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Kleine AnfrageWahlperiode 20Beantwortet

Verpflegung der Bundeswehr

(insgesamt 8 Einzelfragen)

Fraktion

AfD

Ressort

Bundesministerium der Verteidigung

Datum

11.12.2023

Aktualisiert

30.01.2024

Deutscher BundestagDrucksache 20/940116.11.2023

Verpflegung der Bundeswehr

der Abgeordneten Stephan Protschka, Peter Felser, Frank Rinck, Bernd Schattner, Dietmar Friedhoff, Steffen Janich, Enrico Komning, Uwe Schulz und der Fraktion der AfD

Vorbemerkung

Medien berichteten, dass laut einer internen Mail des Verpflegungsamts der Bundeswehr (VpflABw) bei den Speiseplänen in den Truppenküchen der Bundeswehr deutlich gespart werden soll. Um der Preisdynamik des Marktes Rechnung zu tragen und aus Gründen der Nachhaltigkeit werde eine „konzeptionelle Reduzierung“ des Warenkorbs angestrebt. Das betreffe insbesondere die Beschaffung von Rindfleischprodukten, frischem Obst und tiefgekühltem Fisch (https://www.rnd.de/politik/obstgate-bundeswehr-will-bei-obst-fleisch-und-fisch-auf-dem-soldaten-speiseplan-sparen-TRZ6XLOTO5AAZIIHTKIQJJ2V2U.html). Ein Sprecher des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw) habe dies bestätigt (https://www.bundeswehr-journal.de/2023/truppenverpflegung-kuerzungen-oder-optimierung/).

Kurz nach den Medienberichten dementierte das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) in einer Pressemitteilung, dass der Speiseplan in den Truppenküchen der Bundeswehr im kommenden Jahr „zusammengestrichen werden soll“. Weder „Rationierungen noch Streichungen von Lebensmitteln“ seien vorgesehen. Allerdings wird auch betont, dass abschließende Entscheidungen über eine Neuausrichtung der Verpflegung noch nicht getroffen seien (https://www.bmvg.de/de/presse/verpflegung-der-bundeswehr-bleibt-abwechslungsreich-und-frisch-5699628).

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen8

1

Sind die Medienberichte zutreffend, dass das Verpflegungsamt der Bundeswehr angekündigt hat, ab nächstem Jahr beim Speiseplan der Bundeswehr sparen zu wollen, und wenn ja, aus welchen Gründen soll dies geschehen, und in welcher Höhe muss ggf. gespart werden (https://www.rnd.de/politik/obstgate-bundeswehr-will-bei-obst-fleisch-und-fisch-auf-dem-soldaten-speiseplan-sparen-TRZ6XLOTO5AAZIIHTKIQJJ2V2U.html)?

2

Ist es zutreffend, dass in der Truppenverpflegung ab nächstem Jahr nur noch einmal die Woche Fisch auf dem Speiseplan stehen soll, Rindfleisch vor allem durch Geflügel- und Schweinefleisch ersetzt werden soll und vegetarische und vegane Fleischersatzprodukte öfter auf den Speiseplänen stehen sollen (ebd.)?

3

Welchen Stellenwert haben heimische und oder regionale Lebensmittel sowie Tierhaltungsanforderungen für das Verpflegungsamt der Bundeswehr beziehungsweise für die Truppenverpflegung, und wie macht sich das bemerkbar?

4

Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung der Anteil an heimischen und oder regionalen Lebensmitteln sowie Fleischprodukten aus höheren Tierhaltungsstufen in der Truppenverpflegung, und wie hat sich dieser Anteil in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

5

Ist es zutreffend, dass laut einem Sprecher des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr die „konzeptionelle Reduzierung“ des Warenkorbes auch aufgrund wandelnder Essgewohnheiten angepeilt wird, und wenn ja, was ist damit konkret gemeint, wie haben sich die Essgewohnheiten in der Truppenverpflegung in den vergangenen zehn Jahren entwickelt, und wie wurde das erhoben (https://www.bundeswehr-journal.de/2023/truppenverpflegung-kuerzungen-oder-optimierung/)?

6

Wie haben sich die Kosten bei der Truppenverpflegung in den vergangenen fünf Jahren entwickelt, und was waren beziehungsweise sind nach Kenntnis der Bundesregierung dabei die größten Preistreiber?

7

Was ist bezüglich der Truppenverpflegung mit dem „Grundsatz der Nachhaltigkeit“ konkret gemeint, und inwiefern sind welche Lebensmittelprodukte davon betroffen (https://www.bmvg.de/de/presse/verpflegung-der-bundeswehr-bleibt-abwechslungsreich-und-frisch-5699628)?

8

Wann werden die „Entscheidungen über eine Neuausrichtung der Verpflegung“ abgeschlossen sein, und um welche Entscheidungen geht es dabei ganz konkret (ebd.)?

Berlin, den 15. November 2023

Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion

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