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Kleine AnfrageWahlperiode 20Beantwortet

Nutzen und Risiken der COVID-19-Schutzimpfung für Kinder im Alter von sechs Monaten bis fünf Jahren

(insgesamt 1 Einzelfrage)

Fraktion

AfD

Ressort

Bundesministerium für Gesundheit

Datum

20.12.2022

Aktualisiert

03.01.2023

Deutscher BundestagDrucksache 20/480205.12.2022

Nutzen und Risiken der COVID-19-Schutzimpfung für Kinder im Alter von sechs Monaten bis fünf Jahren

der Abgeordneten Jörg Schneider, Martin Sichert, Kay-Uwe Ziegler, Dr. Christina Baum, Thomas Dietz, Gereon Bollmann, Jürgen Braun, Carolin Bachmann, Martin Reichardt, Frank Rinck und der Fraktion der AfD

Vorbemerkung

Im Oktober 2022 wurden der COVID-19-Impfstoff Comirnaty des Herstellers BioNTech/Pfizer und der COVID-19-Impfstoff Spikevax des Herstellers Moderna auf Empfehlung der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) für Schutzimpfungen für Kinder im Alter von sechs Monaten bis vier (Comirnaty) bzw. fünf (Spikevax) Jahren von der Europäischen Kommission zugelassen (https://www.kbv.de/html/1150_60512.php).

Mitarbeiter des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) beteiligen sich in den Gremien der EMA und übernehmen häufig die Federführung zentraler Zulassungsverfahren für Impfstoffe und führen deren Sicherheitsüberprüfungen durch (https://www.pei.de/DE/institut/pei-international/ema-inhalt.html). Auf nationaler Ebene fällt die Zuständigkeit für die COVID-19-Impfstoffe auf das PEI (https://www.pei.de/DE/regulation/zulassung-human/zulassung-human-node.html).

Schutzimpfungen können zu schwerwiegenden irreversiblen Nebenwirkungen führen. Dabei ist die Gefährdung von Kindern durch COVID-19 besonders gering (https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2022/Ausgaben/46_22.pdf?__blob=publicationFile, https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/134612/COVID-19-Wenige-Kinder-und-Jugendliche-mussten-intensivmedizinischbehandelt-werden). Daher ist das Nutzen-Risiko-Verhältnis von COVID-19-Schutzimpfungen für Kinder im Alter von sechs Monaten bis fünf Jahren von besonderem Interesse.

Die Ständige Impfkommission (STIKO), welche als unabhängige Kommission dem Robert-Koch-Institut angegliedert ist, bewertet kontinuierlich auf Basis aller verfügbaren Daten den Nutzen und das Risiko der COVID-19-Impfung sowohl für die Allgemeinbevölkerung als auch für spezielle Zielgruppen. Die STIKO empfiehlt eine COVID-19-Impfung daher nur für vorerkrankte Kinder im Alter von sechs Monaten bis vier Jahren und für Kinder mit Kontakt zu vulnerablen Personen (https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/ImpfungenAZ/COVID-19/Impfempfehlung-Zusfassung.html) (https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2022/Ausgaben/46_22.pdf?__blob=publicationFile).

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen1

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Inwieweit ist es nach Einschätzung der Bundesregierung möglich und sinnvoll, die Zulassung der in der Vorbemerkung der Fragesteller erwähnten COVID-19-Impfstoffe für Kinder im Alter von sechs Monaten bis vier bzw. fünf Jahren an die entsprechende Empfehlung der STIKO anzupassen, damit ausgeschlossen werden kann, dass Kinder geimpft werden, für die das Risiko der Impfung wahrscheinlich größer als der Nutzen ist, und welche Gründe sprechen für bzw. gegen eine solche Anpassung der Zulassung an die Empfehlung der STIKO?

Berlin, den 2. Dezember 2022

Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion

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