26 2,66 2,85 3,14 3,25 3,24 3,44 3,45 3,54 3,60 3,48 3,54 3,54
A. Abfalldeponierung
B. Biologische Behandlung von festen Abfällen 2,26 2,66 2,85 3,14 3,25 3,24 3,44 3,45 3,54 3,60 3,48 3,54 3,54
C. Abfallverbrennung
D. Abwasserbehandlung
E. Andere
Nachrichtlich 1,08 1,27 1,37 1,30 1,40 1,41 1,37 1,38 1,48 1,62 1,72 1,71 0,77
Internationaler Verkehr 1,06 1,27 1,35 1,30 1,39 1,41 1,36 1,36 1,47 1,60 1,64 1,62 0,75
Flugverkehr 1,04 1,23 1,31 1,26 1,36 1,38 1,33 1,33 1,43 1,57 1,62 1,61 0,74
Seeverkehr 0,03 0,03 0,04 0,04 0,03 0,03 0,03 0,03 0,04 0,03 0,02 0,02 0,02
Waldbrand 0,02 0,01 0,02 0,01 0,01 0,01 0,00 0,02 0,01 0,01 0,08 0,09 0,01
Seite 1
1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005
Ammoniakemissionen in der Landwirtschaft in kt 687,79 609,65 605,65 595,99 574,36 571,29 576,89 568,19 574,86 573,31 572,09 578,73 566,06 565,26 551,18 560,48
Entwicklung zum Vorjahr in % -11,36% -0,66% -1,60% -3,63% -0,53% 0,98% -1,51% 1,17% -0,27% -0,21% 1,16% -2,19% -0,14% -2,49% 1,69%
2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020
Ammoniakemissionen in der Landwirtschaft in kt 556,17 566,87 571,03 574,88 579,22 586,29 594,38 602,61 612,06 612,04 607,60 591,45 566,74 548,29 512,27
Entwicklung zum Vorjahr in % -0,77% 1,92% 0,73% 0,67% 0,76% 1,22% 1,38% 1,39% 1,57% 0,00% -0,73% -2,66% -4,18% -3,26% -6,57%
Anlage 2
Anlage 3
Inlandsabsatz von Handelsdünger
1 000 t Nährstoff
Nährstoff und Sorte 2014/ 2015
2015/
2016
2016/
2017
2017/
2018
2018/
2019
2019/
2020
2020/
2021
Stickstoff (N)
Kalkammonsalpeter 649,2 586,3 579,0 547,2 503,3 510,7 476,8
Ammonnitratharnstofflösung 172,5 170,2 171,3 145,2 135,4 129,7 133,4
Harnstoff 458,6 437,0 403,6 289,9 236,1 219,1 172,6
Andere
Einnährstoffdünger 383,8 372,7 375,9 393,3 365,2 391,8 380,3
NP-Dünger 87,2 86,8 72,8 72,1 51,6 68,6 53,2
NK- und NPK-
Dünger 71,5 57,6 56,3 49,0 50,6 52,1 49,1
Zusammen 1 822,8 1 710,6 1 658,8 1 496,6 1 342,3 1 372,1 1 265,5
Phosphat (P2O5)
Superphosphat 15,6 16,3 20,3 22,3 30,2 27,7 21,6
Andere
Einnährstoffdünger 5,1 5,7 3,7 2,6 6,2 3,8 4,2
PK-Dünger 26,9 21,5 23,2 11,1 20,6 20,3 16,8
NP- und NPK-
Dünger 253,7 244,3 183,8 172,6 144,2 195,9 149,6
Zusammen 301,2 287,8 231,1 208,5 201,2 247,8 192,2
Kali (K2O)
Kalirohsalz 9,0 6,1 6,2 5,8 5,5 4,7 5,2
Kaliumchlorid 307,0 268,7 302,6 289,0 280,9 294,9 333,1
Kaliumsulfat 24,7 25,1 23,1 26,5 27,0 28,4 27,6
PK-Dünger 47,1 36,9 40,7 21,3 42,6 40,1 32,9
NK- und NPK-
Dünger 72,1 60,9 57,5 49,0 53,6 51,4 47,7
Zusammen 459,9 397,8 430,1 391,6 409,5 419,5 446,4
Kalk (CaO))
Branntkalk 83,4 88,1 81,1 84,2 82,3 74,5 67,3
Kohlensaurer Kalk 2 044,5 1 869,0 2 120,4 2 309,3 2 244,0 2 065,8 2 194,6
Hüttenkalk) 216,9 174,8 159,8 163,8 190,0 185,9 189,1
Andere Kalkdünger 416,2 297,1 311,7 378,0 349,5 347,1 349,9
Zusammen 2 761,0 2 428,9 2 673,1 2 935,4 2 865,7 2 673,3 2 800,9
Quelle: Statistisches Bundesamt: Fachserie 4, Reihe 8.2; BMEL (723).
3060210
Anlage 4
Projektliste Programm zur Innovationsförderung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft
Förderkennzeichen Zuwendungsempfänger Projekttitel Kurzfassung Projektbeginn Projektende Bewilligungssumme [€]
1
281B303016 Technische Universität München Verbundprojekt: Reduktion von THG-
Emissionen und Ammoniak durch
optimiertes N-Management
(GreenWindows4_0) - Teilprojekt 1
Treibhausgas-Emissionen (THG-Emissionen) können durch eine Erhöhung der Stickstoffeffizienz, mit dem Ziel
hoher Erträge bei reduziertem Ressourceneinsatz, vermindert werden. Optimierungen des Stickstoffmanagements
im System Boden-Pflanze-Tier tragen wesentlich dazu bei und erlauben es sowohl Lachgas- wie auch
Ammoniakemissionen zu reduzieren. Maßnahmen, die zu einer Optimierung des N-Managements beitragen,
erhöhen somit die N-Effizienz und reduzieren THG- und Ammoniakemissionen. In diesem Projekt sollen
Managementmaßnahmen zur Optimierung der N-Düngung, insbesondere von Winterweizen und Mais, entwickelt
werten und hinsichtlich ihres Beitrags zur Minderung von THG-Emissionen bewertet werden. Die Arbeiten werden in
enger Wechselwirkung mit Landwirten durchgeführt und rückgekoppelt bewertet. Optimierungen des N-Einsatzes
und damit Reduktionen der THG-Emissionen können durch bessere Kenntnisse des im Boden vorhandenen
verfügbaren bzw. mineralisierbaren Stickstoffs, des präziseren N-Bedarfs und N-Status der Pflanzen, der Kenntnis
der Zusammensetzung und der Wirkung flüssiger organischer Wirtschaftsdünger, sowie ihrer technischen
Behandlung und ihres emissionsmindernden Einsatzes erreicht werden.
01.01.2019 31.12.2022 500.255,52
2
281B303116 AGRAVIS Technik Heide-Altmark
GmbH
Verbundprojekt: Reduktion von THG-
Emissionen und Ammoniak durch
optimiertes N-Management
(GreenWindows4_0) - Teilprojekt 2
siehe Zeile 1 01.01.2019 31.12.2022 37.567,23
3
281DP15A21 Hochschule Weihenstephan-
Triesdorf
Verbundprojekt: Optimierung und
Fertigung eines seriennahen Prototyps
zur präzisen Platzierung von
Flüssigsubstraten in Böden mit Prüfung
der Effizienzsteigerung bei Stickstoff
(LiqInject) - Teilprojekt A
Der in der Landwirtschaft eingesetzte Stickstoffdünger bildet einen zentralen Baustein, um ein stabiles
Pflanzenwachstum zu garantieren. Für die landwirtschaftlichen Betriebe bedeutet dies die Sicherung der Erträge
und der Wirtschaftlichkeit. Dem entgegen stehen die bekannten negativen Auswirkungen der Stickstoffmengen,
welche nicht durch die Pflanze aufgenommen werden, sondern entweder ausgewaschen werden und die
Nitratwerte in Gewässern erhöhen, oder in Form von Ammoniak oder Lachgas ausgasen und den Klimawandel
begünstigen. Im Vorhaben LiqInject wird ein Gerät entwickelt und zur Serienreife geführt, welches durch ein
geeignetes Ausbringverfahren - der Ablage des Düngers in einem tiefen und abgeschlossenen Depot - die
negativen Auswirkungen des Stickstoffaustrags minimiert und durch die Erhöhung der Effizienz gleichzeitig eine
Reduktion der eingesetzten Düngermenge ermöglicht. Zudem wird die Durchwurzelung der Pflanzen angeregt und
damit die Trockenresistenz des Bestands gestärkt. Zum Erreichen des Projektziels sind insgesamt vier
Arbeitspakete geplant: Die Etablierung eines Parzellenversuchsgeräts als Vorarbeit zur Durchführung der
pflanzenbaulichen Versuche bis zum wissenschaftlichen Nachweis der angesprochenen Vorteile in der
landwirtschaftlichen Praxis. Die nach dem aktuellen Stand der Vorarbeiten bestehenden technischen Lösungen
werden optimiert und zu einem serienreifen Produkt weiterentwickelt. Die dazu nötige Applikationstechnik wird
konzipiert und aufgebaut. Als Ergebnis liefert die Durchführung des Projekts ein für Landwirte und
Lohnunternehmer zur Verfügung stehendes Gerät zur Depotdüngung mit flüssigen Substraten, welches bei
minimalen negativen Auswirkungen auf die Umwelt gleichzeitig eine gesteigerte Effizienz, Ertragsstabilität und
Wirtschaftlichkeit bietet.
01.08.2022 30.09.2025 272.992,00
4
281DP15B21 Siegwald Gerätebau GmbH Verbundprojekt: Optimierung und
Fertigung eines seriennahen Prototyps
zur präzisen Platzierung von
Flüssigsubstraten in Böden mit Prüfung
der Effizienzsteigerung bei Stickstoff
(LiqInject) - Teilprojekt B
siehe Zeile 3 01.08.2022 30.09.2025 89.419,80
5
281DP15C21 Frank Walz- und Schmiedetechnik
GmbH
Verbundprojekt: Optimierung und
Fertigung eines seriennahen Prototyps
zur präzisen Platzierung von
Flüssigsubstraten in Böden mit Prüfung
der Effizienzsteigerung bei Stickstoff
(LiqInject) - Teilprojekt C
siehe Zeile 3 01.08.2022 30.09.2025 45.046,09
6
281DP15D21 Rauch Landmaschinenfabrik
Gesellschaft mit beschränkter
Haftung
Verbundprojekt: Optimierung und
Fertigung eines seriennahen Prototyps
zur präzisen Platzierung von
Flüssigsubstraten in Böden mit Prüfung
der effizienzsteigerung bei Stickstoff
(Liqinject) - Teilprojekt D
siehe Zeile 3 01.08.2022 30.09.2025 49.325,85
7
281DP15E21 cTc cultTec consulting Verbundprojekt: Optimierung und
Fertigung eines seriennahen Prototyps
zur präzisen Platzierung von
Flüssigsubstraten in Böden mit Prüfung
der Effizienzsteigerung bei Stickstoff
(LiqInject) - Teilprojekt E
siehe Zeile 3 01.08.2022 30.09.2025 33.406,14
8
281DP02C20 Hochschule Harz, Hochschule für
angewandte Wissenschaften
Verbundprojekt: N-Stabilisierung in der
Düngepraxis: Optimierung durch
Regionalisierung auf Basis
meteorologisch-edaphischer Parameter
(StaPrax-Regio) - Teilprojekt C
Im Projekt StaPrax-Regio werden hocheffiziente N-stabilisierte Düngungsstrategien auf Basis
agrarmeteorologischbodenkundlicher Standortanalysen identifiziert und über innovative Beratungstools zeitnah in die Düngepraxis
überführt. Ziel ist eine deutlich verbesserte Übertragung der vielfältigen und komplexen Vorteilseffekte der N-
stabilisierten Düngung (Minderung von N-Verlusten über alle Verlustpfade, verbesserte N-Verfügbarkeit, Förderung
von Wurzel- und Jugendentwicklung) in adäquate Steigerungen der Dünger-N- Effizienz. Vor allem im
Wintergetreide gelingt dies bislang nur unzureichend. Im Vorgängerprojekt StaPlaRes wurde nachgewiesen, dass
bei optimaler Adaption N-stabilisierter Düngungsstrategien an Standort- und Witterungskonstellationen eine
deutliche Effizienzsteigerung erreicht werden kann. Dieses Potenzial wird in einem flächendeckenden Ansatz
erschlossen. Folgende Arbeitsschritte und Teilprojekte (TP) sind geplant: TP 1: Durchführung praxisnaher
Feldversuche in den wichtigsten Getreidekulturen auf insgesamt ca. 20 Ackerbaustandorten zur Prüfung
verschiedener stabilisierter Düngungsstrategien; TP 2: agrarmeteorologische Begleituntersuchungen; TP 3:
bodenkundliche Begleituntersuchungen; TP 4: Identifikation vorzüglicher Düngungsstrategien und Beschreibung der
standörtlichen meteorologisch-edaphischen Steuerfaktoren; TP 5: GIS-gestützte Visualisierung des Outputs aus TP
1-4 in Form hochaufgelöster Karten zu düngungsrelevanten Standortparametern (Verlustpotenziale, N-
Verfügbarkeitsprognosen) und zielführenden Düngestrategien; TP 6: Integration des Outputs aus TP 1-5 in neue
und bestehende Beratungstools (BESyD, ISABEL, regionalisierte SKWP-Fachberatung). Das Projekt leistet damit
einen substanziellen Beitrag zum ökonomischen und ökologischen Ressourcenschutz, zur Erhöhung von
Marktanteilen stabilisierter Dünger sowie zur Akzeptanz und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft.
12.01.2021 31.01.2024 120.577,48
9
281DP02D20 Sächsisches Landesamt für
Umwelt, Landwirtschaft und
Geologie
Verbundprojekt: N-Stabilisierung in der
Düngepraxis: Optimierung durch
Regionalisierung auf Basis
meteorologisch-edaphischer Parameter
(StaPrax-Regio) - Teilprojekt D
siehe Zeile 8 12.01.2021 31.01.2024 66.683,02
10
281DP02B20 Deutscher Wetterdienst (DWD) Verbundprojekt: N-Stabilisierung in der
Düngepraxis: Optimierung durch
Regionalisierung auf Basis
meteorologisch-edaphischer Parameter
(StaPrax-Regio) - Teilprojekt B
siehe Zeile 8 12.01.2021 31.01.2024 318.496,92
11
281DP02A20 SKW Stickstoffwerke Piesteritz
GmbH
Verbundprojekt: N-Stabilisierung in der
Düngepraxis: Optimierung durch
Regionalisierung auf Basis
meteorologisch-edaphischer Parameter
(StaPrax-Regio) - Teilprojekt A
siehe Zeile 8 12.01.2021 31.01.2024 166.733,85
12
281B200716 Christian-Albrechts-Universität zu
Kiel
Verbundprojekt: Minderung von
Treibhausgasemissionen in der
Pflanzenproduktion durch
standortangepasst optimierte
Zwischenfruchtanbausysteme (THG-
ZWIFRU) – Teilprojekt 1
Zwischenfruchtanbau in ackerbaulichen Produktionssystemen kann potentiell zu einer Minderung der THG-
Emissionen führen. Dieser Effekt ist jedoch quantitativ zurzeit nur schwer abzuschätzen und wird nur dann optimal
realisiert, wenn in den Folgefrüchten eine Minderung der Stickstoffdüngung ohne Ertragsrückgang erreicht werden
kann. Das Projekt THG-ZWIFRU verfolgt daher das Ziel, die Kenntnisse zur Treibhausgasemissionsminderung
durch Zwischenfruchtanbau zu verbessern und gleichzeitig Landwirten eine verbesserte Grundlage zur Ausnutzung
temporär in Zwischenfrüchten gespeicherter Stickstoffmengen durch eine präzisere Abschätzung der N-Freisetzung
zu ermöglichen.
10.08.2018 31.12.2022 474.116,58
13
281B200816 Universität Hohenheim Verbundprojekt: Minderung von
Treibhausgasemissionen in der
Pflanzenproduktion durch
standortangepasst optimierte
Zwischenfruchtanbausysteme (THG-
ZWIFRU) – Teilprojekt 2
siehe Zeile 12 10.08.2018 31.12.2022 304.284,77
14
281B200916 Georg-August-Universität Göttingen Verbundprojekt: Minderung von
Treibhausgasemissionen in der
Pflanzenproduktion durch
standortangepasst optimierte
Zwischenfruchtanbausysteme (THG-
ZWIFRU) – Teilprojekt 3
siehe Zeile 12 10.08.2018 31.12.2022 254.043,83
15
281B201016 P. H. Petersen Saatzucht
Lundsgaard GmbH
Verbundprojekt: Minderung von
Treibhausgasemissionen in der
Pflanzenproduktion durch
standortangepasst optimierte
Zwischenfruchtanbausysteme (THG-
ZWIFRU) – Teilprojekt 4
siehe Zeile 12 10.08.2018 31.12.2022 240.906,47
16
281B201116 Johann Heinrich von Thünen-
Institut Bundesforschungsinstitut für
Ländliche Räume, Wald und
Fischerei
Verbundprojekt: Minderung von
Treibhausgasemissionen in der
Pflanzenproduktion durch
standortangepasst optimierte
Zwischenfruchtanbausysteme (THG-
ZWIFRU) – Teilprojekt 5
siehe Zeile 12 10.08.2018 31.12.2022 291.063,28
17
281B201216 Verein der Zuckerindustrie e.V. -
Institut für Zuckerrübenforschung
Verbundprojekt: Minderung von
Treibhausgasemissionen in der
Pflanzenproduktion durch
standortangepasst optimierte
Zwischenfruchtanbausysteme (THG-
ZWIFRU) – Teilprojekt 6
siehe Zeile 12 10.08.2018 31.12.2022 391.000,11
18
281B201316 Landwirtschaftskammer
Niedersachsen
Verbundprojekt: Minderung von
Treibhausgasemissionen in der
Pflanzenproduktion durch
standortangepasst optimierte
Zwischenfruchtanbausysteme (THG-
ZWIFRU) – Teilprojekt 7
siehe Zeile 12 10.08.2018 31.12.2022 139.009,28
19
2813IP030 SKW Stickstoffwerke Piesteritz
GmbH
Verbundprojekt: Praktische Anwendung
einer Ureaseinhibitor-Formulierung zur
Minderung von Ammoniakemissionen in
Ställen für eine nachhaltige, tier- und
umweltgerechte Rinderhaltung (Prax-
REDUCE) - Teilprojekt 1
Nachdem im Förderprojekt REDUCE (FKZ: 28-RZ-3-72.030; 28-RF-3-72.031) eindeutig nachgewiesen wurde, dass
Ammoniakemissionen (NH3-Emissionen) um 40 bis 60 % durch den Einsatz eines Ureaseinhibitors (UI) unter
praxisnahen Bedingungen in Rinderställen reduziert werden und eine einsatzfähige UI-Formulierung verfügbar ist,
sollen mit dem Projekt Prax-REDUCE die letzten notwendigen Voraussetzungen für die Überführung der UI-
Anwendung in die breite landwirtschaftliche Praxis (Rinderhaltung) geschaffen werden. Damit soll eine praktikable,
gut zu kontrollierende und dokumentierende Maßnahme zur NH3-Emissionsminderung zur Marktreife gebracht
werden, die problemlos in verschiedenen Arten von bestehenden und/oder neu zu errichtenden (Milchvieh-)Ställen
einsetzbar ist. Die angestrebte Komplettlösung, bestehend aus UI-Formulierung + Dosier-, Misch-, Befüll- und
Applikationstechnik, ist ein weltweit neuer, innovativer Ansatz mit sehr hohem Minderungspotential. Damit kann ein
essentieller Beitrag zur tatsächlichen Erreichung und Einhaltung der von Deutschland eingegangenen
Verpflichtungen laut Richtlinie (EU) 2016/2284 über die Reduktion der nationalen Emissionen bestimmter
Luftschadstoffe geleistet werden (Ammoniakemissionen: um 5 % in den Jahren 2020 bis 2029, um 29 % ab 2030).
01.04.2020 31.05.2023 202.953,85
20
2813IP031 agrotop GmbH Verbundprojekt: Praktische Anwendung
einer Ureaseinhibitor-Formulierung zur
Minderung von Ammoniakemissionen in
Ställen für eine nachhaltige, tier- und
umweltgerechte Rinderhaltung (Prax-
REDUCE) - Teilprojekt 2
siehe Zeile 19 01.04.2020 31.05.2023 134.253,12
21
2813IP032 BETEBE GmbH Verbundprojekt: Praktische Anwendung
einer Ureaseinhibitor-Formulierung zur
Minderung von Ammoniakemissionen in
Ställen für eine nachhaltige, tier- und
umweltgerechte Rinderhaltung (Prax-
REDUCE) - Teilprojekt 3
siehe Zeile 19 01.04.2020 31.05.2023 109.026,49
22
2813IP033 Christian-Albrechts-Universität zu
Kiel
Verbundprojekt: Praktische Anwendung
einer Ureaseinhibitor-Formulierung zur
Minderung von Ammoniakemissionen in
Ställen für eine nachhaltige, tier- und
umweltgerechte Rinderhaltung (Prax-
REDUCE) - Teilprojekt 4
siehe Zeile 19 01.04.2020 31.05.2023 387.155,01
23
2813IP034 Landesanstalt für Landwirtschaft
und Gartenbau Sachsen-Anhalt
(LLG)
Verbundprojekt: Praktische Anwendung
einer Ureaseinhibitor-Formulierung zur
Minderung von Ammoniakemissionen in
Ställen für eine nachhaltige, tier- und
umweltgerechte Rinderhaltung (Prax-
REDUCE) - Teilprojekt 5
siehe Zeile 19 01.04.2020 31.05.2023 153.621,89
24
2813IP035 Landwirtschaftskammer Schleswig-
Holstein
Verbundprojekt: Praktische Anwendung
einer Ureaseinhibitor-Formulierung zur
Minderung von Ammoniakemissionen in
Ställen für eine nachhaltige, tier- und
umweltgerechte Rinderhaltung (Prax-
REDUCE) - Teilprojekt 6
siehe Zeile 19 01.04.2020 31.05.2023 156.395,70
25
2813IP036 Julius Kühn-Institut
Bundesforschungsinstitut für
Kulturpflanzen (JKI)
Verbundprojekt: Praktische Anwendung
einer Ureaseinhibitor-Formulierung zur
Minderung von Ammoniakemissionen in
Ställen für eine nachhaltige, tier- und
umweltgerechte Rinderhaltung (Prax-
REDUCE) - Teilprojekt 7
siehe Zeile 19 01.04.2020 31.05.2023 365.232,33
26
281B102316 Rheinische Friedrich-Wilhelms-
Universität Bonn
Verbundprojekt: Entwicklung einer
Nachrüstlösung zur Säure-Applikation in
Flüssigmistkanälen von Tierställen (SAFT)
- Teilprojekt 1
Das übergeordnete Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer Technologie zur Minderung der Ammoniak- (NH3)
und Methan- (CH4) Emissionen aus der Tierhaltung, speziell aus der Lagerung von Flüssigmist in Tierställen. Durch
Ansäuern des Flüssigmistes mit einer starken Säure (z. B. Schwefelsäure) wird der pH-Wert unter 5,5 gesenkt, so
dass es zu einer Verschiebung des NH4+/NH3-Gleichgewichts kommt und kein NH3 mehr vorliegt, das gasförmig
entweichen könnte. Hierdurch bleibt der Düngewert des Stickstoffs im Flüssigmist bis zum Acker verlustfrei erhalten.
Durch die pH-Wert-Verschiebung werden die typischen Mikroorganismen im Flüssigmist inaktiviert, die sich in den
Ausscheidungen befinden bzw. sich im Flüssigmistkanal ansiedeln. Hierunter befinden sich auch methanbildende
Mikroorganismen, die insbesondere in den tieferen anaeroben Schichten vorkommen. Durch die mikrobielle
Hemmung ist auch eine deutlich reduzierte Methanbildung und somit eine Emissionsminderung auf Stallebene zu
erwarten. Die zu entwickelnde Technologie soll aus fünf Komponenten bestehen: - Sichere und
anwenderfreundliche Logistik und Handhabung konzentrierter Säure zur Applikation in den Flüssigmist, der unter
den Tieren im Stall lagert; - Schutzbeschichtungen für neue und existierende Flüssigmistkanäle aus Beton durch
Kunststoff-Farbanstrich oder Kunstharz-Anstriche; Verteilung der Säure im Flüssigmist zur Einstellung eines
homogenen pH-Wertes; - Messtechnik zur kontinuierlichen pH-Wert-Ermittlung des Flüssigmists; - Prozesscomputer
zur Datenerfassung und -verarbeitung sowie zur Steuerung der Säureapplikation (Steuerung und Dokumentation
der Mengen und Zeitpunkte).
01.09.2018 31.12.2022 274.967,72
27
281B102416 Hagronic GmbH & Co. KG Verbundprojekt: Entwicklung einer
Nachrüstlösung zur Säure-Applikation in
Flüssigmistkanälen von Tierställen (SAFT)
- Teilprojekt 2
siehe Zeile 26 01.09.2018 31.12.2022 364.154,99
28
281B102516 S F - Soepenberg GmbH Verbundprojekt: Entwicklung einer
Nachrüstlösung zur Säure-Applikation in
Flüssigmistkanälen von Tierställen (SAFT)
- Teilprojekt 3
siehe Zeile 26 01.09.2018 31.12.2022 247.231,21
29
281B103016 S F - Soepenberg GmbH Verbundprojekt: Effiziente
Güllebehandlung reduziert Ammoniak-
und Methanemissionen sowie
Güllelagerkapazitäten bei gleichzeitigem
P-Recycling (ASAP) - Teilprojekt 1
Das Projekt soll im Versuchsmaßstab ein Verfahren untersuchen, welches folgende Eigenschaften ausweist: - Stark
reduzierte NH3-Emissionen während der externen Güllelagerung durch Alkalisierung und anschließendem
batchweisen Strippen der Gülle und Produktion von Ammoniumsulfat als Mineraldünger - Unterbindung der
Methanneubildung in der Gülle - Möglichkeit zur Herstellung von P-Fällungsprodukten, die als Düngemittel geeignet
sind und einer flüssigen K-haltigen sowie N- und P-armen Phase
09.08.2018 31.12.2022 289.088,97
30
281B103116 Rheinische Friedrich-Wilhelms-
Universität Bonn
Verbundprojekt: Effiziente
Güllebehandlung reduziert Ammoniak-
und Methanemissionen sowie
Güllelagerkapazitäten bei gleichzeitigem
P-Recycling (ASAP) - Teilprojekt 2
siehe Zeile 29 09.08.2018 31.12.2022 185.300,63
31
281B103216 Hochschule Magdeburg-Stendal
(FH)
Verbundprojekt: Effiziente
Güllebehandlung reduziert Ammoniak-
und Methanemissionen sowie
Güllelagerkapazitäten bei gleichzeitigem
P-Precycling (ASAP) - Teilprojekt 3
siehe Zeile 29 09.08.2018 31.12.2022 237.265,61
32
281B101516 Forschungsinstitut für
Nutztierbiologie (FBN)
Verbundprojekt: Biomarker für die
ruminale und endogene N-Utilisation zur
Reduktion der N-Emission (BlueCow) -
Teilprojekt 1
Ziel dieses Projektes ist es, Stickstoff-Emissionsminderungspotentiale durch Nutzung der genetischen Diversität für
den Milchharnstoffgehalt durch Verwendung Genom- und Mikrobiom-basierter tierzüchterischer Maßnahmen in
Kombination mit Fütterung einer Niedrigproteinration auszuschöpfen, um so das Stickstoff-Recycling und die
Stickstoff-Effizienz bei Milchkühen zu verbessern.
01.07.2018 30.09.2022 590.994,14
33
281B101616 Vereinigte Informationssysteme
Tierhaltung w.V. (vit)
Verbundprojekt: Biomarker für die
ruminale und endogene N-Utilisation zur
Reduktion der N-Emission (BlueCow) -
Teilprojekt 2
siehe Zeile 32 01.07.2018 30.09.2022 128.596,88
34
281B101716 Milchkontroll- und
Rinderzuchtverband eG
Verbundprojekt: Biomarker für die
ruminale und endogene N-Utilisation zur
Reduktion der N-Emission (BlueCow) -
Teilprojekt 3
siehe Zeile 32 01.07.2018 30.09.2022 944,73
35
281B100116 Deutscher Verband für Leistungs-
und Qualitätsprüfungen e.V. (DLQ)
Verbundprojekt: Senkung der Methan-
und Stickstoffemissionen in der
Milcherzeugung durch innovatives
Fütterungscontrolling und -management
(ReMissionDairy) - Teilprojekt 1
Strategien zur Steigerung der Effizienz und Minimierung von Klima- und Umweltwirkungen werden angesichts der
weltweiten Klimaänderungen von der Landwirtschaft und speziell der tierischen Produktion gefordert. Ziel von
ReMissionDairy ist, mittels moderner, vernetzter Technologien praxistaugliche Anwendungen zum
Fütterungscontrolling und -management zu entwickeln, die den Milchviehhalter bei der Kontrolle und Optimierung
der Produktionseffizienz und damit der Emissionswirkung seines Betriebes unterstützen. Hierfür werden
systematische, standardisierte Datenerhebungen, die die Stoffströme im milchproduzierenden Betrieb sowie
Mengen und Inhaltsstoffe von Futter und Milch umfassen, über einen Zeitraum von 24 Monaten in 30 Pilotbetrieben
aus verschiedenen Regionen Deutschlands und mit unterschiedlichen Rationsgestaltungen durchgeführt. Durch
Verknüpfung mit aus Routineuntersuchungen der Milchleistungs- und Milchgüteprüfung hervorgehenden und
betrieblichen Daten sollen vorhandene Informationen optimal genutzt und verfügbare Algorithmen zur Einschätzung
der Emissionswirkung überprüft und gegebenenfalls weiter verfeinert werden. Anknüpfungspunkte an bestehende
Datenerfassungssysteme und der damit sichergestellte hohe Abdeckungsgrad im deutschen Milchrindersektor (rund
4 Mio. Kühe) tragen zusammen mit unterstützenden Maßnahmen zum Wissenstransfer in die Praxis dazu bei, dass
Optimierungspotenzial maximal erschlossen werden kann. Eine zentrale Rolle spielt im Projekt die Bereitstellung
des Prototyps einer Web-Plattform, über die jeweils aktuelle Analyseergebnisse, Effizienz-Kennzahlen und Methan-
Emissionsschätzwerte als Basis für innovatives Controlling und Management der Fütterung bereitstehen. Im
Milchviehbetrieb bereits vorliegende Daten und Auswertungen werden hiermit bedarfsgerecht und zukunftsorientiert
ergänzt und aufgewertet, so dass mit ReMissionDairy ein Beitrag zur Steigerung der Produktionseffizienz und zur
Senkung der Emissionen der Milcherzeugung leistet wird.
15.08.2018 31.12.2022 137.937,37
36
281B100216 Christian-Albrechts-Universität zu
Kiel
Verbundprojekt: Senkung der Methan-
und Stickstoffemissionen in der
Milcherzeugung durch innovatives
Fütterungscontrolling und -management
(ReMissionDairy) - Teilprojekt 2
siehe Zeile 35 15.08.2018 31.12.2022 365.412,75
37
281B100316 Agrosom GmbH Verbundprojekt: Senkung der Methan-
und Stickstoffemissionen in der
Milcherzeugung durch innovatives
Fütterungscontrolling und -management
(ReMissionDairy) - Teilprojekt 3
siehe Zeile 35 15.08.2018 31.12.2022 197.325,84
38
281B100416 fodjan Gmbh Verbundprojekt: Senkung der Methan-
und Stickstoffemissionen in der
Milcherzeugung durch innovatives
Fütterungscontrolling und -management
(ReMissionDairy) - Teilprojekt 4
siehe Zeile 35 15.08.2018 31.12.2022 355.091,88
39
281B100516 Landeskontrollverband Weser -
Ems e. V.
Verbundprojekt: Senkung der Methan-
und Stickstoffemissionen in der
Milcherzeugung durch innovatives
Fütterungscontrolling und -management
(ReMissionDairy) - Teilprojekt 5
siehe Zeile 35 15.08.2018 31.12.2022 143.979,59
40
281B100616 Landesverband Baden-
Württemberg für Leistungs- und
Qualitätsprüfungen in der Tierzucht
e.V.
Verbundprojekt: Senkung der Methan-
und Stickstoffemissionen in der
Milcherzeugung durch innovatives
Fütterungscontrolling und -management
(ReMissionDairy) - Teilprojekt 6
siehe Zeile 35 15.08.2018 31.12.2022 380.376,68
41
281B100716 Milchkontroll- und
Rinderzuchtverband eG
Verbundprojekt: Senkung der Methan-
und Stickstoffemissionen in der
Milcherzeugung durch innovatives
Fütterungscontrolling und -management
(ReMissionDairy) - Teilprojekt 7
siehe Zeile 35 15.08.2018 31.12.2022 37.326,74
42
281B100816 Sächsischer Landeskontrollverband
e.V.
Verbundprojekt: Senkung der Methan-
und Stickstoffemissionen in der
Milcherzeugung durch innovatives
Fütterungscontrolling und -management
(ReMissionDairy) - Teilprojekt 8
siehe Zeile 35 15.08.2018 31.12.2022 125.899,97
43
281B100916 Vereinigte Informationssysteme
Tierhaltung w.V. (vit)
Verbundprojekt: Senkung der Methan-
und Stickstoffemissionen in der
Milcherzeugung durch innovatives
Fütterungscontrolling und -management
(ReMissionDairy) - Teilprojekt 9
siehe Zeile 35 15.08.2018 31.12.2022 381.527,21
Aktuell laufende Bktm:
D3 Bekanntmachung
über die Förderung von Innovationen zur Verbesserung
der Nährstoffeffizienz und Emissionsminderung in der Landwirtschaft
im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung
vom 14. Februar 2022
Bearbeitungsstand:
Zum Fristende am 15. Juni 2022 sind 19 Projektskizzen mit 76 Teilprojekten und einem beantragten Fördervolumen von 18,7 Mio. Euro eingegangen.
Die Sortierung nach Schwerpunkten und Clustern ist erfolgt. Im nächsten Schritt erfolgt die fachliche Bewertung der Skizzen in der BLE durch ausgewiesene Expertinnen und Experten
zur Ermittlung förderwürdiger Skizzen.
Projektliste Innovationsförderung aus Mitteln des Zweckvermögens des Bundes bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank
Förderkennzeichen Zuwendungsempfänger Projekttitel Kurzfassung Projektbeginn Projektende Bewilligungssumme [€]
1
28RZ4062 Johann Heinrich von Thünen-
Institut Bundesforschungsinstitut
für Ländliche Räume, Wald und
Fischerei
Verbundprojekt: Minderung von NH3-
Verlusten und Steigerung der
Stickstoffeffizienz beim Einsatz
synthetischer Stickstoffdünger (NH3-Min) -
Teilprojekt 1
Die Landwirtschaft steht vor der Herausforderung, zielgenaue und effiziente Maßnahmen zur NH3-
Emissionsminderung auf den Weg zu bringen, die Effizienz des Stickstoffeinsatzes zu verbessern, sich an den
Klimawandel anzupassen und dabei nachhaltig hohe Erträge zu sichern. Rund 15% der NH3-Emissionen der
Landwirtschaft stammen aus dem Einsatz synthetischer Stickstoffdünger. Die Emissionen belasten Umwelt, Klima
und Gesundheit und sie schmälern die Düngewirkung. Der Forschungsverbund analysiert und bewertet
Maßnahmen zur Minderung der NH3-Emission aus der Anwendung synthetischer Stickstoffdünger und zur
Steigerung der Effizienz ihrer Anwendung. Im Zentrum der Untersuchungen stehen die Stickstoffdünger Harnstoff,
Kalkammonsalpeter, Ammoniumnitrat-Harnstoff-Lösung und Ammoniumsulfat-Harnstoff, die zusammen für über
85% der NH3-Emission aus in Deutschland eingesetzten synthetischen Stickstoffdüngern verantwortlich sind und
die ca. 70% des ausgebrachten Stickstoffs mit synthetischen Düngern stellen. Die Bewertung erfolgt auf der
Grundlage von verschiedenen NH3-Messsystemen, deren quantitative Genauigkeit durch den Verbund geprüft und
gesichert wird. Es werden Empfehlungen erarbeitet wie die Landwirtschaft die Anwendung synthetischer
Stickstoffdünger im Kontext der Steigerung der Stickstoffeffizienz und Ertragssicherung optimieren und gleichzeitig
umwelt-, klima- und gesundheitsbelastende Emissionen verringern kann. Das Verbundprojekt umfasst sowohl ein
deutschlandweites Netzwerk abgestimmter Feldexperimente zur Bewertung von Düngestrategien im Kontext der
Ammoniakemissionsminderung, Stickstoffeffizienz und Ertragssicherheit als auch den Wissenstransfer in die Praxis.
18.03.2020 31.03.2024 774.738,98
2
28RZ4064 Kuratorium für Technik und
Bauwesen in der Landwirtschaft
(KTBL)
Verbundprojekt: Minderung von NH3-
Verlusten und Steigerung der
Stickstoffeffizienz beim Einsatz
synthetischer Stickstoffdünger (NH3-Min) -
Teilprojekt 3
siehe Zeile 1 31.03.2020 31.03.2024 146.808,00
3
28RZ4065 Christian-Albrechts-Universität zu
Kiel
Verbundprojekt: Minderung von NH3-
Verlusten und Steigerung der
Stickstoffeffizienz beim Einsatz
synthetischer Stickstoffdünger (NH3-Min) -
Teilprojekt 4
siehe Zeile 1 18.03.2020 31.03.2024 506.898,97
4
28RZ4066 Forschungszentrum Jülich GmbH Verbundprojekt: Minderung von NH3-
Verlusten und Steigerung der
Stickstoffeffizienz beim Einsatz
synthetischer Stickstoffdünger - (NH3-
Min) -Teilprojekt 5
siehe Zeile 1 18.03.2020 31.03.2024 484.135,62
5
28RZ4067 Technische Universität Berlin Verbundprojekt: Minderung von NH3-
Verlusten und Steigerung der
Stickstoffeffizienz beim Einsatz
synthetischer Stickstoffdünger (NH3-Min) -
Teilprojekt 6
siehe Zeile 1 18.03.2020 31.03.2024 691.843,00
6
28RZ4068 Bayerische Landesanstalt für
Landwirtschaft (LfL)
Verbundprojekt: Minderung von NH3-
Verlusten und Steigerung der
Stickstoffeffizienz beim Einsatz
synthetischer Stickstoffdünger (NH3-Min) -
Teilprojekt 7
siehe Zeile 1 18.03.2020 31.03.2024 235.679,23
7
28RZ4069 Universität Hohenheim Verbundprojekt: Minderung von NH3-
Verlusten und Steigerung der
Stickstoffeffizienz beim Einsatz
synthetischer Stickstoffdünger (NH3-Min) -
Teilprojekt 8
siehe Zeile 1 19.03.2020 31.03.2024 530.753,20
8
28RZ4070 IGLU - Ingenieurgemeinschaft für
Landwirtschaft und Umwelt GbR
Verbundprojekt: Minderung von NH3-
Verlusten und Steigerung der
Stickstoffeffizienz beim Einsatz
synthetischer Stickstoffdünger -
Teilprojekt 9
siehe Zeile 1 19.03.2020 31.03.2024 169.560,00
9
28RZ4073 Technische Universität München Verbundprojekt: Minderung von NH3-
Verlusten und Steigerung der
Stickstoffeffizienz beim Einsatz
synthetischer Stickstoffdünger (NH3-Min) -
Teilprojekt 12
siehe Zeile 1 01.01.2021 31.03.2024 319.632,73
10
28RZ3062 Kuratorium für Technik und
Bauwesen in der Landwirtschaft
(KTBL)
Verbundprojekt: Untersuchung der
Wirksamkeit verfahrensintegrierter,
baulich-technischer Maßnahmen zur
Minderung der Emissionen von
Ammoniak, Geruch und Methan in der
Schweine- und Milchviehhaltung und
Einrichten einer Datenplattform (EmiMin) -
Teilprojekt 1
Im Rahmen des Verbundvorhabens 'Emissionsminderung Nutztierhaltung - Einzelmaßnahmen' (EmiMin) werden
verfügbare, ausgewählte verfahrensintegrierte, baulich-technische Maßnahmen zur Emissionsminderung in Ställen
der Nutztierhaltung hinsichtlich ihrer Wirksamkeit unter deutschen Produktionsbedingungen untersucht und
Emissionsminderungsgrade bzw. -faktoren für Ammoniak, Geruch und Methan abgeleitet. Die Untersuchungen
erfolgen auf Grundlage des international abgestimmten VERA-Messprotokolls und umfassen Maßnahmen und
Maßnahmenkombinationen sowie deren Optimierung in zwangsgelüfteten Ställen der Zucht- und
Mastschweinehaltung, bei frei gelüfteten Ställen mit Auslauf für die Mastschweinehaltung sowie in frei gelüfteten
Milchviehställen. Für die Untersuchung der Emissionsminderung bei Ausläufen von Ställen wird die Messmethodik
mit künstlichem Tracergas weiterentwickelt und angepasst. Die Ergebnisse und Daten des Verbundvorhabens
werden in einer Forschungsdatenbank und im Fachrepositorium Lebenswissenschaften veröffentlicht und für
weitere Forschungszwecke zur Verfügung gestellt. Datenaufbereitung und Veröffentlichung werden
projektbegleitend mit einem Datenmanagementplan unterstützt.
01.07.2018 30.06.2023 1.066.351,63
11
28RZ3063 Christian-Albrechts-Universität zu
Kiel
Verbundprojekt: Untersuchung der
Wirksamkeit verfahrensintegrierter,
baulich-technischer Maßnahmen zur
Minderung der Emissionen von
Ammoniak, Geruch und Methan in der
Schweine- und Milchviehhaltung und
Einrichten einer Datenplattform (EmiMin) -
Teilprojekt 2
siehe Zeile 10 01.07.2018 30.06.2023 3.154.832,82
12
28RZ3064 Universität Hohenheim Verbundprojekt: Untersuchung der
Wirksamkeit verfahrensintegrierter,
baulich-technischer Maßnahmen zur
Minderung der Emissionen von
Ammoniak, Geruch und Methan in der
Schweine- und Milchviehhaltung und
Einrichten einer Datenplattform (EmiMin) -
Teilprojekt 3
siehe Zeile 10 01.07.2018 30.06.2023 2.052.594,00
13
28RZ3065 Leibniz-Institut für Agrartechnik
und Bioökonomie e. V. (ATB)
Verbundprojekt: Untersuchung der
Wirksamkeit verfahrensintegrierter,
baulich-technischer Maßnahmen zur
Minderung der Emissionen von
Ammoniak, Geruch und Methan in der
Schweine- und Milchviehhaltung und
Einrichten einer Datenplattform (EmiMin) -
Teilprojekt 4
siehe Zeile 10 01.07.2018 30.06.2023 1.669.722,00
14
28RZ3066 Rheinische Friedrich-Wilhelms-
Universität Bonn
Verbundprojekt: Untersuchung der
Wirksamkeit verfahrensintegrierter,
baulich-technischer Maßnahmen zur
Minderung der Emissionen von
Ammoniak, Geruch und Methan in der
Schweine- und Milchviehhaltung und
Einrichten einer Datenplattform (EmiMin) -
Teilprojekt 5
siehe Zeile 10 01.07.2018 30.06.2023 1.281.135,98
15
28RZ3067 Deutsche Zentralbibliothek für
Medizin (ZB MED)
Verbundprojekt: Untersuchung der
Wirksamkeit verfahrensintegrierter,
baulich-technischer Maßnahmen zur
Minderung der Emissionen von
Ammoniak, Geruch und Methan in der
Schweine- und Milchviehhaltung und
Einrichten einer Datenplattform (EminMin)
- Teilprojekt 6
siehe Zeile 10 01.07.2018 30.06.2023 97.278,00
16
28RZ3078 Friedrich-Loeffler-Institut
Bundesforschungsinstitut für
Tiergesundheit
Verbundprojekt: Mehr Tierwohl und
geringere Emissionen durch intelligente
Schweine in innovative Ställen
(MeTEmSiS) - Teilprojekt 1
Das Ziel des Vorhabens ist es, das Tierwohl in der Haltung von Mastschweinen signifikant zu verbessern und
gleichzeitig die Zielkonflikte zwischen Tierwohl und Umweltschutz durch intelligente stalltechnische Verfahren unter
Nutzung der kognitiven Fähigkeiten der Tiere zu reduzieren.Das Ziel soll in mit ineinandergreifenden
Arbeitsschritten erreicht werden: 1. Stalltechnische Optimierung der Strukturierung der Haltung von Mastschweinen
in einen Auslauf mit Einstreu- und Wühlbereich, Liegebereiche sowie flächenbegrenzte Kot-/Harnbereiche 2.
Entwicklung von Methoden (operante Konditionierung) und entsprechender technischer Einrichtungen zum
automatischen Training der Tiere, durch die ein Auslauf mit einem zwangsgelüfteten Stall kombiniert werden kann.
3. Optimierung der Akzeptanz der Kotbereiche zur Reduktion der emissionswirksamen Oberflächen. 4. Entwicklung
wartungsarmer und robuster technischer Verfahren zur Kot-Harn-Trennung.
15.01.2019 31.03.2023 147.458,00
17
28RZ3079 Hagronic GmbH & Co. KG Verbundprojekt: Mehr Tierwohl und
geringere Emissionen durch intelligente
Schweine in innovative Ställen
(MeTEmSiS) - Teilprojekt 1
siehe Zeile 16 15.01.2019 31.03.2023 230.866,68
Projektliste Bundesprogramm Nutztierhaltung
Förderkennzeichen Zuwendungsempfänger Projekttitel Kurzfassung Projektbeginn Projektende Bewilligungssumme [€]
1
28N1800002 Rheinische Friedrich-Wilhelms-
Universität Bonn
Untersuchung der Tierwohl-Umwelt-
Interaktion bei Milchkühen (TUI-Milchkuh) -
Teilprojekt 1
Im Rahmen der aktuell in Deutschland diskutierten Minderung der Ammoniakemissionen und der Gestaltung von
Bodenoberflächen (Stallböden) innerhalb der Laufställe, sowie Fragestellungen zu Faktoren des Tierwohls, bietet
dieses Forschungsvorhaben eine gemeinsame Schnittmenge. Die durch die Exkremente der Tiere verschmutzten
Stallböden sind hauptsächlich für die Emissionen von Ammoniak aus der Stallung verantwortlich. Weiterhin dient
der Stallboden den Tieren als Lauffläche und soll den Tieren auch unter Dauerbelastungen einen rutschfesten und
sicheren Tritt bieten. Das Aktivitätsverhalten und die Klauengesundheit sind von der Bodengestaltung abhängig.
Der Merkmalskomplex 'Lahmheiten' als dritthäufigste Abgangsursache in deutschen Milchviehbetrieben spielt neben
den Faktoren Tierwohl und Tiergesundheit bei der Bodengestaltung auch eine wichtige wirtschaftliche Rolle; mit
steigender Bedeutung für die Langlebigkeit der Tiere und der davon abhängigen Remontierungskosten. Derzeit
finden keine Untersuchungen zu den Interaktionen dieser Zielgrößen statt. Das Versuchs- und Bildungszentrum
Landwirtschaft Haus Riswick der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen plant deshalb einen Milchviehstall-
Neubau, um seine Untersuchungsmöglichkeiten zu erweitern und auf einzigartige Fragestellungen auszurichten.
Der Fokus liegt hierbei auf den Wechselbeziehungen zwischen Tierwohl und Umweltschutz in der Milchviehhaltung.
Gleichzeitig soll der Stall an diesem Versuchsstandort eine wichtige Demonstrationsaufgabe erfüllen, weil viele
investitionsinteressierte Landwirte Haus Riswick aufsuchen, um beispielhafte Neu- und Umbaulösungen zu
besichtigen und mit Fachleuten zu diskutieren. Ziel dieses Vorhabens ist es daher, die drei Faktoren 'wenig
Emissionen, hoher Laufkomfort und langlebige Kühe' in einer dreijährigen Untersuchungsphase zu berücksichtigen.
Hierbei entstehen in dem neuen Versuchsstall wichtige Beiträge und Lösungen zur Entscheidungsfindung in
Wissenschaft, Beratung und Praxis.
01.01.2020 31.03.2025 387.666,87
2
28N1800003 Stiftung Tierärztliche Hochschule
Hannover
Untersuchung der Tierwohl-Umwelt-
Interaktion bei Milchkühen (TUI-Milchkuh) -
Teilprojekt 2
siehe Zeile 1 01.01.2020 31.03.2025 154.038,00
3
28N1800004 Landwirtschaftskammer Nordrhein-
Westfalen
Untersuchung der Tierwohl-Umwelt-
Interaktion bei Milchkühen (TUI-Milchkuh) -
Teilprojekt 3
siehe Zeile 1 01.01.2020 31.03.2025 2.388.470,22
4
28N200101 Johann Heinrich von Thünen-
Institut Bundesforschungsinstitut für
Ländliche Räume, Wald und
Fischerei
Beurteilung der Funktionssicherheit und
Reinigungsleistung eignungsgeprüfter
Abluftreinigungsanlagen in der
Schweinehaltung anhand von
Praxisanlagen im Bundesgebiet
(Aratranzgut)
Ziel des Projektes ist es, die Funktionsfähigkeit und die Reinigungsleistung eignungsgeprüfter
Abluftreinigungsanlagen in der Praxis zu untersuchen, den aktuellen Sachstand zu dokumentieren und
Optimierungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Zu diesem Zweck sollen neun verschiedene und eignungsgeprüfte
Abluftreinigungsanlagen im Bundesgebiet eingehender untersucht werden, wobei ein abgestimmtes Prüfprotokoll
zur Anwendung kommen soll. Die Untersuchungen umfassen je zwei Vorortprüfungen mit
Waschwasserprobenahme sowie die Auswertung der Datenaufzeichnungen im elektronischen Betriebstagebuch.
Die Daten dienen dann der Bewertung der Funktionssicherheit und der Reinigungsleistung dieser Anlagen unter
praktischen Bedingungen.
01.04.2021 21.03.2023 20.360,60
5
28N200102 Landwirtschaftskammer
Niedersachsen, Geschäftsbereich 6
LUFA Nord-West
Beurteilung der Funktionssicherheit und
Reinigungsleistung eignungsgeprüfter
Abluftreinigungsanlagen in der
Schweinehaltung anhand von
Praxisanlagen im Bundesgebiet
(Aratranzgut)
siehe Zeile 4 01.04.2021 21.03.2023 55.408,18
6
28N202000 Johann Heinrich von Thünen-
Institut Bundesforschungsinstitut für
Ländliche Räume, Wald und
Fischerei
Anwendung von digitalen Zwillingen zur
Erweiterung der Emissionsdaten der beim
Projekt 'EmiDaT' vermessenen frei
belüfteten Milchviehställe (DigiTwin)
Die durch das KTBL-Projekt 'EmiDaT' gewonnenen und in einer Datenbank abgelegten Werte werden am Ende des
Projekts durch Ergebnisse, die aus Berechnungen im digitalen Zwilling resultieren, ergänzt. Mit dem
Strömungssimulationsprogramm STAR-CCM+ von Siemens PLM werden komplexe Strömungsvorgänge berechnet
und skalare Größen wie die Ausbreitung von Ammoniak mit berücksichtigt. Dies gilt sowohl für Strömungen in
Gebäuden als auch bei Außenströmungen sowie einer Kombination aus beidem wie im Projekt. Ausgehend von den
Randbedingungen, die in den realen Messungen ermittelt worden sind, wird eine Simulation aufgesetzt, bei der die
Ammoniakquellkonzentration iterativ angepasst wird, bis es eine qualitativ gute Übereinstimmung zu der
gemessenen Konzentration im Stall gibt. In diesem dann validierten numerischen Strömungsmodell wird
anschließend der Volumenstrom durch den Stall variiert, sodass die Informationen über die Emissionsdaten der frei
belüfteten Milchviehhaltung erweitert werden. Veränderungen der Betriebszustände wie z. B. die Anströmrichtung
oder die Stellung der Windschutznetze werden ebenfalls berücksichtigt. Die Auswirkungen auf das
Strömungsverhalten im Stall und das Emissionsverhalten des Gesamtsystems werden auf vielfältige Weise
berechnet und ausgewertet. Durch die Visualisierungsmöglichkeiten innerhalb der numerischen
Strömungssimulation ist ein umfangreicher Verständnisgewinn über den Zusammenhang zwischen Anströmung und
Emissionsgeschehen zu erwarten. Aufgrund standardisierter Eingabeparameter und automatisierter
Auswerteverfahren sind die digitalen Zwillinge der untersuchten Haltungsverfahren für Milchvieh untereinander
vergleichbar. Durch digitale Zwillinge können wir den Kenntnisstand über die Um- und Durchströmung der
Stallgebäude, die Verteilung der Schadgase in und um die Ställe herum und den Emissionsmassenstrom aus den
Gebäuden in die Umwelt erweitern.
01.12.2020 31.12.2023 160.178,68
7
28N204801 Johann Heinrich von Thünen-
Institut Bundesforschungsinstitut für
Ländliche Räume, Wald und
Fischerei
Modellierung der N-Ausscheidung von
Milchrindern zur Verbesserung der
Nationalen Emissionsinventare und der
einzelbetrieblichen Einschätzung
(MoMiNE)
Der Milchrindersektor in Deutschland hat sich in verschiedenen Aspekten der Haltung und Fütterung, des
Managements und der Zucht in den zurückliegenden Jahrzehnten erheblich verändert. Im Gegensatz zur Nutzung
fixer Tabellenwerte für Bilanzierungen bietet die beim Milchrind flächendeckend etablierte systematische
Datenerfassung Ansatzpunkte, vollzogene Entwicklungen im zeitlichen Verlauf abzubilden. Ziel des
Verbundvorhaben ist es daher, das Verfahren zur nationalen Berichterstattung über Ammoniakemissionen und
Treibhausgasemissionen dadurch weiterzuentwickeln, dass routinemäßig im Zuge der Milchkontrolle
(Milchleistungsprüfung) bzw. der Güteprüfung ermittelte Milchharnstoffwerte als Kalkulationsgrundlage
herangezogen werden. Auf Basis umfassender Untersuchungen zu den alternativen Kalkulationsverfahren, in die
auch Daten, Erkenntnisse und Ergebnisse aus vorangegangenen Studien einbezogen werden, sollen neue und
verbesserte Routineanwendungen für die Nationalen Emissionsinventare erarbeitet werden. Darüber hinaus sollen
zum Zweck der gezielten Beratung der Landwirte und Unterstützung von Maßnahmen zur Emissionsminderung
vorhandene Versuchsdaten integriert und weitergehend ausgewertet werden. Ergänzende Fütterungsstudien haben
zum Ziel, das bestehende Potenzial zur Minderung der Stickstoffausscheidung in Menge und Art beim Milchrind
durch Fütterungsoptimierung besser einschätzen zu können. Dies erfolgt unter Orientierung an aktuellen
Empfehlungen zur stickstoffeffizienten Fütterung und unter Berücksichtigung der Wirkung von Anpassungen auf
Milchleistung und Tiergesundheit. Dabei sichert die Einbeziehung von Milchharnstoff-Werten auch in die
differenzierten rationsbezogenen Analysen die Verknüpfung der beiden Arbeitsschwerpunkte und unterstützt den
unmittelbaren Praxistransfer der Projektergebnisse zur Entwicklung und weiteren Senkung der
Stickstoffausscheidung, insbesondere an Harnstoff-N, im deutschen Milchrindersektor.
01.10.2022 31.10.2025 312.733,74
8
28N204802 Friedrich-Loeffler-Institut
Bundesforschungsinstitut für
Tiergesundheit
Modellierung der N-Ausscheidung von
Milchrindern zur Verbesserung der
Nationalen Emissionsinventare und der
einzelbetrieblichen Einschätzung
(MoMiNE)
siehe Zeile 7 01.10.2022 31.10.2025 189.584,60
9
28N204803 Landesforschungsanstalt für
Landwirtschaft und Fischerei
Mecklenburg-Vorpommern
Modellierung der N-Ausscheidung von
Milchrindern zur Verbesserung der
Nationalen Emissionsinventare und der
einzelbetrieblichen Einschätzung
(MoMiNE)
siehe Zeile 7 01.10.2022 31.10.2025 200.420,61
10
28N204804 Bayerische Landesanstalt für
Landwirtschaft (LfL)
Modellierung der N-Ausscheidung von
Milchrindern zur Verbesserung der
Nationalen Emissionsinventare und der
einzelbetrieblichen Einschätzung
(MoMiNE)
siehe Zeile 7 01.10.2022 31.10.2025 162.164,00
Projektliste Ackerbaustrategie
Förderkennzeichen Zuwendungsempfänger Projekttitel Kurzfassung Projektbeginn Projektende Bewilligungssumme [€]
1
2821ABS400 Landwirtschaftskammer
Niedersachsen
Ansäuerung von Gülle und
Gärrückständen während der Aufbringung
in wachsende Bestände
Das Vorhaben 'Säure + im Feld' leistet einen Beitrag zum Handlungsfeld Düngung der Ackerbaustrategie 2035
sowie zum Nationalen Luftreinhalteprogramm. Die Ansäuerung von Gülle und Gärresten bei der Ausbringung in
bestehende Bestände reduziert Ammoniakemissionen, steigert die Wirksamkeit des in Gülle und Gärresten
enthaltenen Stickstoffs und kann helfen, Stickstoffüberschüsse zu verringern. Das Ziel des Modell- und
Demonstrationsvorhabens ist, ein vielfältige Strukturen repräsentierendes, deutschlandweites Netz von
Modellbetrieben zu etablieren, auf denen das Ansäuerungsverfahren für Gülle und Gärreste eingesetzt und
demonstriert wird, die Auswirkungen auf die Nährstoffeffizienz, den Boden und die Pflanzen in einer hinreichend
großen Anzahl von Exakt- und On-Farm-Versuchen auf unterschiedlichen Standorten und Kulturen zu untersuchen
und auszuwerten sowie -Landwirten und Lohnunternehmern Lösungen aus der Praxis für die Praxis durch
verschiedene Maßnahmen zum Wissenstransfer wie Feldtage, Vorträge, Seminare, soziale Medien zu präsentieren
sowie Hinweise zum sicheren und erfolgreichen Umgang mit der Technik zu geben. Darüber hinaus wird aus
pflanzenbaulicher Sicht geprüft, inwiefern ein weiterer Einsatz schwefelhaltiger Mineraldüngermittel redundant wird
und sich die Verfügbarkeit von Phosphor durch die Ansäuerung verbessert.
01.09.2022 31.08.2025 537.093,62
2
2821ABS410 Landwirtschaftskammer Nordrhein-
Westfalen
Ansäuerung von Gülle und
Gärrückständen während der Aufbringung
in wachsende Bestände
siehe Zeile 1 01.09.2022 31.08.2025 493.911,11
3
2821ABS420 Landwirtschaftskammer Schleswig-
Holstein
Ansäuerung von Gülle und
Gärrückständen während der Aufbringung
in wachsende Bestände
siehe Zeile 1 01.09.2022 30.08.2025 416.882,00
4
2821ABS430 Landesanstalt für Landwirtschaft
und Gartenbau Sachsen-Anhalt
(LLG)
Ansäuerung von Gülle und
Gärrückständen während der Aufbringung
in wachsende Bestände
siehe Zeile 1 01.09.2022 31.08.2025 274.554,45
5
2821ABS440 Landesforschungsanstalt für
Landwirtschaft und Fischerei
Mecklenburg-Vorpommern
Ansäuerung von Gülle und
Gärrückständen während der Aufbringung
in wachsende Bestände
siehe Zeile 1 01.09.2022 31.08.2025 224.861,44
6
2821ABS450 Landwirtschaftliches Zentrum für
Rinderhaltung, Grünlandwirtschaft,
Milchwirtschaft, Wild und Fischerei
Baden-Württemberg (LAZBW)
Ansäuerung von Gülle und
Gärrückständen während der Aufbringung
in wachsende Bestände
siehe Zeile 1 01.09.2022 31.08.2025 264.433,96
7
2821ABS460 Bezirk Mittelfranken vertreten durch
die Landwirtschaftlichen
Lehranstalten Triesdorf
Ansäuerung von Gülle und
Gärrückständen während der Aufbringung
in wachsende Bestände
siehe Zeile 1 01.09.2022 31.08.2025 456.676,34
8
2821ABS470 Thüringer Landesamt für
Landwirtschaft und Ländlichen
Raum (TLLLR)
Ansäuerung von Gülle und
Gärrückständen während der Aufbringung
in wachsende Bestände
siehe Zeile 1 01.09.2022 31.08.2025 291.472,98
9
2822ABS015 Johann Heinrich von Thünen-
Institut Bundesforschungsinstitut für
Ländliche Räume, Wald und
Fischerei
Standortdifferenzierte Bewertung und
Anrechnung von Nitrifikationsinhibitoren
als Klimaschutzmaßnahme im
Pflanzenbau
Ziel des interdisziplinären Verbundvorhabens ist die standortdifferenzierte Bewertung des Einsatzes von
Nitrifikationsinhibitoren bei der Stickstoffdüngung als Klimaschutzmaßnahme. Das Verbundprojekt umfasst sowohl
ein deutschlandweites Netzwerk abgestimmter Feld- (8 Standorte) und Laborversuche (4 Labors) zu den Wirkungen
von Nitrifikationsinhibitoren auf die Stickstoffdynamik im Boden, die direkte N2OEmission, die Nitratauswaschung
sowie die Stickstoffeffizienz und die Qualität und Höhe der Erträge als auch integrierte Untersuchungen zu
Wirkungen auf das Bodenmikrobiom (Zielorganismen und Nichtzielorganismen), die Verlagerung von Hemmstoffen,
die Interaktion mit anderen umwelt- und klimawirksamen Emissionen (Ammoniak, Methan) sowie die ökonomische
Bewertung von Nitrifikationshemmstoffen als Klimaschutzmaßnahme. Weitere Schwerpunkte sind die Modellierung
und Regionalisierung der Wirkungen von Nitrifikationshemmstoffen, die Abbildung möglicher Klimaschutzwirkungen
im Treibhausgasemissionsinventar Deutschlands, die zusammenführende Bewertung als mögliche
Klimaschutzmaßnahme sowie der Wissenstransfer in die Praxis.
01.10.2022 30.09.2026 460.941,77
10
2822ABS017 Universität Hohenheim Standortdifferenzierte Bewertung und
Anrechnung von Nitrifikationsinhibitoren
als Klimaschutzmaßnahme im
Pflanzenbau
siehe Zeile 9 01.10.2022 30.09.2026 330.455,85
11
2822ABS018 Julius Kühn-Institut
Bundesforschungsinstitut für
Kulturpflanzen (JKI)
Standortdifferenzierte Bewertung und
Anrechnung von Nitrifikationsinhibitoren
als Klimaschutzmaßnahme im
Pflanzenbau
siehe Zeile 9 01.10.2022 30.09.2026 144.443,96
12
2822ABS019 Georg-August-Universität Göttingen Standortdifferenzierte Bewertung und
Anrechnung von Nitrifikationsinhibitoren
als Klimaschutzmaßnahme im
Pflanzenbau
siehe Zeile 9 01.10.2022 30.09.2026 319.398,35
13
2822ABS020 Hochschule Osnabrück Standortdifferenzierte Bewertung und
Anrechnung von Nitrifikationsinhibitoren
als Klimaschutzmaßnahme im
Pflanzenbau
siehe Zeile 9 01.10.2022 30.09.2026 634.970,21
14
2822ABS021 Universität Kassel Standortdifferenzierte Bewertung und
Anrechnung von Nitrifikationsinhibitoren
als Klimaschutzmaßnahme im
Pflanzenbau
siehe Zeile 9 01.10.2022 30.09.2026 313.896,29
15
2822ABS023 Martin-Luther-Universität Halle-
Wittenberg
Standortdifferenzierte Bewertung und
Anrechnung von Nitrifikationsinhibitoren
als Klimaschutzmaßnahme im
Pflanzenbau
siehe Zeile 9 01.10.2022 30.09.2026 436.325,17
16
2822ABS025 Christian-Albrechts-Universität zu
Kiel
Standortdifferenzierte Bewertung und
Anrechnung von Nitrifikationsinhibitoren
als Klimaschutzmaßnahme im
Pflanzenbau
siehe Zeile 9 01.10.2022 30.09.2026 335.080,90
Projektliste EU-Forschung
Förderkennzeichen Zuwendungsempfänger Projekttitel Kurzfassung Projektbeginn Projektende Bewilligungssumme [€]
2819ERA09A Justus-Liebig-Universität Gießen Klimafreundliche
Rinderproduktionssysteme (CCCFarming)
Ziel ist es, klimafreundliche Rinderproduktionssysteme zu entwickeln, die Treibhausgas- und Ammoniakemissionen
senken und gleichzeitig nachhaltiges und sozioökonomisches Wirtschaften ermöglichen. Die Studie wird eine
Bewertung der Umweltleistung eines Netzwerks von Feldbetrieben in acht EU-Ländern auf der Grundlage von NPC-
Bilanzierungsinstrumenten und einfachen Emissionsmessmethoden liefern. Expertengruppen in jedem Land werden
die Ergebnisse bewerten und Praktiken und Techniken auswählen, die für die Bewertung in Versuchsaufbauten
geeignet sind. Neue Systeme werden in Pilot- und Versuchsbetrieben getestet, um maßgeschneiderte
Anwendungen von der regionalen bis zur individuellen Betriebsebene zu implementieren. Das erste Arbeitspaket
unter Leitung der JLU Gießen umfasst zwei Komponenten: a) Analyse des Verhältnisses zwischen Langlebigkeit,
Alter beim ersten Kalben und Kalbeintervall zu den GHG-Emissionen auf Herdenebene. b) Erfassung der Methan
(CH4)-Emissionen, um einen effektiven Züchtungsansatz zu ermöglichen. Die einzelnen Kuh-CH4-Emissionen
werden mit den vorhandenen Zuchteigenschaften in Zusammenhang gebracht, insbesondere Leistung und
Langlebigkeit, aber auch Fruchtbarkeit, Temperament und Gesundheitsmerkmale. Das Ergebnis dieser Aufgabe
wird einen ersten Einblick in die Auswirkungen bestehender Züchtungsmerkmale auf die Treibhausgasemissionen
sowohl in innovativen kuhfreundlichen Produktionssystemen als auch in traditionellen Stallungen, einschließlich
Beweidung, geben. Ziel des zweiten deutschen Arbeitspaketes ist die Identifizierung genetisch überlegener Kühe
für ein breites Spektrum kuhfreundlicher Produktionssysteme unter Berücksichtigung des Genotyps durch
Wechselwirkungen mit der Umwelt. Kühe mit CH4-Phänotypen werden unter Verwendung dichter SNP-Marker-
Panels genotypisiert, um genomische Zuchtwerte für CH4 für bestimmte Umgebungen und Praktiken zu erstellen.
Die besten Zuchtziele, d. h. Strategien für eine niedrige CH4-Emission, werden ausgewählt.
01.12.2019 31.05.2023 229.764,51
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
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ISSN 0722-8333]