Zuwanderung aus Österreich und der Schweiz
der Abgeordneten René Springer, Gerrit Huy, Jörg Schneider, Tobias Matthias Peterka und der Fraktion der AfD
Vorbemerkung
Deutsche Staatsangehörige verlassen das eigene Land. Der Wanderungssaldo von deutschen Staatsangehörigen ist seit vielen Jahren negativ. Allein im Jahr 2021 verlor Deutschland rund 70 000 Staatsangehörige an das Ausland.
Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg von 12,5 Prozent (https://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Forschung/Migrationsberichte/migrationsbericht-2021-zentrale-ergebnisse.html;jsessionid=F34687A48FA696170B5FB90C57558AFA.intranet671?view=renderPdfViewer&nn=282388).
Die Folgen der Abwanderungstendenzen drücken sich nach Ansicht der Fragesteller unter anderem in einem wachsenden Ärztemangel an deutschen Krankenhäusern aus. Bereits im Jahr 2005 teilte der damalige Präsident der Bundesärztekammer mit, dass jeder fünfte Arzt, der in Deutschland erstmals tätig wird, inzwischen Ausländer sei (Thelen, Peter: Immer mehr Ärzte verlassen Deutschland, in: Handelsblatt vom 25. Februar 2005). Im Gegensatz dazu beträgt der Anteil der ärztlichen Fachkräfte mit einem in Deutschland erworbenen Arztdiplom in der Schweiz bereits 51,8 Prozent. Neben den Sprachvorteilen zieht deutsche Ärztinnen und Ärzte zudem die Aussicht auf eine attraktive Vergütung ohne Krankenversicherungsdeckelung und Leistungsbegrenzung, auf hohe Klinikbudgets, gepaart mit einer hohen Personaldichte und flachen Hierarchien, einen geregelten Freizeitausgleich bei Überstunden sowie der im Vergleich zum deutschen Gesundheitssystem geringere administrative Aufwand über die Grenze (https://aerztestellen.aerzteblatt.de/de/redaktion/arbeiten-der-schweiz-deutsche-aerzte-auf-dem-vormarsch).
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen18
Wie haben sich im Zeitraum von 2010 bis 2022 die Anzahl sowie der Anteil der bundesdeutschen Bevölkerung mit österreichischer sowie schweizerischer Staatsangehörigkeit jeweils entwickelt?
Wie haben sich im Zeitraum von 2010 bis 2022 die Anzahl sowie der Anteil der bundesdeutschen Bevölkerung mit österreichischer sowie schweizerischer Staatsangehörigkeit in den folgenden Altersklassen jeweils entwickelt:
a) unter 15 Jahre,
b) 15 bis 24 Jahre,
c) 25 bis 34 Jahre,
d) 34 bis 54 Jahre,
e) 55 bis 64 Jahre,
f) älter als 65 Jahre?
Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung im Zeitraum von 2010 bis 2022 die Anzahl sowie der Anteil der Erwerbstätigen mit österreichischer sowie schweizerischer Staatsangehörigkeit in der Bundesrepublik Deutschland jeweils entwickelt (bitte insgesamt sowie nach Bundesländern getrennt ausweisen)?
Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung im Zeitraum von 2010 bis 2022 die Teilzeitquote der Erwerbstätigen mit österreichischer sowie schweizerischer Staatsangehörigkeit in der Bundesrepublik Deutschland jeweils entwickelt?
Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung im Zeitraum von 2010 bis 2022 die Zahl der Erwerbstätigen in der Bundesrepublik Deutschland mit österreichischer sowie schweizerischer Staatsangehörigkeit in folgenden Altersklassen jeweils entwickelt:
a) 15 bis 24 Jahre,
b) 25 bis 34 Jahre,
c) 34 bis 54 Jahre,
d) 55 bis 64 Jahre,
e) älter als 65 Jahre?
Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung im Zeitraum von 2010 bis 2022 die Zahl der Erwerbstätigen österreichischer sowie schweizerischer Staatsangehörigkeit in den Wirtschaftsabschnitten A bis U (Wirtschaftszweig [WZ] 2008) jeweils entwickelt?
Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung im Zeitraum von 2010 bis 2022 das Brutto-Medianeinkommen der Erwerbstätigen mit österreichischer sowie schweizerischer Staatsangehörigkeit (ohne Auszubildende und geringfügig Beschäftigte) in Deutschland insgesamt sowie in den einzelnen Wirtschaftsabschnitten A bis U (WZ 2008) jeweils entwickelt?
Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung im Zeitraum von 2010 bis 2022 die Zahl der Erwerbstätigen mit österreichischer sowie schweizerischer Staatsangehörigkeit in folgenden Wirtschaftsgruppen (WZ 2008) jeweils entwickelt:
a) 86.1 Krankenhäuser,
b) 86.2 Arzt- und Zahnarztpraxen,
c) 86.9 Gesundheitswesen a. n. g.,
d) 87.1 Pflegeheime,
e) 87.2 Stationäre Einrichtungen zur psychosozialen Betreuung,
f) 87.3 Altenheime; Alten- und Behindertenwohnheime,
g) 87.9 Sonstige Heime (ohne Erholungs- und Ferienheime),
h) 88.1 Soziale Betreuung älterer Menschen und Behinderter,
i) 88.9 Sonstiges Sozialwesen (ohne Heime)?
Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung im Zeitraum von 2010 bis 2022 das Brutto-Medianeinkommen der Erwerbstätigen mit österreichischer sowie schweizerischer Staatsangehörigkeit (ohne Auszubildende und geringfügig Beschäftigte) in folgenden Wirtschaftsgruppen jeweils entwickelt:
a) 86.1 Krankenhäuser,
b) 86.2 Arzt- und Zahnarztpraxen,
c) 86.9 Gesundheitswesen a. n. g.,
d) 87.1 Pflegeheime,
e) 87.2 Stationäre Einrichtungen zur psychosozialen Betreuung,
f) 87.3 Altenheime; Alten- und Behindertenwohnheime,
g) 87.9 Sonstige Heime (ohne Erholungs- und Ferienheime),
h) 88.1 Soziale Betreuung älterer Menschen und Behinderter,
i) 88.9 Sonstiges Sozialwesen (ohne Heime)?
Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung im Zeitraum von 2010 bis 2022 die Anzahl sowie der Anteil der Erwerbstätigen mit österreichischer sowie schweizerischer Staatsangehörigkeit entwickelt, die das Qualifikations- bzw. Ausbildungsniveau aufweisen als
a) Helfer,
b) Fachkraft,
c) Spezialist,
d) Experte?
Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung im Zeitraum von 2010 bis 2022 die Anzahl sowie der Anteil der geringfügig Beschäftigten mit österreichischer sowie schweizerischer Staatsangehörigkeit jeweils entwickelt?
Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung im Zeitraum von 2010 bis 2022 die Anzahl sowie der Anteil der selbständig Beschäftigten in der Bundesrepublik Deutschland mit österreichischer sowie schweizerischer Staatsangehörigkeit jeweils entwickelt?
Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung im Zeitraum von 2010 bis 2022 die Anzahl sowie der Anteil der Arbeitslosen mit österreichischer sowie schweizerischer Staatsangehörigkeit in der Bundesrepublik Deutschland entwickelt, und wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Zahl der Arbeitslosen mit österreichischer sowie schweizerischer Staatsangehörigkeit mit folgendem Bildungs- bzw. Ausbildungsniveau jeweils entwickelt:
a) kein Hauptschulabschluss,
b) Hauptschulabschluss,
c) Mittlere Reife,
d) Fachhochschulreife,
e) Abitur bzw. Hochschulreife,
f) ohne abgeschlossene Berufsausbildung,
g) betriebliche bzw. schulische Ausbildung,
h) akademische Ausbildung?
Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung im Zeitraum von 2010 bis 2022 die Anzahl sowie der Anteil der Langzeitarbeitslosen (über zwölf Monate) mit österreichischer sowie schweizerischer Staatsangehörigkeit jeweils entwickelt?
Wie viele Personen mit österreichischer sowie schweizerischer Staatsangehörigkeit haben in den Jahren von 2010 bis 2022 nach Kenntnis der Bundesregierung jeweils an einer Maßnahme der aktiven Arbeitsmarktpolitik teilgenommen?
Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung im Zeitraum von 2010 bis 2022 die Anzahl sowie der Anteil der Regelleistungsberechtigten (RLB) mit österreichischer sowie schweizerischer Staatsangehörigkeit jeweils entwickelt?
Wie haben sich im Zeitraum von 2010 bis 2022 die Anzahl sowie der Anteil der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten (ELB) mit österreichischer sowie schweizerischer Staatsangehörigkeit nach Kenntnis der Bundesregierung jeweils entwickelt?
Wie haben sich im Zeitraum von 2010 bis 2022 die Anzahl sowie der Anteil der Bedarfsgemeinschaften mit österreichischen sowie schweizerischen Staatsangehörigen nach Kenntnis der Bundesregierung entwickelt?