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Kleine AnfrageWahlperiode 20Beantwortet

Gründerplattform.de

(insgesamt 6 Einzelfragen)

Fraktion

AfD

Ressort

Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

Datum

23.03.2023

Aktualisiert

29.03.2023

Deutscher BundestagDrucksache 20/594610.03.2023

Gründerplattform.de

der Abgeordneten Uwe Schulz, Leif-Erik Holm, Dr. Malte Kaufmann, Enrico Komning, Dr. Michael Espendiller, Sebastian Münzenmaier, Bernd Schattner, Kay-Uwe Ziegler und der Fraktion der AfD

Vorbemerkung

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und die BusinessPilot GmbH haben zusammen mit den zentralen Akteuren der Gründungsförderung, wie Kammern, Landesförderinstitute, Bürgschaftsbanken und Kreditinstitute, eine digitale Arbeitsumgebung für Gründer entwickelt. „BMWK und KfW sind Initiatoren des Projekts“. Die fachliche und technische Entwicklung sowie den Betrieb übernimmt die BusinessPilot GmbH. Ziel der Gründerplattform.de ist es, in Deutschland das Gründen von Unternehmen einfacher zu machen und mehr Menschen dazu zu ermutigen. Gründer entwickeln auf der kostenfreien Plattform erste Ideen weiter zu einem Geschäftsmodell, schreiben ihren Businessplan und kontaktieren potenzielle Förder- und Finanzierungspartner. „Dabei helfen Tools aus der modernen Gründungsberatung und Entrepreneurshiplehre“ (gruenderplattform.de/assets/documents/kurzvorstellung_gruenderplattform.pdf).

Nach Auskunft der Bundesregierung besteht die Gründerplattform aus über 700 Institutionen aus dem Bereich der Gründungsförderung. Dazu zählen insbesondere Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern und weitere Wirtschaftsförderer, alle Landesförderinstitute und Bürgschaftsbanken sowie weitere Banken und Sparkassen. Seit dem Start im Jahr 2018 wurde die Gründerplattform mehr als 7,8 Millionen Mal besucht. Seitdem haben sich mehr als 360 000 Nutzerinnen und Nutzer auf der Gründerplattform.de registriert, um ein Geschäftsmodell zu entwickeln, einen Businessplan zu schreiben oder Förder- und Finanzierungspartner zu kontaktieren (Antwort zu Frage 18 auf Bundestagsdrucksache 20/5490).

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen6

1

Welche Vorteile gibt es nach Ansicht der Bundesregierung, dass Gründer in Deutschland die Gründerplattform.de in Anspruch nehmen, und werden Gründerservices nach Kenntnis der Bundesregierung auch von anderen Anbietern (z. B. Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern usw.) parallel zur bestehenden Gründerplattform angeboten?

2

Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse darüber vor, wie viele der 700 Institutionen aus dem Bereich der Gründungsförderung, aus dem die Gründerplattform.de besteht (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller), ihrerseits aus öffentlichen Mitteln unterstützt werden (wenn ja, bitte nach Nichtregierungsorganisationen [NGOs], Ländern, Banken, staatlichen Einrichtungen usw. aufschlüsseln)?

3

Zu wie vielen Gründungen hat, nach Kenntnis der Bundesregierung, die Gründerplattform.de seit ihrem Start 2018 beigetragen (bitte nach Jahr und Wirtschaftszweig aufschlüsseln)?

4

Wie hoch sind die Gesamtausgaben, die vom BMWK und von der KfW seit dem Start der Gründerplattform.de 2018 aufgewendet wurden (bitte pro Jahr aufschlüsseln)?

5

Wie hoch sind die Gesamtpersonalkosten seit dem Start der Gründerplattform 2018, und welche Stellen wurden im Zusammenhang mit dem Start der Gründerplattform.de seit 2018 neu geschaffen oder wurden aus anderen Ressorts übernommen (bitte pro Jahr aufschlüsseln)?

6

Ist der Betrieb der Website Gründerplattform.de nach Kenntnis der Bundesregierung CO2 neutral (www.bundesregierung.de/breg-de/themen/klimaschutz/klimaschutzgesetz-2021-1913672)?

Berlin, den 1. März 2023

Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion

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