[Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten René Sprin-ger, Steffen Kotré, Leif-Erik
Holm, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD
– Drucksache 20/4161 –
Engpassmanagement-Maßnahmen – Redispatch und Einspeisemanagement
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Das Voranschreiten der Energiewende äußert sich durch einen grundlegenden
Wandel des Energieversorgungssystems weg von wenigen, zentralen
Erzeugungsanlagen hin zu einem Netzwerk aus vielen, dezentralen Einspeisern,
Verbrauchern und Prosumern, die gleichzeitig steigende Anforderungen an die
Übertragungs- und Verteilnetze stellen. Getragen von den Diskussionen und
Debatten um Schadstoffemissionen vollzieht sich eine dementsprechende
Transformation hinsichtlich der Stromerzeugung von steuerbaren, fossilen, zu
einem vermehrten Einsatz von emissionsärmeren, aber dargebotsabhängigen
Erzeugungsanlagen auf Basis sogenannter erneuerbarer Energien. Durch den
verstärkten Ausbau von Windenergieanlagen und dem daraus resultierenden
Stromüberschuss im Norden, einer zunehmenden Reduktion der
Stromerzeugung durch Kraftwerksstilllegungen und der hohen Stromnachfrage von
großen industriellen Verbrauchern im Süden sowie durch den nur bedingt
voranschreitenden Netzausbau kommt es im deutschen Übertragungs- wie auch im
Verteilnetz häufig zu Netzengpässen. Die zur Behebung der vorhandenen
Netzengpässe notwendigen Netzverstärkungs- und Netzausbaumaßnahmen
werden voraussichtlich noch geraume Zeit in Anspruch nehmen, sodass der
Einsatz von Engpassmanagement-Maßnahmen wie beispielsweise Redispatch
oder Einspeisemanagement auch in absehbarer Zeit und ggf. weiter verstärkt
nötig sein wird (
https://www.bdew.de/media/documents/2021_Q2_Bericht_Re
dispatch.pdf).
Presseberichten zufolge beliefen sich die Entschädigungszahlungen für die
durchgeführten Einspeisemanagement-Maßnahmen im Jahr 2020 auf
761 Mio. Euro. Rund 360 Mio. Euro entfielen dabei auf abgeregelte Offshore-
Windindustrieareale und 362 Mio. Euro auf abgeregelte Onshore-
Windindustrieareale. Weitere 33 Mio. Euro sind auf abgeregelte Photovoltaik-
Freiflächenanlagen zurückzuführen (
https://www.nordschleswiger.dk/de/deuts
chland-schleswig-holstein-hamburg/rekord-entschaedigungen-fuer-phantoms
trom).
Aufgrund der Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) auf Basis des
Netzausbaubeschleunigungsgesetzes erfolgt ab dem 1. Oktober 2021 die
Überführung des Einspeisemanagements aus dem Erneuerbare-Energien-
Gesetz (EEG) in den Redispatch des EnWG (Redispatch 2.0). Vor diesem
Deutscher Bundestag Drucksache 20/4402
20. Wahlperiode 07.11.2022
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz
vom 4. November 2022 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Hintergrund ist zu erwarten, dass die Kosten des Redispatch zunächst
deutliche steigen, wohingegen die Kosten des Einspeisemanagements entfallen
werden. Durch diese Anpassung wird vom Gesetzgeber eine Reduktion des
insgesamt zu leistenden Engpassmanagement-Aufwandes und somit auch der
Engpassmanagement-Kosten angestrebt (
https://www.bdew.de/media/docume
nts/2021_Q2_Bericht_Redispatch.pdf).
1. Wie hat sich in den Jahren 2010 bis 2022 nach Kenntnis der
Bundesregierung die jahresdurchschnittlich verbrauchte Strommenge jeweils
entwickelt (bitte insgesamt sowie nach Bundesländern getrennt
ausweisen)?
Der Bruttostromverbrauch in Deutschland hat sich nach Angaben der
Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) seit 2010 wie folgt entwickelt
(Angaben in Terawattstunden).
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
617,5 608,8 608,0 605,8 593,3 599,3 599,1 600,5 591,8 575,1 555,3 570,3
Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen
Daten für 2022 liegen noch nicht vor. Daten zum Stromverbrauch in den
Bundesländern werden vom Länderarbeitskreis (LAK) Energiebilanzen auf dessen
Internetseite bereitgestellt (
www.lak-energiebilanzen.de/energiebilanzen/).
2. Wie hat sich in den Jahren 2010 bis 2022 nach Kenntnis der
Bundesregierung die jahresdurchschnittlich verbrauchte Strommenge aus
konventionellen Energieträgern (inklusive Kernenergie) jeweils entwickelt
(bitte insgesamt sowie nach Bundesländern getrennt ausweisen)?
Der Bruttostromverbrauch aus konventionellen Energieträgern in Deutschland
hat sich nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) seit
2010 wie folgt entwickelt (Angaben in Terawattstunden).
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
512,5 484,6 465,1 453,7 430,7 410,5 409,2 384,3 369,3 334,1 304,3 336,5
Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen
Daten für 2022 liegen noch nicht vor. Daten zum Stromverbrauch aus
konventionellen Energieträgern in den Bundesländern werden vom Länderarbeitskreis
(LAK) Energiebilanzen auf dessen Internetseite bereitgestellt (
www.lak-energi
ebilanzen.de/energiebilanzen/).
3. Wie hat sich in den Jahren 2010 bis 2022 nach Kenntnis der
Bundesregierung die jahresdurchschnittlich verbrauchte Strommenge aus
sogenannten regenerativen Energieträgern (exklusive Kernenergie) jeweils
entwickelt (bitte insgesamt sowie nach Bundesländern getrennt
ausweisen)?
Der Bruttostromverbrauch aus erneuerbaren Energieträgern in Deutschland hat
sich nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) seit 2010
wie folgt entwickelt (Angaben in Terawattstunden).
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
105,0 124,2 142,9 152,1 162,6 188,8 189,9 216,2 222,5 241,0 251,0 233,8
Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen
Daten für 2022 liegen noch nicht vor. Daten zum Stromverbrauch aus
erneuerbaren Energieträgern in den Bundesländern werden vom Länderarbeitskreis
(LAK) Energiebilanzen auf dessen Internetseite bereitgestellt (
www.lak-energi
ebilanzen.de/energiebilanzen/).
4. Wie hat sich in den Jahren 2010 bis 2022 nach Kenntnis der
Bundesregierung der Anteil der konventionellen Energieträger (inklusive
Kernenergie) und der sogenannten regenerativen Energieträger am
Primärenergieverbrauch jeweils entwickelt?
Der Anteil der konventionellen Energieträger und der Anteil der erneuerbaren
Energieträger am Primärenergieverbrauch (PEV) in Deutschland haben sich
nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) seit 2010 wie
folgt entwickelt.
In Prozent 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
Konventioneller Anteil am PEV 90,1 89,2 89,7 89,2 88,5 87,6 87,6
Erneuerbarer Anteil am PEV 9,9 10,8 10,3 10,8 11,5 12,4 12,4
Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen
In Prozent 2017 2018 2019 2020 2021
Konventioneller Anteil am PEV 86,7 86,3 85,1 83,4 84,3
Erneuerbarer Anteil am PEV 13,3 13,7 14,9 16,6 15,7
Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen
Daten für 2022 liegen noch nicht vor.
5. Wie hat sich in den Jahren 2010 bis 2022 (letzter verfügbarer Stand)
nach Kenntnis der Bundesregierung die Zahl der
Energieerzeugungsanlagen mit folgenden Energieträgern jeweils entwickelt:
a) Windenergie (Onshore),
b) Windenergie (Offshore),
c) Biomasse (einschließlich Biogas),
d) Photovoltaik (solare Strahlungsenergie),
e) KWK-Strom (KWK = Kraft-Wärme-Kopplung),
f) Deponie-, Klär- und Grubengas,
g) Sonstige (Wasserkraft, reine EE-Stromspeicher etc.)
(bitte insgesamt sowie nach Bundesländern getrennt ausweisen)?
Daten zur Entwicklung der Zahl der Energieerzeugungsanlagen mit
erneuerbaren Energieträgern in Deutschland und den Bundesländern werden von der
Bundesnetzagentur auf deren Internetseite bereitgestellt (letzter Stand: August
2022;
www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/Erneue
rbareEnergien/ZahlenDatenInformationen/start.html).
6. An wie vielen Tagen der Jahre 2010 bis 2022 wurden nach Kenntnis der
Bundesregierung jeweils Einspeisemanagement-Maßnahmen
durchgeführt (bitte insgesamt sowie nach Bundesländern getrennt ausweisen)?
In der folgenden Tabelle ist dargestellt, an wie vielen Tagen in Deutschland und
in den Bundesländern Einspeisemanagement-Maßnahmen durchgeführt
wurden.
2021 2020 2019
Deutschland 360 365 360
Baden-
Württemberg 93 105 80
Bayern 233 202 122
Berlin 8
Brandenburg 294 318 296
Bremen
Hamburg
Hessen 101 55 78
Mecklenburg-
Vorpommern 240 198 157
Niedersachsen 272 250 239
Nordrhein-
Westfalen 230 183 188
Rheinland-Pfalz 167 193 143
Saarland 1 9 6
Sachsen 41 62 35
Sachsen-Anhalt 269 252 214
Schleswig-Holstein 296 300 313
Thüringen 39 18 36
Quelle: Monitoring der Bundesnetzagentur 2022
Daten für die Jahre 2010 bis 2018 liegen der Bundesregierung nicht und für
2022 noch nicht vor.
7. Wie hat sich in den Jahren 2010 bis 2022 nach Kenntnis der
Bundesregierung die Zahl der durchgeführten Einspeisemanagement-
Maßnahmen jeweils entwickelt (bitte insgesamt sowie nach
Bundesländern getrennt ausweisen)?
Hierzu liegen der Bundesregierung keine Informationen vor.
8. Wie hoch war in den Jahren 2010 bis 2022 nach Kenntnis der
Bundesregierung jeweils die Strommenge, die aufgrund des
Einspeisemanagements insgesamt abgeregelt wurde?
In der folgenden Tabelle ist die Entwicklung der Ausfallarbeit aufgrund von
Maßnahmen des Einspeisemanagements dargestellt (Angaben in
Gigawattstunden).
2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
Windenergie 358,5 480,3 1221,5 4124,9 3530,1 5287,2 5246,9 6272,5 5942,2 5817,6
Wind
(onshore) 4110,6 3498,0 4461,2 3890,5 5084,8 4145,0 3408,3
Wind
(offshore) 14,3 32,0 826,0 1356,3 1187,6 1797,3 2095,0
Solarenergie 16,1 65,5 245,2 227,7 184,1 163,1 116,5 177,6 164,8 237,3
Biomasse 9,4 8,8 112,1 364,4 26,5 61,1 35,7 30,2 34,9 72,4
Sonstige 0,8 0,2 1,8 21,1 2,6 6,6 3,6 2,3 4,1 4,5
Gesamt 384,8 554,8 1580,6 4722,3 3743,2 5518,0 5402,7 6482,5 6146,0 5817,6
Quelle: Monitoring der Bundesnetzagentur 2022
Daten für das Jahr 2022 liegen der Bundesregierung noch nicht vor. Für die
Jahre 2010 und 2011 wird auf die Monitoringberichte der Bundesnetzagentur
verwiesen:
www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/M
onitoringberichte/start.html.
9. Wie hoch waren in den Jahren 2010 bis 2022 jeweils die
Entschädigungszahlungen, die aufgrund abgeregelter Strommengen im Rahmen
des Einspeisemanagements geleistet wurden?
In der folgenden Tabelle ist die Entwicklung der Entschädigungszahlungen
aufgrund von Maßnahmen des Einspeisemanagements dargestellt (Angaben in
Mio. Euro).
2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
33,1 43,7 82,7 314,8 514 573,6 718,8 1058,4 919,2 773,7
Quelle: Monitoring der Bundesnetzagentur 2022
Daten für das Jahr 2022 liegen der Bundesregierung noch nicht vor. Für die
Jahre 2010 und 2011 wird auf die Monitoringberichte der Bundesnetzagentur
verwiesen:
www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/M
onitoringberichte/start.html.
10. Wie hoch war nach Kenntnis der Bundesregierung in den Jahren 2010 bis
2022 jeweils die Strommenge, die aufgrund des Einspeisemanagements
bei den Energieträgern
a) Windenergie (Onshore),
b) Windenergie (Offshore),
c) Biomasse (einschließlich Biogas),
d) Photovoltaik (solare Strahlungsenergie),
e) KWK-Strom (Kraft-Wärme-Kopplung),
f) Deponie-, Klär- und Grubengas,
g) Sonstige (Wasserkraft, reine EE-Stromspeicher etc.)
jeweils abgeregelt wurde (bitte insgesamt sowie nach Bundesländern
getrennt ausweisen)?
In der folgenden Tabelle ist die Entwicklung der Ausfallarbeit aufgrund von
Maßnahmen des Einspeisemanagements aufgeteilt nach Energieträgern
dargestellt (Angaben in Gigawattstunden).
2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
Windenergie 358,5 480,3 1221,5 4124,9 3530,1 5287,2 5246,9 6272,5 5942,2 5817,6
Wind
(onshore) 4110,6 3498,0 4461,2 3890,5 5084,8 4145,0 3408,3
Wind
(offshore) 14,3 32,0 826,0 1356,3 1187,6 1797,3 2095,0
Solarenergie 16,1 65,5 245,2 227,7 184,1 163,1 116,5 177,6 164,8 237,3
Biomasse 9,4 8,8 112,1 364,4 26,5 61,1 35,7 30,2 34,9 72,4
Sonstige 0,8 0,2 1,8 21,1 2,6 6,6 3,6 2,3 4,1 4,5
Gesamt 384,8 554,8 1580,6 4722,3 3743,2 5518,0 5402,7 6482,5 6146,0 5817,6
Quelle: Monitoring der Bundesnetzagentur 2022
Daten für das Jahr 2022 liegen der Bundesregierung noch nicht vor. Für die
Jahre 2010 und 2011 wird auf die Monitoringberichte der Bundesnetzagentur
verwiesen:
www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/M
onitoringberichte/start.html.
Eine Aufteilung der Ausfallarbeit aufgrund von Maßnahmen des
Einspeisemanagements aufgeteilt nach Energieträgern und Bundesländern für die Jahre
2019 bis 2021 ist in den nachfolgenden Tabellen dargestellt (Angaben in
Gigawattstunden).
2019:
B
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B
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)
Baden-
Württemberg 0,02 – 0,00 – – 0,14 – – 4,12
Bayern 0,15 – – – 0,00 7,11 – – 14,27
Berlin
Brandenburg 0,05 – 0,00 – 0,00 57,43 – – 358,72
Hessen – – – – – – – – 33,58
Mecklenburg-
Vorpommern 0,04 – – – – 6,94 – 1,14 146,22
Niedersachsen 29,29 0,01 0,02 0,00 0,03 4,15 – 781,34 655,60
Nordrhein-
Westfalen 0,00 – – 0,00 – 0,02 – – 226,55
Rheinland-
Pfalz 0,01 0,00 – 0,00 0,94 0,16 – – 36,74
Saarland – – – – – – – – 0,18
Sachsen 0,01 – 0,00 – 0,01 0,07 – – 0,71
Sachsen-
Anhalt 0,16 0,12 0,08 – 0,19 0,49 – – 326,33
Schleswig-
Holstein 0,00 – 0,28 – – 100,46 0,03 397,47 3.250,04
Thüringen 0,02 – 0,47 – 0,07 0,49 – 0,00 17,98
2020:
B
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re
)
Baden-
Württemberg 2,34 – 1,16 – 0,11 1,81 – – 7,83
Bayern 0,26 – 0,02 – 0,00 14,69 – – 22,23
Berlin – – – – – – – – –
Brandenburg 0,21 – 0,01 – 0,01 44,26 – – 395,97
Hessen 0,03 – – 0,19 0,00 0,02 – – 23,23
Mecklenburg-
Vorpommern 0,02 – – – – 6,95 – – 89,38
Niedersachsen 29,89 0,01 0,81 0,01 0,16 7,73 – 1.326,53 730,03
Nordrhein-
Westfalen 0,49 0,00 0,00 0,00 – 1,42 – – 76,93
Rheinland-
Pfalz 0,00 0,01 0,00 – 0,00 0,42 – – 28,21
Saarland – – – – – – – – 0,40
Sachsen 0,10 – 0,14 – 0,00 0,32 – – 1,37
Sachsen-
Anhalt 1,34 0,06 0,49 – 0,16 3,36 – – 245,57
Schleswig-
Holstein 0,17 – 0,61 – – 82,65 0,00 470,72 2.512,25
Thüringen 0,06 0,00 0,16 0,00 0,00 1,14 – – 11,54
2021:
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Baden-
Württemberg – 0,08 – – 0,00 – – 0,95 – – – 3,66
Bayern – 0,64 – 0,01 0,00 – 0,25 65,69 0,12 – – 41,66
Berlin – – – – – – – – – – – 0,35
Brandenburg – 0,16 – – 0,00 – – 60,17 – – – 372,02
Hessen – 0,93 – – 0,06 0,33 0,06 0,04 – – – 23,33
Mecklenburg-
Vorpommern – 0,01 – – – – – 28,00 – – 12,81 214,53
Niedersachsen 0,00 65,91 0,00 – 0,45 – 0,30 29,79 – – 1.581,93 964,17
Nordrhein-
Westfalen – 0,14 – – 0,13 – 0,00 2,53 – – – 127,76
Rheinland-
Pfalz – 0,00 – – 0,00 – – 0,18 – – – 40,90
Saarland – – – – – – – – – – – 0,02
Sachsen – 0,06 – – 0,14 – 0,01 0,72 – – – 1,26
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Sachsen-
Anhalt – 2,93 0,04 – 1,50 – 0,25 12,06 – – – 270,01
Schleswig-
Holstein – 0,54 0,00 – 0,12 – – 28,17 0,22 – 500,09 1.326,96
Thüringen – 0,98 – – 0,36 0,00 0,08 9,05 – 0,07 0,22 21,72
Quelle: Bundesnetzagentur
Daten für das Jahr 2022 liegen der Bundesregierung noch nicht vor. Eine
Aufteilung der Ausfallarbeit nach Energieträgern und Bundesländern für die Jahre
2010 bis 2018 liegt der Bundesregierung nicht vor.
11. Wie hoch waren in den Jahren 2010 bis 2022 jeweils die
Entschädigungszahlungen, die aufgrund abgeregelter Strommengen im Rahmen
des Einspeisemanagements bei den Energieträgern
a) Windenergie (Onshore),
b) Windenergie (Offshore),
c) Biomasse (einschließlich Biogas),
d) Photovoltaik (solare Strahlungsenergie),
e) KWK-Strom (Kraft-Wärme-Kopplung),
f) Deponie-, Klär- und Grubengas,
g) Sonstige (Wasserkraft, reine EE-Stromspeicher etc.)
jeweils geleistet wurden (bitte insgesamt sowie nach Bundesländern
getrennt ausweisen)?
Die Gesamtkosten von Maßnahmen des Einspeisemanagements aufgeteilt nach
Bundeländern sind den Quartalsberichten zum Netzengpassmanagement zu
entnehmen:
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/Versor
gungssicherheit/Netzengpassmanagement/start.html.
Eine weitergehende Aufteilung der Kosten nach Energieträgern ist für die Jahre
2019 bis 2021 in untenstehenden Tabellen dargestellt (Angaben in Mio. Euro).
2019:
B
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)
Baden-
Württemberg 0,00 – – – – 0,01 – – 0,15
Bayern 0,03 – – – 0,00 1,49 – – 1,08
Berlin – – – – – – – – –
Brandenburg 0,01 – 0,00 – 0,00 9,65 – – 31,87
Hessen – – – – – – – – 2,68
Mecklenburg-
Vorpommern 0,00 – – – – 0,92 – 0,22 12,58
Niedersachsen 7,56 0,00 0,00 0,00 0,00 0,97 – 189,29 61,71
Nordrhein-
Westfalen 0,00 – – 0,00 – 0,00 – – 19,84
Rheinland-
Pfalz 0,00 – – – 0,05 0,02 – – 1,75
Saarland – – – – – – – – –
Sachsen 0,00 – 0,00 – 0,00 0,02 – – 0,06
Sachsen-
Anhalt 0,08 0,01 0,03 – 0,03 0,10 – – 29,62
Schleswig-
Holstein 0,00 – 0,03 – – 23,00 0,00 94,68 313,65
Thüringen 0,00 0,00 0,05 0,00 0,01 0,09 – 0,00 1,71
2020:
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Baden-
Württemberg 0,36 – – – – 0,18 – – 0,49
Bayern 0,03 – 0,00 – 0,00 2,80 – – 1,57
Berlin – – – – – – – – –
Brandenburg 0,03 – 0,00 – 0,00 7,24 – – 34,64
Hessen 0,01 – – 0,04 0,00 0,00 – – 2,00
Mecklenburg-
Vorpommern 0,00 – – – – 0,97 – – 7,89
Niedersachsen 6,22 0,00 0,00 0,00 0,01 1,79 – 265,31 63,96
Nordrhein-
Westfalen 0,06 0,00 0,00 0,00 – 0,22 – – 6,64
Rheinland-
Pfalz 0,00 0,00 0,00 – 0,00 0,09 – – 2,53
Saarland – – – – – – – – 0,02
Sachsen 0,02 – 0,01 – 0,00 0,06 – – 0,12
B
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)
Sachsen-
Anhalt 0,24 0,00 0,04 – 0,02 0,57 – – 21,81
Schleswig-
Holstein 0,03 – 0,04 – – 18,42 0,00 94,14 219,32
Thüringen 0,01 0,00 0,01 0,00 0,00 0,18 – – 1,04
2021:
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Baden-
Württemberg – 0,02 – – 0,00 – – 0,15 – – – 0,23
Bayern – 0,10 – 0,00 0,00 – 0,02 15,77 0,00 – – 4,16
Berlin – – – – – – – – – – – 0,07
Brandenburg – 0,03 – – 0,00 – – 9,98 – – – 44,22
Hessen – 0,21 – – 0,00 0,04 0,01 0,01 – – – 2,32
Mecklenburg-
Vorpommern – 0,00 – – – – – 3,66 – – 2,51 22,13
Niedersachsen 0,00 12,61 0,00 – 0,01 – 0,03 4,16 – – 316,39 91,70
Nordrhein-
Westfalen – 0,02 – – 0,00 – 0,00 0,46 – – – 10,08
Rheinland-Pfalz – 0,00 – – 0,00 – – 0,02 – – – 2,99
Saarland – – – – – – – – – – – 0,00
Sachsen – 0,01 – – 0,01 – 0,00 0,13 – – – 0,12
Sachsen-Anhalt – 0,50 0,00 – 0,26 – 0,04 1,98 – – – 31,95
Schleswig-
Holstein – 0,09 0,00 – 0,02 – – 6,23 0,03 – 100,02 131,39
Thüringen – 0,04 – – 0,01 0,00 0,00 0,18 – 0,00 0,01 1,00
Quelle Bundesnetzagentur
Daten für das Jahr 2022 liegen der Bundesregierung noch nicht vor. Eine
Aufteilung der Ausfallarbeit nach Energieträgern und Bundesländern für die Jahre
2010 bis 2018 liegt der Bundesregierung nicht vor.
12. Wie haben sich in den Jahren 2010 bis 2022 nach Kenntnis der
Bundesregierung die Kosten im Zusammenhang mit dem Einspeisemanagement
jeweils entwickelt (bitte insgesamt sowie nach Bundesländern getrennt
ausweisen)?
Es wird auf die Antwort zu Frage 11 verwiesen.
13. An wie vielen Tagen der Jahre 2010 bis 2022 wurden nach Kenntnis der
Bundesregierung jeweils Redispatch-Maßnahmen durchgeführt (bitte
insgesamt sowie nach Bundesländern getrennt ausweisen)?
In der folgenden Tabelle ist die Anzahl an Tagen dargestellt, an denen
Redispatch-Maßnahmen durchgeführt wurden. Eine Aufteilung nach
Bundesländern ist für die Periode von 2018 bis 2021 möglich.
2021 2020 2019 2018 2017 2016 2015
Deutschland 358 364 356 350 362 329 343
Baden-
Württemberg 289 279 248 231
Bayern 208 191 187 144
Berlin 4
Brandenburg 181 146 201 234
Bremen 87 25 46 112
Hamburg 9 37 69 108
Hessen 110 196 212 227
Mecklenburg-
Vorpommern 31 21 29 29
Niedersachsen 234 208 209 238
Nordrhein-Westfalen 282 236 166 193
Rheinland-Pfalz 50 39 25 28
Saarland 93 72 35 47
Sachsen 104 130 202 203
Sachsen-Anhalt 15 11 24 59
Schleswig-Holstein 193 130 196 132
Thüringen 6 17 22 13
Quelle: Monitoring der Bundesnetzagentur
Daten für die Jahre 2010 bis 2014 und für 2022 liegen der Bundesregierung
nicht vor.
14. Wie hat sich in den Jahren 2010 bis 2022 nach Kenntnis der
Bundesregierung die Zahl der durchgeführten Redispatch-Maßnahmen jeweils
entwickelt (bitte insgesamt sowie nach Bundesländern getrennt
ausweisen)?
Hierzu liegen der Bundesregierung keine Informationen vor.
15. Welche Reservekapazitäten (Redispatch-Energie in Gigawattstunden
[GWh] bzw. Redispatch-Leistung, in Gigawatt [GW]) wurden nach
Kenntnis der Bundesregierung in den Jahren 2010 bis 2022 (bzw. letzter
verfügbarer Stand) zur Sicherung der Stromversorgung mit fossilen
Brennstoffen jeweils abgerufen (bitte insgesamt sowie nach
Bundesländern getrennt ausweisen)?
Die aus Kraftwerken der Netzreserve abgerufene Redispatcharbeit ist in
folgender Tabelle dargestellt (Angaben in Gigawattstunden).
Netzreservekraftwerke* 2021 2020 2019 2018 2017 2016 20151280 635 430 904 2129 1209 551
*Abrufe der Netzreservekraftwerke inklusive Probestarts und Testfahrten. Die Einspeisung von
Netzreservekraftwerken wird nur erhöht
Quelle: Monitoring der Bundesnetzagentur
Die maximale abgerufen Leistung aus Kraftwerken der Netzreserve ist in
folgender Tabelle dargestellt (Angaben in Megawatt).
Netzreservekraftwerke* 2021 2020 2019 2018 2017 2016 20155670 6596 6598 6598 11430 8383 7660
*Stand zum 31. Dezember des jeweiligen Jahres. Summierte Leistung in- und ausländischer
Netzreservekraftwerke in Megawatt. Werte für die Jahre 2018 und 2019 enthalten keine ausländische
Netzreserve. Diese war bis einschließlich 15. April 2018 mit einer Leistung von 4 821 Megawatt
kontrahiert.
Die Netzreserve wurde 2013 eingeführt, die angefragten Daten liegen der
Bundesregierung erst ab 2015 vor. Eine Aufteilung nach Bundesländern sowie
die Daten für 2022 liegen der Bundesregierung nicht vor.
16. Wie haben sich in den Jahren 2010 bis 2022 nach Kenntnis der
Bundesregierung die Redispatch-Kosten jeweils entwickelt (bitte insgesamt
sowie nach Bundesländern getrennt ausweisen)?
17. Wie haben sich in den Jahren 2010 bis 2022 nach Kenntnis der
Bundesregierung die Gesamtkosten des Engpass-Managements jeweils
entwickelt?
Die Fragen 16 und 17 werden gemeinsam beantwortet.
Die Entwicklung der Redispatch-Kosten auf Basis von Kostenschätzung der
vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber und der Gesamtkosten des
Netzengpass-Managements zwischen 2015 und 2021 sind in den
Quartalsberichten zum Netzengpassmanagement veröffentlicht:
www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/Versorgungss
icherheit/Netzengpassmanagement/start.html.
Die entsprechenden Daten für die Jahre von 2010 bis 2014 sind den
Monitoringberichten der Bundesnetzagentur zu entnehmen:
www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/Monitoringbe
richte/start.html.
Eine Aufteilung der Redispatch-Kosten und der Gesamtkosten nach
Bundesländern wird in den Berichten nicht durchgeführt, da die Redispatch-Kosten nicht
verursachungsgerecht den Bundesländern zugeordnet werden können. Die
Kosten für 2022 liegen der Bundesregierung noch nicht vor.
18. Welche Strommenge wurde nach Kenntnis der Bundesregierung in den
Jahren 2010 bis 2022 jeweils zu welchem durchschnittlichen Preis in das
europäische Ausland exportiert?
Es wird auf die Antwort zu Frage 20 verwiesen.
19. Welche Strommenge wurde nach Kenntnis der Bundesregierung in den
Jahren 2010 bis 2022 kostenlos oder gegen Zuzahlung in das europäische
Ausland exportiert?
Welchem Anteil entspricht dies jeweils, gemessen an der gesamten
exportieren Strommenge des entsprechenden Jahres?
Hierzu liegen der Bundesregierung keine Informationen vor.
20. Welche Strommenge wurde nach Kenntnis der Bundesregierung in den
Jahren 2010 bis 2022 jeweils zu welchem durchschnittlichen Preis aus
dem europäischen Ausland importiert?
Die angeforderten Daten können dem Kapitel „I.E Grenzüberschreitender
Handel und Europäische Integration“ des Monitoringberichts der
Bundesnetzagentur entnommen werden. Der Bundesregierung liegen die Zahlen für 2011 bis
2021 vor:
www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/Mo
nitoringberichte/start.html.
Für eine Bewertung der Importe und Exporte wurden die Handelsvolumina der
realisierten Verbundaustauschfahrpläne mit dem Day-Ahead Spotpreis der
EPEX-Spot der Gebotszone Deutschland/Luxemburg multipliziert. Für die
Ermittlung der monetären Werte für den nach bzw. aus Deutschland im- und
exportierten Strom wurden Importe als Kosten und Exporte als Erlöse angesehen.
In den folgenden Tabellen sind die exportierten bzw. importierten
Strommengen Deutschlands, sowie die zugehörigen durchschnittlichen Exporterlöse
bzw. Importkosten dargestellt.
2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
Export in
Terawattstunden 38,5 50,7 59,4 59,2 68,0 65,0 72,9 72,0 48,8 48,6 53,8
Erlöse Exporte
in Euro pro
Megawattstunde
49,1 41,3 37,0 32,1 30,3 28,4 33,0 42,5 34,9 27,3 92,0
Exportierte Strommenge und durchschnittliche Exporterlöse Deutschlands
2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
Import in
Terawattstunden 35,5 29,0 27,0 24,7 17,0 13,1 17,1 19,6 23,6 33,7 39,3
Erlöse Importe
in Euro pro
Megawattstunde
52,5 44,2 39,0 34,0 34,6 30,2 39,6 47,8 41,1 33,0 106,3
Importierte Strommenge und durchschnittliche Importkosten Deutschlands
21. Welche Strommenge wurde nach Kenntnis der Bundesregierung in den
Jahren 2010 bis 2022 jeweils kostenlos oder gegen Abnahmeprämie aus
dem europäischen Ausland importiert?
Welchem Anteil entspricht dies nach Kenntnis der Bundesregierung,
jeweils gemessen an der gesamten importierten Strommenge des
entsprechenden Jahres?
Hierzu liegen der Bundesregierung keine Informationen vor.
22. Wie hat sich in den Jahren 2010 bis 2022 der von der Bundesnetzagentur
festgestellte Strompreis für Haushaltskunden jeweils entwickelt (bitte
nach Bund und Bundesländern getrennt ausweisen)?
Der über alle Vertragskategorien mengengewichtete Elektrizitätspreis für
Haushaltskunden zwischen 2013 und 2022 für das Abnahmeband zwischen 2 500
bis 5 000 Kilowattstunden pro Jahr ist in der folgenden Abbildung dargestellt
(Preise in Cent pro Kilowattstunde und jeweils zum 1. April).
2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022
Energiebeschaffung,
Vertrieb & Marge 8,34 7,86 7,57 7,35 6,42 6,70 7,61 7,97 8,59 13,54
Netzentgelt inklusive
Messtellenbetrieb 6,52 6,54 6,60 6,79 7,31 7,19 7,22 7,50 7,52 8,12
Umlagen 7,66 8,37 8,25 8,86 9,31 9,17 9,04 9,41 9,26 6,60
Steuern 6,72 6,76 6,70 6,81 6,82 6,82 6,98 7,17 7,26 7,80
Gesamt 29,24 29,53 29,11 29,80 29,86 29,88 30,85 32,05 32,63 36,06
Preisangaben auf Bundeslandebene liegen der Bundesregierung nicht vor.
Angaben der Jahre 2010 bis 2012 können dem Monitoringbericht der
Bundesnetzagentur entnommen werden:
www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/Elekt
rizitaetundGas/Monitoringberichte/start.html.
23. In wie vielen Fällen wurde in den Jahren 2010 bis 2022 nach Kenntnis
der Bundesregierung die Unterbrechung der Versorgung mit Strom
aufgrund der Nichterfüllung einer Zahlungsverpflichtung jeweils angedroht
(sogenannte Sperrandrohung; bitte nach Bund und Bundesländern
getrennt ausweisen)?
Die Anzahl sogenannter Sperrandrohungen zwischen 2018 und 2021 nach
Angaben von Lieferanten ist der folgenden Tabelle zu entnehmen.
Anzahl Sperrandrohungen 2018 2019 2020 20214.940.980 4.750.617 4.220.579 3.965.092
Quelle: Monitoring der Bundesnetzagentur
Daten für 2022 liegen der Bundesregierung noch nicht vor und werden durch
die Bundesnetzagentur im Rahmen des Monitorings 2023 erhoben. Eine
Differenzierung nach Bundesländern wird im Rahmen des Monitorings nicht
durchgeführt.
Im Jahr 2010 wurde der Indikator „Sperrandrohungen“ noch nicht erhoben. Die
Anzahl der Sperrandrohungen für die Jahre 2011 bis 2017 können den
Monitoringberichten der Bundesnetzagentur im Kapitel Einzelhandel entnommen
werden:
www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/Monitori
ngberichte/start.html.
24. In wie vielen Fällen wurde in den Jahren 2010 bis 2022 nach Kenntnis
der Bundesregierung die Unterbrechung der Versorgung mit Strom
aufgrund der Nichterfüllung einer Zahlungsverpflichtung jeweils
durchgeführt (sogenannte Stromsperre; bitte nach Bund und Bundesländern
getrennt ausweisen)?
Die Entwicklung der Anzahl von Stromsperrungen nach Angaben der
Verteilernetzbetreiber (VNB) ist in der folgenden Tabelle abgebildet.
Anzahl der
Stromsperrungen gemäß
angeben der VNB
2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
321539 344798 351802 331272 330254 330098 296370 289012 230015 234926
Quelle: Monitoring der Bundesnetzagentur 2022
Die Zahl der Stromsperrungen für 2022 liegt der Bundesregierung noch nicht
vor und wird durch die Bundesnetzagentur im Rahmen des Monitorings 2023
erhoben. Die entsprechenden Informationen für die Jahre 2010 bis 2012 können
den Monitoringberichten der Bundesnetzagentur entnommen werden:
www.bu
ndesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/Monitoringberichte/st
art.html.
In der folgenden Tabelle ist die Anzahl der Stromsperrungen nach Angaben der
Verteilernetzbetreiber nach Bundesländern für das Jahr 2021 dargestellt.
Anzahl der Sperrungen
(inner- und außerhalb
Grundversorgung)
Anteil Marktlokationen
von Letztverbrauchern im
Bundesland in Prozent
Baden-Württemberg 16325 0,25
Bayern 21341 0,27
Berlin 12192 0,50
Brandenburg 5463 0,31
Bremen 4039 0,90
Hamburg 6836 0,58
Hessen 18773 0,49
Mecklenburg-
Vorpommern
5237 0,46
Niedersachsen 15367 0,32
Nordrhein-Westfalen 79240 0,70
Rheinland-Pfalz 10027 0,40
Saarland 2397 0,37
Sachsen 13539 0,48
Sachsen-Anhalt 10872 0,71
Schleswig-Holstein 6975 0,38
Thüringen 6303 0,44
Quelle: Monitoring der Bundesnetzagentur 2022
Die Anzahl der durchgeführten Sperrungen pro Bundesland für die Jahre 2011
bis 2020 können den Monitoringberichten der Bundesnetzagentur im Kapitel
Einzelhandel entnommen werden. Für das Jahr 2010 gibt es keine Aufteilung
nach Bundesländer.
www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/Monitoringbe
richte/start.html.
25. In wie vielen Fällen wurde in den Jahren 2010 bis 2022 nach Kenntnis
der Bundesregierung eine Unterbrechung der Versorgung mit Strom
a) innerhalb der Grundversorgung,
b) außerhalb der Grundversorgung
jeweils durchgeführt (bitte nach Bund und Bundesländern getrennt
ausweisen)?
Welchem Anteil entspricht dies nach Kenntnis der Bundesregierung
jeweils, gemessen an allen durchgeführten Stromsperren des
entsprechenden Jahres?
Die Anzahl der Sperrungen für die Jahre 2018 bis 2021 differenziert nach
„innerhalb“ und „außerhalb“ der Grundversorgung nach Angaben der Lieferanten
sind in der folgenden Tabelle dargestellt.
2018 2019 2020 2021
Anzahl Sperrungen in der
Grundversorgung 245.105 235.071 179.142 185.928
Anzahl Sperrungen außerhalb
der Grundversorgung 69.769 69.868 59.828 55.728
Quelle: Monitoring der Bundesnetzagentur 2022
Die Anzahl der Stromsperrungen für 2022 liegt der Bundesregierung noch
nicht vor und wird durch die Bundesnetzagentur im Rahmen des Monitorings
2023 erhoben. Die entsprechenden Informationen für die Jahre 2015 bis 2017
können den Monitoringberichten der Bundesnetzagentur entnommen werden:
www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/Monitoringbe
richte/start.html.
Die Differenzierung von Stromsperrungen nach „innerhalb“ und „außerhalb“
der Grundversorgung wurde erstmals 2015 abgefragt. Eine zusätzliche
Differenzierung nach Bundesländern liegt der Bundesregierung nicht vor.
26. Wie hoch war in den Jahren 2010 bis 2022 nach Kenntnis der
Bundesregierung jeweils die Gesamtstundenzahl der Unterbrechungen der
Stromversorgung gemäß Stromgrundversorgungsverordnung (bitte nach
Bund und Bundesländern getrennt ausweisen)?
Hierzu liegen der Bundesregierung keine Informationen vor.
27. Wie hat sich in den Jahren 2010 bis 2022 der von der Bundesnetzagentur
festgestellte Gaspreis für Haushaltskunden jeweils entwickelt (bitte nach
Bund und Bundesländern getrennt ausweisen)?
Der über alle Vertragskategorien mengengewichtete Gaspreis für
Haushaltskunden zwischen 2016 und 2022 ist in der folgenden Abbildung dargestellt (Preise
in Cent pro Kilowattstunde und jeweils zum 1. April).
über alle Vertragskategorien
mengengewichteter Gaspreis
für Haushaltskunden
2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022
6,54 6,15 6,07 6,34 6,31 6,68 9,88
Quelle: Monitoring der Bundesnetzagentur
Preisangaben auf Bundeslandebene liegen der Bundesregierung nicht vor. Die
Entwicklung für die Jahre 2010 bis 2015 können den Monitoringberichten der
Bundesnetzagentur entnommen werden:
www.bundesnetzagentur.de/DE/Facht
hemen/ElektrizitaetundGas/Monitoringberichte/start.html.
28. In wie vielen Fällen wurde in den Jahren 2010 bis 2022 nach Kenntnis
der Bundesregierung die Unterbrechung der Versorgung mit Gas
aufgrund der Nichterfüllung einer Zahlungsverpflichtung jeweils angedroht
(sogenannte Sperrandrohung; bitte nach Bund und Bundesländern
getrennt ausweisen)?
Die Anzahl sogenannter Sperrandrohungen zwischen 2017 und 2021 nach
Angaben von Lieferanten ist der folgenden Tabelle zu entnehmen.
Anzahl Sperrandrohungen
2017 2018 2019 2020 2021
1.124.435 1.203.558 1.036.016 978.394 1.001.163
Quelle: Monitoring der Bundesnetzagentur
Die Anzahl der Sperrandrohungen für 2022 liegt der Bundesregierung noch
nicht vor und wird durch die Bundesnetzagentur im Rahmen des Monitorings
2023 erhoben. Eine Differenzierung nach Bundesländern wird im Rahmen des
Monitorings nicht durchgeführt.
Die Anzahl der Sperrandrohungen für die Jahre 2010 bis 2016 können den
Monitoringberichten der Bundesnetzagentur entnommen werden:
www.bundesnetz
agentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/Monitoringberichte/start.html.
29. In wie vielen Fällen wurde in den Jahren 2010 bis 2022 nach Kenntnis
der Bundesregierung die Unterbrechung der Versorgung mit Gas
aufgrund der Nichterfüllung einer Zahlungsverpflichtung jeweils
durchgeführt (sogenannte Gassperre; bitte nach Bund und Bundesländern
getrennt ausweisen)?
Die Entwicklung der Anzahl von Gassperrungen nach Angaben der
Verteilernetzbetreiber (VNB) ist in der folgenden Tabelle abgebildet.
Anzahl von
Gassperrungen nach
Angaben der VNB
2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
39320 45890 46488 43636 38836 38048 33145 30997 23991 26905
Quelle: Monitoring der Bundesnetzagentur
Die Anzahl der Gassperrungen für 2022 liegt der Bundesregierung noch nicht
vor und wird durch die Bundesnetzagentur im Rahmen des Monitorings 2023
erhoben. Die entsprechenden Informationen für die Jahre 2010 bis 2011 können
den Monitoringberichten der Bundesnetzagentur entnommen werden:
www.bu
ndesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/Monitoringberichte/st
art.html.
In der folgenden Tabelle ist die Anzahl der Stromsperrungen nach Angaben der
Verteilernetzbetreiber nach Bundesländern für das Jahr 2021 dargestellt:
Anzahl der Sperrungen
(inner- und außerhalb
Grundversorgung)
Anteil Marktlokationen
von Letztverbrauchern im
Bundesland in Prozent
Baden-Württemberg 2682 0,19
Bayern 1578 0,11
Berlin 1470 0,25
Brandenburg 460 0,09
Bremen 16 0,01
Hamburg 144 0,06
Hessen 2108 0,21
Mecklenburg-
Vorpommern 244 0,09
Niedersachsen 2847 0,13
Nordrhein-Westfalen 12613 0,34
Rheinland-Pfalz 1364 0,16
Saarland 145 0,08
Sachsen 530 0,09
Sachsen-Anhalt 628 0,15
Schleswig-Holstein 473 0,08
Thüringen 437 0,13
Quelle: Monitoring der Bundesnetzagentur
Die entsprechenden Informationen für die Jahre 2010 bis 2020 können den
Monitoringberichten der Bundesnetzagentur entnommen werden:
www.bundesnetz
agentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/Monitoringberichte/start.html.
30. In wie vielen Fällen wurde in den Jahren 2010 bis 2022 nach Kenntnis
der Bundesregierung eine Unterbrechung der Versorgung mit Gas
a) innerhalb der Grundversorgung,
b) außerhalb der Grundversorgung
jeweils durchgeführt (bitte nach Bund und Bundesländern getrennt
ausweisen)?
Welchem Anteil entspricht dies nach Kenntnis der Bundesregierung
jeweils, gemessen an allen durchgeführten Gassperren des entsprechenden
Jahres?
Die Anzahl der Sperrungen für die Jahre 2017 bis 2021 differenziert nach
„innerhalb“ und „außerhalb“ der Grundversorgung nach Angaben der Lieferanten
sind in der folgenden Tabelle dargestellt.
2017 2018 2019 2020 2021
Anzahl Sperrungen in der
Grundversorgung 25.382 26.731 22.674 18.206 19.815
Anzahl Sperrungen außerhalb
der Grundversorgung 12.368 11.940 10.406 7.629 9.395
Quelle: Monitoring der Bundesnetzagentur 2022
Die Anzahl der Gassperrungen für 2022 liegt der Bundesregierung noch nicht
vor und wird durch die Bundesnetzagentur im Rahmen des Monitorings 2023
erhoben. Die entsprechenden Informationen für die Jahre 2015 bis 2016 können
den Monitoringberichten der Bundesnetzagentur entnommen werden:
www.bu
ndesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/Monitoringberichte/st
art.html.
Die Differenzierung von Gassperrungen nach „innerhalb“ und „außerhalb“ der
Grundversorgung wurde erstmals 2015 abgefragt. Eine zusätzliche
Differenzierung nach Bundesländern liegt der Bundesregierung nicht vor.
31. Wie hoch war in den Jahren 2010 bis 2022 nach Kenntnis der
Bundesregierung jeweils die Gesamtstundenzahl der Unterbrechungen der
Gasversorgung gemäß Gasgrundversorgungsverordnung (bitte nach Bund
und Bundesländern getrennt ausweisen)?
Hierzu liegen der Bundesregierung keine Informationen vor.
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ISSN 0722-8333]