Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Peter Felser, Stephan Protschka,
Frank Rinck, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD
– Drucksache 20/10705 –
Förderung der Herstellung von pflanzlichen, fermentierten und zellkultivierten
Proteinen für die menschliche Ernährung durch die Bundesregierung
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Aktuell wird an einer Vielzahl von möglichen alternativen Proteinquellen für
die menschliche Ernährung gearbeitet. Darunter einzuordnen sind tierische
Proteinquellen wie Insekten oder Laborfleisch, mikrobielle Proteine
hergestellt aus Mikro- und Makroalgen, Pilzen, Bakterien oder Hefen und
pflanzliche Proteinquellen wie etwa Leguminosen oder Getreide (
www.dlg.org/de/leb
ensmittel/themen/publikationen/magazin-dlg-lebensmittel/eiweissquellen-
derzukunft).
Während pflanzliche Proteinersatzprodukte für Milch oder sogar Fleisch
bereits seit vielen Jahren auf dem Markt verfügbar sind, fehlen für Produkte aus
der Fermentation oder Zellkultur Langzeitstudien über die Auswirkungen des
Konsums auf die menschliche Gesundheit (
www.nau.ch/lifestyle/gesellschaft/
fleisch-aus-dem-labor-das-sind-die-risiken-und-nachteile-66509044). Unter
zellulärer Landwirtschaft versteht man die Herstellung von
landwirtschaftlichen Produkten wie Fleisch, Milch oder Eiern aus Zellkulturen oder Kulturen
aus Mikroorganismen. Designer-Hefen oder andere Mikroorganismen
produzieren beispielsweise Eiweiße, mit denen sich Milchprodukte herstellen
lassen. Bei der sogenannten Präzisionsfermentation werden die Mikroorganismen
zuvor gentechnisch so verändert, dass eine Art Molkenprotein extrahiert
werden kann, um daraus Frischkäse, Sahne und Joghurt und andere Produkte
herzustellen (
www.agrarheute.com/tier/rind/immer-mehr-labormilch-produkten-k
uenftig-eng-fuer-milchbauern-609904#:~:text=Die%20Technologie%2C%20u
m%20k%C3%BCnstliche%20Kuhmilch,Labor%20herzustellen%2C%20brau
cht%20man%20Mikroorganismen). Bei dem Verfahren für Milch wird
spezifisch die Genschere CRISPR/Cas verwendet (
www.dlg-mitteilungen.de/dossie
rs/ernaehrungstrends/praezisionsfermentation-milch-aus-dem-labor#:~:text=D
ie%20Pr%C3%A4zisionsfermentation%20ist%20ein%20biotechnologischer,d
ie%20Genschere%20CRISPR%2FCas%20verwendet).
Das bekannteste Konzept der zellulären Landwirtschaft ist wohl das
Kunstfleisch, welches derzeit hauptsächlich aus Zellspenden von Rind, Schwein,
Huhn und sogar Fischen gewonnen wird. Die Herstellung von
Fleischprodukten ohne Nutztiere hat in den letzten Jahren mit über 150 Start-ups weltweit in
diesem Bereich beträchtliche finanzielle Investitionen ausgelöst. Die Invest-
Deutscher Bundestag Drucksache 20/11071
20. Wahlperiode 11.04.2024
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft
vom 11. April 2024 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
mentfirma Bryan, Garnier & Co geht davon aus, dass der Markt für zelluläre
Landwirtschaft und Fermentation bis zum Jahr 2030 etwa 130 Mrd. Dollar
erreichen wird. Bislang ist es den Unternehmen in der EU noch nicht gelungen,
Produkte aus tierfreiem Molkenprotein, Fisch- und anderen Tierzellen oder
aus eiweißreichem Bakterienmehl auf den Markt zu bringen. Doch erste
Anträge sind bereits bei der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit
(EFSA) eingegangen (
www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgu
eter/baerchenwurst-firma-erstmals-verkauf-von-laborfleisch-in-der-eu-beantra
gt/29391370.html).
Nach Ansicht der Fragesteller bedrohen die neuen Verfahren die bäuerliche
Landwirtschaft und die traditionellen Techniken der Lebensmittelherstellung
in Deutschland und ganz Europa in hohem Maße. Der Auffassung ist auch das
italienische Parlament und hat Ende 2023 ein Gesetz verabschiedet, dass die
Herstellung und Vermarktung von Zellwucherungen aus dem Bioreaktor für
den menschlichen Verzehr in Italien verbietet (
www.topagrar.com/schwein/ne
ws/italien-verbietet-laborfleisch-und-irrefuehrende-namen-fuer-fleischersatzpr
odukte-a-13531078.html#:~:text=Italien%20verbietet%20Laborfleisch%20un
d%20irref%C3%BChrende,Steak%20f%C3%BCr%20Ersatzprodukte%20sind
%20verboten).
Auch Österreich, Frankreich, Tschechien, Zypern, Griechenland, Ungarn,
Luxemburg, Litauen, Malta, Rumänien und die Slowakei teilen die Bedenken
Italiens und haben sich zu Beginn des Jahres in einem Brief an den EU-
Agrarministerrat gewandt, um Kritik an der Technologie insgesamt zu äußern und
Forderungen aufzustellen (
www.lebensmittelzeitung.net/politik/nachrichten/n
ew-food-oesterreich-frankreich-und-italien-melden-bedenken-wegen-laborflei
sch-an-175655). Im Mittelpunkt stehen hierbei ethische Aspekte wie das
Tierwohl, ökologische Aspekte wie die Auswirkungen der Technik auf Umwelt
und Klima, medizinische Aspekte wie die menschliche Gesundheit, aber auch
notwendige Produktkennzeichnungen, um Verbrauchertäuschung vorzubeugen
(ebd.
www.lebensmittelzeitung.de).
Ab dem Jahr 2024 fördert die Bundesregierung mit dem „Chancenprogramm
Höfe“ massiv Landwirte, welche aus der Tierhaltung aussteigen und
alternative Proteine für den menschlichen Verzehr erzeugen wollen (dserver.bunde
stag.de/btd/20/086/2008661.pdf). Konkret soll mit dem Aktionsprogramm der
Einstieg in die Herstellung und Verarbeitung pflanzlicher, fermentierter und
zellkultivierter Proteine für die menschliche Ernährung gelingen. Insgesamt
sind für das laufende Jahr Unterstützungen in Höhe von 30 Mio. Euro für den
Ausstieg aus der Tierhaltung und die Förderung neuer Methoden zur
Herstellung und Verarbeitung alternativer Proteine vorgesehen. Weitere 27 Mio. Euro
wurden verpflichtend bis zum Jahr 2027 im Haushaltsetat des Agrarressorts
beschlossen (Bundestagsdrucksache 20/8661). Außerdem sind ein
Kompetenzzentrum zum Thema Proteine der Zukunft und ein Stakeholder-Forum zu
Proteinquellen für die menschliche Ernährung geplant (gvpraxis.food-servic
e.de/gvpraxis/gesetze/alt-protein--haushalt-2024-38-mio.-euro-fuer-
forschungbeschlossen-57903).
1. Ist der Bundesregierung bekannt, wie viele Anträge von Unternehmen
auf Zulassung von alternativen Proteinen als neuartiges Lebensmittel bis
dato bei der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)
eingereicht wurden, und wenn ja, wie viele, und welche Unternehmen
sind hier die Antragsteller?
Die Zulassung neuartiger Lebensmittel in der Europäischen Union wird bei der
Europäischen Kommission beantragt. Die Europäische Behörde für
Lebensmittelsicherheit (EFSA) wird erst im Rahmen des Zulassungsverfahrens von der
EU-Kommission mit der Risikobewertung beauftragt, sofern die Anträge nach
Prüfung durch die EU-Kommission für zulässig befunden wurden.
Die EU-Kommission stellt auf ihrer Website eine aktuelle Auflistung der in
Bearbeitung befindlichen zulässigen Anträge auf Zulassung eines neuartigen
Lebensmittels zur Verfügung:
https://ec.europa.eu/food/safety/novel-food/authorisations/summary-application
s-and-notifications_en.
Dieser Auflistung kann das jeweils antragsgegenständliche neuartige
Lebensmittel und das antragstellende Unternehmen sowie eine Zusammenfassung des
Antrags entnommen werden.
2. Wenn Frage 1 bejaht wurde, welche Tierarten und/oder
Mikroorganismen sind nach Kenntnis der Bundesregierung die Zellspender für die in
Frage 1 erfragten und zur Zulassung in der EU beantragten neuartigen
Lebensmittel, i. e. S. alternative Proteine, aus Zellkulturen?
Aus der in der Antwort zu Frage 1 erwähnten Auflistung kann Folgendes
entnommen werden:
Neuartige Lebensmittel, die aus Zellkulturen (Bioreaktoren) gewonnen werden
und gleichzeitig als alternative Proteine im Sinne eines Makronährstoffs
angesehen werden könnten, sind:
a) Yarrowia lipolytica Hefepilz-Biomasse
b) Pilzprotein aus dem Fusarium-Stamm flavolapis
c) protein- und ballaststoffreiche Pilzbiomasse „Fermotein“ aus einem
Fadenpilz
d) getrocknetes Biomassepulver von Xanthobacter sp. SoF1 (Bakterium)
e) Chlamydomonas reinhardtii (Alge) getrocknetes Biomassepulver.
3. Wie viele Zulassungen zur Markteinführung von alternativen Proteinen
aus Zellkultur gibt es nach Kenntnis der Bundesregierung bis dato
weltweit, und welche Länder sind hier zu nennen?
Informationen über die konkrete Anzahl der Zulassungen weltweit liegen der
Bundesregierung nicht vor. Soweit bekannt, gibt es derzeit in drei Ländern
Zulassungen für Produkte, die unter Nutzung zellkulturbasierter
Herstellungsverfahren erzeugt wurden. Dies sind Singapur, Israel und die Vereinigten Staaten
von Amerika.
4. Fördert die Bundesregierung bereits Projekte, die sich mit der
Herstellung von alternativen Proteinen für die menschliche Ernährung aus
Zellkulturen oder aus der Präzisionsfermentation befassen?
a) Wenn ja, welche Projekte sind dies im Detail, welche Unternehmen
sind daran beteiligt, und in welcher Höhe belaufen sich die
Fördergelder?
b) Wenn nein, warum fördert die Bundesregierung aktuell noch keine
derartigen Projekte?
Die Fragen 4 bis 4b werden gemeinsam beantwortet.
Auf die als Anlage 1* zu Frage 4 beigefügte Übersicht laufender Projekte der
Bundesregierung wird verwiesen.
5. Gibt es bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
bereits erste Antragsteller im Rahmen des Aktionsprogramms
„Chancenprogramm Höfe“ (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller) mit dem Ziel, aus
der Tierhaltung auszusteigen, und wenn ja, was sind die Beweggründe
der Antragsteller für den Ausstieg, und welche Alternativen sollen
gefördert werden?
6. Gibt es bei der BLE bereits erste Antragsteller im Rahmen des
Aktionsprogramms „Chancenprogramm Höfe“ (vgl. Vorbemerkung der
Fragesteller) auf Förderung neuer Methoden zur Herstellung und Verarbeitung
alternativer Proteine, und wenn ja, welche Methoden zur Produktion und
Weiterverarbeitung sollen gefördert werden, und auf welchem zellulären
Ursprung beruhen die Produkte?
Die Fragen 5 und 6 werden gemeinsam beantwortet.
Es liegen noch keine entsprechenden Anträge vor.
7. Kann die Bundesregierung bereits nähere Auskünfte zum Start, zu den
Inhalten und zu den Teilnehmenden des Kompetenzzentrums „Proteine
der Zukunft“ im Rahmen des Aktionsprogramms „Chancenprogramm
Höfe“ (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller) geben?
a) Wenn ja, was ist schon bekannt?
b) Wenn nein, warum hat sie noch keine Informationen zum
Kompetenzzentrum „Proteine der Zukunft“?
8. Kann die Bundesregierung bereits nähere Auskünfte zum geplanten
Stakeholder-Forum zu Proteinquellen in der Humanernährung im Rahmen
des Aktionsprogramms „Chancenprogramm Höfe“ (vgl. Vorbemerkung
der Fragesteller) geben?
a) Wenn ja, was ist schon bekannt?
b) Wenn nein, warum hat sie noch keine Informationen zum benannten
Stakeholder-Forum?
Die Fragen 7 bis 8b werden gemeinsam beantwortet.
Laut Maßgabebeschluss des Deutschen Bundestages vom 16. November 2023
soll die Geschäftsstelle für die Eiweißpflanzenstrategie bei der Bundesanstalt
für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) schrittweise zu einem
„Kompetenzzentrum Proteine der Zukunft“ ausgebaut werden und in diesem Zuge soll ein
Stakeholderforum zu Proteinquellen in der Humanernährung eingerichtet
werden. Am 11. April 2024 wird es eine Stakeholder-Anhörung zu Proteinen in der
Humanernährung geben. Die Ergebnisse dieser Anhörung werden bei der
Übertragung der Aufgaben berücksichtigt.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 20/11071 auf der Internetseite
des Deutschen Bundestages abrufbar.
9. Welche gesetzlichen Kriterien müssen alternative Proteine aus der
Zellkultur nach Auffassung der Bundesregierung erfüllen, damit der
Markteintritt in den europäischen beziehungsweise deutschen
Lebensmittelmarkt erfolgen kann?
Zellkulturbasierte Lebensmittel (hier: alternative Proteine aus der Zellkultur)
unterliegen je nach Herstellungsverfahren und angewandter Technik der
Verordnung (EU) Nr. 2015/2283 über neuartige Lebensmittel (sogenannte Novel
Food-Verordnung) oder der Verordnung (EG) Nr. 1829/2003 über gentechnisch
veränderte Lebensmittel und Futtermittel und bedürfen vor dem
Inverkehrbringen einer entsprechenden EU-weit geltenden Zulassung. Voraussetzung dafür
ist neben dem Ausschluss eines Sicherheitsrisikos auch, dass Verbrauchende
durch die beabsichtigte Verwendung nicht irregeführt werden.
10. Hat die Bundesregierung Kenntnis über die Einstellung der deutschen
Bevölkerung hinsichtlich der Einführung von alternativen Proteinen aus
Zellkultur auf dem deutschen Lebensmittelmarkt?
a) Wenn ja, welche Haltung nehmen die Bundesbürger diesbezüglich
ein, und woher stammen die Ergebnisse?
b) Wenn nein, warum nicht?
Die Fragen 10 bis 10b werden gemeinsam beantwortet.
Das Büro für Technikfolgen-Abschätzung des Deutschen Bundestages (TAB)
kommt in seinem Themenkurzprofil Nummer 62 von Februar 2023 hinsichtlich
der Verbraucherakzeptanz zu folgendem Ergebnis*.
Aktuell verfügbare Studien, die die Verbrauchersicht auf zelluläre
Fleischprodukte untersuchen, zeigen zumeist eine geringe Akzeptanz und Offenheit
zellkulturbasierten Produkten gegenüber. Studien zur Verbraucherakzeptanz sind
aufgrund methodischer Einschränkungen jedoch nur von begrenzter
Aussagekraft. Insbesondere Fragen zur Zahlungsbereitschaft und den
Ernährungspräferenzen sind hypothetischer Natur, da die Produkte nicht wie andere
Fleischprodukte im Handel erhältlich sind und somit eine begrenzte Vertrautheit der
Konsumentinnen und Konsumenten besteht (Treich 2021, S. 42). Angesichts dieser
wenig belastbaren empirischen Erkenntnisse ist aktuell schwer abschätzbar, wie
groß die Nachfrage nach zellkulturbasierten Fleischprodukten wäre.
11. Hat die Bundesregierung Kenntnis über die Einstellung der deutschen
Bevölkerung hinsichtlich der Einführung von alternativen Proteinen aus
der Präzisionsfermentation auf dem deutschen Lebensmittelmarkt?
a) Wenn ja, welche Haltung nehmen die Bundesbürger diesbezüglich
ein, und woher stammen die Ergebnisse?
b) Wenn nein, warum nicht?
Die Fragen 11 bis 11b werden gemeinsam beantwortet.
Der Bundesregierung liegen diesbezüglich keine Erkenntnisse vor.
12. Welche Risiken bestehen nach Kenntnis der Bundesregierung für
deutsche Verbraucher hinsichtlich des Konsums von alternativen Proteinen
aus Zellkultur (bitte nicht verallgemeinern, sondern exakt nach
Zellursprung aufschlüsseln)?
*
https://publikationen.bibliothek.kit.edu/1000156303
13. Welche Risiken bestehen nach Kenntnis der Bundesregierung für
deutsche Verbraucher hinsichtlich des Konsums von alternativen Proteinen
aus Zellkultur (bitte nicht verallgemeinern, sondern exakt nach
Zellursprung aufschlüsseln)?
Die Fragen 12 und 13 werden gemeinsam beantwortet.
Wie in der Antwort zu Frage 9 dargestellt, ist für zellkulturbasierte
Lebensmittel eine Zulassung notwendig. Nur wenn ein zulassungsbedürftiges
Lebensmittel kein Sicherheitsrisiko für die menschliche Gesundheit darstellt, kann die
Europäische Kommission eine Zulassung erteilen. Die Europäische Behörde
für Lebensmittelsicherheit (EFSA) geht in einer Risikobewertung auf die
Besonderheiten des Antrags, z. B. auf die Besonderheiten der ursprünglich
entnommenen Zellen („Zellursprung“) ein.
14. Plant die Bundesregierung, die Herkunftskennzeichnung von
Lebensmitteln in Deutschland mit Bezug auf alternative Proteine zu erweitern?
a) Wenn ja, in welcher Form, und wann ist mit einer Anpassung der
Herkunftskennzeichnung zu rechnen?
b) Wenn nein, warum nicht?
Die Fragen 14 bis 14b werden gemeinsam beantwortet.
Die Bundesregierung hat sich eine umfassende Ausweitung der
Herkunftskennzeichnung zum Ziel gesetzt. Mit der Herkunftskennzeichnung soll den
Verbraucherinnen und Verbrauchern eine transparente und nachhaltige
Kaufentscheidung ermöglicht werden, die in einem angemessenen Verhältnis zu Aufwand
und Kosten für die Lebensmittelunternehmen steht. Daher konzentriert sie sich
auf die Erzeugnisse, deren Herkunft von großem Interesse für die
Verbraucherinnen und Verbraucher ist und die auf dem deutschen Markt weit verbreitet
sind.
15. Werden nach Wissen der Bundesregierung bei der Synthese von
alternativen Proteinen aus Präzisionsfermentation Antibiotika eingesetzt, und
wenn ja, welche Antibiotika kommen hier zur Anwendung, und in
welcher Menge werden sie beansprucht (bitte nicht verallgemeinern, sondern
exakt nach den verwendeten Mikroorganismen aufschlüsseln)?
16. Welche Hilfsstoffe werden nach Wissen der Bundesregierung dem
Nährmedium beim Start bzw. Anfahren der Zellkultur zur Erzeugung von
alternativen Proteinen aus der Präzisionsfermentation in Abhängigkeit
vom verwendeten Mikroorganismus zugesetzt (bitte nach Art und Menge
des jeweiligen Reagenzes aufschlüsseln)?
17. Welche Hilfsstoffe enthält nach Kenntnis der Bundesregierung das
Nährmedium im Präzisionsfermenter bei der Erzeugung von alternativen
Proteinen aus Mikroorganismen (bitte nach Art und Menge des jeweiligen
Reagenzes aufschlüsseln)?
Die Fragen 15 bis 17 werden gemeinsam beantwortet.
Unter dem Begriff der sogenannten Präzisionsfermentation können
verschiedene Anwendungen subsumiert werden. Je nach Anwendungsgebiet kann der
Einsatz von Hilfsstoffen sehr unterschiedlich ausfallen. Er ist im Allgemeinen
abhängig vom Nährmedium, dem herzustellenden Protein und ggf. von der Art
der Anwendung, für die das Protein hergestellt wird. Beispielsweise werden
bestimmte Hilfsstoffe in Abhängigkeit vom Substrat eingesetzt, wobei die
Mengen von den Konzentrationen der umzusetzenden Stoffe und den
Prozessparametern abhängig sind. Eine abschließende Übersicht der verfahrenstechnischen
Details zu allen Anwendungen der mikrobiellen Fermentation liegt der
Bundesregierung nicht vor.
18. Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung die CO2-Bilanz bei der
Erzeugung alternativer Proteine (Insekten, mikrobielle Proteine
hergestellt aus Mikro- und Makroalgen, Pilzen, Bakterien oder Hefen und
pflanzliche Proteine) im Vergleich zur konventionellen und ökologischen
Fleisch- und Milcherzeugung?
19. Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung der Energieverbrauch
bei der Herstellung alternativer Proteine (Insekten, mikrobielle Proteine
hergestellt aus Mikro- und Makroalgen, Pilzen, Bakterien oder Hefen
und pflanzliche Proteine) im Vergleich zur konventionellen und
ökologischen Fleisch- und Milcherzeugung?
20. Wie hoch ist nach Kenntnisstand der Bundesregierung der
Flächenverbrauch bei der Herstellung alternativer Proteine (Insekten, mikrobielle
Proteine hergestellt aus Mikro- und Makroalgen, Pilzen, Bakterien oder
Hefen und pflanzliche Proteine) im Vergleich zur konventionellen und
ökologischen Fleisch- und Milcherzeugung?
21. Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung der Wasserverbrauch
bei der Erzeugung alternativer Proteine (Insekten, mikrobielle Proteine
hergestellt aus Mikro- und Makroalgen, Pilzen, Bakterien oder Hefen
und pflanzliche Proteine) im Vergleich zur konventionellen und
ökologischen Fleisch- und Milcherzeugung?
Die Fragen 18 bis 21 werden gemeinsam beantwortet.
In der Regel schneiden tierische gegenüber pflanzlichen Lebensmitteln in der
Bewertung der Umweltwirkungen und des Ressourcenbedarfs deutlich
schlechter ab, da ein Mehrfaches an pflanzlichen Kalorien benötigt wird, um eine
tierische Kalorie zu erzeugen (Umwandlungsverluste).
Auch zu pflanzlichen Fleisch- und Milchersatzprodukten ist durch eine
Vielzahl an Ökobilanzen gut belegt, dass diese mit Umweltentlastungspotenzialen
gegenüber den meisten herkömmlichen tierischen Lebensmitteln einhergehen
können (u. a. UNEP 2023: What’s cooking? An assessment of the potential
impacts if selected novel alternatives to conventional animal products; Smetana et
al. 2023: Meat substitutes: Resource demands and environmental footprints;
OECD 2022: Meat Protein Alternatives; Santo et al. 2020: Considering Plant-
Based Meat Substitutes and Cell-Based Meats: A Public Health and Food
Systems Perspective).
Zu den Umweltauswirkungen anderer alternativer Proteinquellen, wie
mikroalgen- und bakterienbasierte Proteine, besteht noch deutlicher Forschungsbedarf
(Smetana et al. 2023).
Teilweise hängen die Umweltwirkungen der alternativen Proteinquellen auch
maßgeblich davon ab, welche Rohstoffe im Verfahren verwendet werden.
Beispielsweise können Pilze auf Nährmedien auf Basis von Reststoffen gezogen
werden, was zu einer hohen Ressourceneffizienz und geringerer
Umweltbelastung beiträgt. Bei wasserintensiven Rohstoffen wie Mandeln ist die
Umweltwirkung erheblich geringer, wenn sie aus Gebieten stammen, die grundsätzlich
gut wasserversorgt sind.
22. Hat die Bundesregierung Kenntnis davon, welche tatsächlichen
ökologischen, aber auch ökonomischen Vorteile ein Wechsel von der derzeitigen
Nutztierhaltung für die Fleisch- und Milcherzeugung hin zur
ausschließlichen Verwendung von alternativen Proteinen mit sich bringen würde?
a) Wenn ja, welche belegbaren Nutzen lassen sich aus der Verwendung
von alternativen Proteinen gegenüber konventionellem Fleisch und
konventioneller Milch, aber auch gegenüber ökologisch produzierten
Waren ableiten, und auf welchen wissenschaftlichen Untersuchungen
beruhen diese Annahmen?
b) Wenn nein, warum nicht?
Die Fragen 22 bis 22b werden gemeinsam beantwortet.
Welche der potenziellen ökologischen und ökonomischen Vorteile sich bei
einem vollständigen Wechsel, wie in der Frage skizziert, tatsächlich realisieren
würde, kann ex ante nicht seriös beantwortet werden, da es einerseits von der
gesellschaftlichen Gestaltung dieser Transformation abhängen würde und
andererseits von Kontextfaktoren, die nicht umfassend vorhergesehen werden
können.
Im Weiteren wird auf die Antwort zu den Fragen 18 bis 21 verwiesen.
23. Hat die Bundesregierung Kenntnis davon, welche kulturellen
Auswirkungen auf die Landwirtschaft, die Ernährung und auf das Mensch-Tier-
Verhältnis die Einführung von alternativen Proteinen mit sich bringen
würde?
a) Wenn ja, welche kulturellen Auswirkungen auf die genannten
Bereiche sind zu erwarten, wie positioniert sich die Bundesregierung dazu,
und anhand welcher wissenschaftlichen Ergebnisse lässt sich dies
begründen?
b) Wenn nein, warum nicht?
Die Fragen 23 bis 23b werden gemeinsam beantwortet.
Der Bundesregierung liegen hierzu keine wissenschaftlich fundierten
Erkenntnisse vor.
24. Hat die Bundesregierung sich eine eigene Position zum Vorstoß Italiens
erarbeitet, das als erstes Land in der EU die Herstellung und
Vermarktung von tierischen Zellwucherungen aus dem Bioreaktor für den
menschlichen Verzehr in Italien verbietet (vgl. Vorbemerkung der
Fragesteller)?
a) Wenn ja, wie positioniert sich die Bundesregierung vor dem
Hintergrund eines Verbotes von künstlichem Fleisch aus dem Labor?
b) Wenn nein, warum hat sie sich noch keine Position erarbeitet?
Die Fragen 24 bis 24b werden gemeinsam beantwortet.
Auf die Antwort der Bundesregierung auf die Schriftliche Frage 53 des
Abgeordneten Albert Stegemann auf Bundestagsdrucksache 20/6495 wird
verwiesen.
Anlage 1 zu Frage 4
1
Übersicht laufender Projekte der Bundesregierung zur Herstellung von alternativen Proteinen für die menschliche Ernährung
aus Zellkulturen oder aus Präzisionsfermentation
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
1 Bluu GmbH Verbundprojekt:
In-vitro
Erzeugung von
smarten
Fischproteinen:
Etablierung von
Fettvorläuferzellen aus
lachsartigen
Fischen für die
Entwicklung
nachhaltiger,
hochwertiger
Fischlebensmitt
el (INVERS)
Fischprodukte sind integraler Bestandteil
der menschlichen Ernährung. Global
wurden 2018 ca. 156 Mio. Tonnen Fisch
konsumiert, was einer Verdopplung des
Konsums in den letzten 60 Jahren
entspricht. Eine dauerhafte Versorgung mit
Fischlebensmitteln ist jedoch wegen
Überfischung nicht sichergestellt. Es bedarf
neuer Ansätze, um eine nachhaltige
Versorgung mit gesunden
Fischlebensmitteln sicherzustellen. Einen
vielversprechenden Ansatz zur Erschließung
alternativer Proteinquellen bietet die
zellbasierte In-vitro-Technologie. Diese
vermeidet die massenhafte Tötung von
Fischen und ist auch ressourcenschonender
als die klassische Fischproduktion. Hierfür
wird einem Fisch zunächst Gewebe
entnommen, um Vorläuferzellen zu
gewinnen, die in einem Bioreaktor vermehrt
und gereift werden. Die erzeugte
Zellbiomasse, die in Bezug auf Nährwert,
Geschmack, Aussehen und Geruch heutigen
Produkten entspricht, wird zur Herstellung
verschiedener Fischlebensmittel verwendet.
Im Projekt INVERS werden Verfahren zur
01.10.2023 30.09.2026 499.930,94 € Programm
zur
Innovationsförderung
des
Bundesminis
teriums für
Ernährung
und
Landwirtschaft
Anlage 1 zu Frage 4
2
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
Kultivierung von Fettvorläuferzelllinien aus
lachsartigen Fischen entwickelt. Hierfür
werden die gewonnenen Vorläuferzellen im
Detail charakterisiert und hinsichtlich
Proliferation optimiert, um diese Zellen
zukünftig im industriellen Maßstab
herstellen zu können. Weiterhin soll die
Reifung der Vorläuferzellen zu Fettzellen
für die Herstellung tierleidfreier,
klimafreundlicher und gesunder
Fischlebensmittel optimiert werden. Die
technische Seite wird durch eine soziale
Perspektive ergänzt, bei der
Wahrnehmungs- und Akzeptanzprozesse
von In-vitro-Fischlebensmitteln im Fokus
stehen. Dabei werden die Einflussfaktoren
von Akzeptanz identifiziert, Interventionen
entwickelt und deren Effekte auf Akzeptanz
getestet. Die gewonnenen Einsichten
werden genutzt, um Implikationen für die
Ansprache von Konsumierenden sowie
Markt(einstritts-)strategien abzuleiten.
Abgerundet wird das INVERS-Projekt durch
die Betrachtung der ökonomischen
Umsetzungschancen für In-vitro-
Fischlebensmittel.
Anlage 1 zu Frage 4
3
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
2 Hochschule
Reutlingen
Verbundprojekt:
In-vitro
Erzeugung von
smarten
Fischproteinen:
Etablierung von
Fettvorläuferzellen aus
lachsartigen
Fischen für die
Entwicklung
nachhaltiger,
hochwertiger
Fischlebensmitt
el (INVERS)
Fischprodukte sind integraler Bestandteil
der menschlichen Ernährung. Global
wurden 2018 ca. 156 Mio. Tonnen Fisch
konsumiert, was einer Verdopplung des
Konsums in den letzten 60 Jahren
entspricht. Eine dauerhafte Versorgung mit
Fischlebensmitteln ist jedoch wegen
Überfischung nicht sichergestellt. Es bedarf
neuer Ansätze, um eine nachhaltige
Versorgung mit gesunden
Fischlebensmitteln sicherzustellen. Einen
vielversprechenden Ansatz zur Erschließung
alternativer Proteinquellen bietet die
zellbasierte In-vitro-Technologie. Diese
vermeidet die massenhafte Tötung von
Fischen und ist auch ressourcenschonender
als die klassische Fischproduktion. Hierfür
wird einem Fisch zunächst Gewebe
entnommen, um Vorläuferzellen zu
gewinnen, die in einem Bioreaktor vermehrt
und gereift werden. Die erzeugte
Zellbiomasse, die in Bezug auf Nährwert,
Geschmack, Aussehen und Geruch heutigen
Produkten entspricht, wird zur Herstellung
verschiedener Fischlebensmittel verwendet.
Im Projekt INVERS werden Verfahren zur
Kultivierung von Fettvorläuferzelllinien aus
lachsartigen Fischen entwickelt. Hierfür
werden die gewonnenen Vorläuferzellen im
01.10.2023 30.09.2026 421.440,40 € Programm
zur
Innovationsförderung
des
Bundesminis
teriums für
Ernährung
und
Landwirtschaft
Anlage 1 zu Frage 4
4
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
Detail charakterisiert und hinsichtlich
Proliferation optimiert, um diese Zellen
zukünftig im industriellen Maßstab
herstellen zu können. Weiterhin soll die
Reifung der Vorläuferzellen zu Fettzellen
für die Herstellung tierleidfreier,
klimafreundlicher und gesunder
Fischlebensmittel optimiert werden. Die
technische Seite wird durch eine soziale
Perspektive ergänzt, bei der
Wahrnehmungs- und Akzeptanzprozesse
von In-vitro-Fischlebensmitteln im Fokus
stehen. Dabei werden die Einflussfaktoren
von Akzeptanz identifiziert, Interventionen
entwickelt und deren Effekte auf Akzeptanz
getestet. Die gewonnenen Einsichten
werden genutzt, um Implikationen für die
Ansprache von Konsumierenden sowie
Markt(einstritts-)strategien abzuleiten.
Abgerundet wird das INVERS-Projekt durch
die Betrachtung der ökonomischen
Umsetzungschancen für In-vitro-
Fischlebensmittel.
Anlage 1 zu Frage 4
5
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
3 Universität
Vechta
Verbundprojekt:
In-vitro
Erzeugung von
smarten
Fischproteinen:
Etablierung von
Fettvorläuferzell
en aus
lachsartigen
Fischen für die
Entwicklung
nachhaltiger,
hochwertiger
Fischlebensmitt
el (INVERS)
Fischprodukte sind integraler Bestandteil
der menschlichen Ernährung. Global
wurden 2018 ca. 156 Mio. Tonnen Fisch
konsumiert, was einer Verdopplung des
Konsums in den letzten 60 Jahren
entspricht. Eine dauerhafte Versorgung mit
Fischlebensmitteln ist jedoch wegen
Überfischung nicht sichergestellt. Es bedarf
neuer Ansätze, um eine nachhaltige
Versorgung mit gesunden
Fischlebensmitteln sicherzustellen. Einen
vielversprechenden Ansatz zur Erschließung
alternativer Proteinquellen bietet die
zellbasierte In-vitro-Technologie. Diese
vermeidet die massenhafte Tötung von
Fischen und ist auch ressourcenschonender
als die klassische Fischproduktion. Hierfür
wird einem Fisch zunächst Gewebe
entnommen, um Vorläuferzellen zu
gewinnen, die in einem Bioreaktor vermehrt
und gereift werden. Die erzeugte
Zellbiomasse, die in Bezug auf Nährwert,
Geschmack, Aussehen und Geruch heutigen
Produkten entspricht, wird zur Herstellung
verschiedener Fischlebensmittel verwendet.
Im Projekt INVERS werden Verfahren zur
Kultivierung von Fettvorläuferzelllinien aus
lachsartigen Fischen entwickelt. Hierfür
werden die gewonnenen Vorläuferzellen im
01.10.2023 30.09.2026 399.376,52 € Programm
zur
Innovationsförderung
des
Bundesminis
teriums für
Ernährung
und
Landwirtschaft
Anlage 1 zu Frage 4
6
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
Detail charakterisiert und hinsichtlich
Proliferation optimiert, um diese Zellen
zukünftig im industriellen Maßstab
herstellen zu können. Weiterhin soll die
Reifung der Vorläuferzellen zu Fettzellen
für die Herstellung tierleidfreier,
klimafreundlicher und gesunder
Fischlebensmittel optimiert werden. Die
technische Seite wird durch eine soziale
Perspektive ergänzt, bei der
Wahrnehmungs- und Akzeptanzprozesse
von In-vitro-Fischlebensmitteln im Fokus
stehen. Dabei werden die Einflussfaktoren
von Akzeptanz identifiziert, Interventionen
entwickelt und deren Effekte auf Akzeptanz
getestet. Die gewonnenen Einsichten
werden genutzt, um Implikationen für die
Ansprache von Konsumierenden sowie
Markt(einstritts-)strategien abzuleiten.
Abgerundet wird das INVERS-Projekt durch
die Betrachtung der ökonomischen
Umsetzungschancen für In-vitro-
Fischlebensmittel.
Anlage 1 zu Frage 4
7
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
4 Innocent Meat
GmbH
Verbundprojekt:
Moderne
Stimulationsmet
hoden zur
Differenzierung
adulter
Stammzellen in
funktionales
Gewebe zur
Herstellung von
zellbasierten
Fleischprodukte
n für den
Lebensmittelsek
tor (MOSTIME)
Zellbasiertes Fleisch ist echtes Fleisch, das
direkt aus tierischen Zellen gezüchtet wird,
unter Reduktion der Aufzucht und
Schlachtung von Tieren. Die Zellen können
aus dem lebenden Tier oder dem frisch
geschlachteten Tier entnommen werden.
Das Fleisch kann in einem Bioprozess
erzeugt werden, bei welchem die Zellen aus
dem extrahierten Gewebe isoliert und in
Bioreaktoren bis zu einer hohen Dichte in
großen Volumina vermehrt werden. Diese
Zellen werden anschließend entweder in
Anwesenheit oder in Abwesenheit von
Gerüstmaterialien in die wichtigsten
zellulären Komponenten des Fleisches
differenziert, einschließlich
Skelettmuskelzellen, Adipozyten und
Fibroblasten des Bindegewebes.
Um die gewonnenen Stamm-
/Vorläuferzellen in Fleisch umzuwandeln,
müssen die Zellen den Prozess der
Differenzierung durchlaufen. Die
Differenzierung der Vorläuferzellen in das
finale Gewebe ist ein kritischer
Prozessschritt, um Aussehen, Geschmack
und Textur von nativem Fleisch zu erzielen.
In der aktuellen Praxis werden die
Vorläuferzellen mit komplexen Gemischen
verschiedener Wachstumsfaktoren, Zugabe
15.10.2023 14.12.2025 472.067,67 € Programm
zur
Innovationsförderung
des
Bundesminis
teriums für
Ernährung
und
Landwirtschaft
Anlage 1 zu Frage 4
8
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
von tierischen Seren und Entzug wichtiger
Nährstoffe zur Differenzierung angeregt.
Kommerziell erhältliche Medien und
Fertiglösungen von Anbietern wie “Lonza”
und “PromoCell” erzielen häufig nur
moderate Differenzierungsraten und sind
sehr kostenintensiv, was sie für potenzielle
Lebensmittelproduktionen disqualifiziert.
Die Innocent Meat GmbH und der
Verbundpartner UMR beschäftigen sich mit
der Etablierung moderner
Stimulationsmethoden auf Basis nicht
stabiler genetischer Modifikation sowie
elektrischer Stimulation zur Differenzierung
von Stammzellen des Muskelgewebes
(Myo-Satellitenzellen) in funktionales
Muskelgewebe.
Anlage 1 zu Frage 4
9
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
5 Universitätsme
dizin Rostock,
Teilkörperscha
ft der
Universität
Rostock
Verbundprojekt:
Moderne
Stimulationsmet
hoden zur
Differenzierung
adulter
Stammzellen in
funktionales
Gewebe zur
Herstellung von
zellbasierten
Fleischprodukte
n für den
Lebensmittelsek
tor (MOSTIME)
Zellbasiertes Fleisch ist echtes Fleisch, das
direkt aus tierischen Zellen gezüchtet wird,
unter Reduktion der Aufzucht und
Schlachtung von Tieren. Die Zellen können
aus dem lebenden Tier oder dem frisch
geschlachteten Tier entnommen werden.
Das Fleisch kann in einem Bioprozess
erzeugt werden, bei welchem die Zellen aus
dem extrahierten Gewebe isoliert und in
Bioreaktoren bis zu einer hohen Dichte in
großen Volumina vermehrt werden. Diese
Zellen werden anschließend entweder in
Anwesenheit oder in Abwesenheit von
Gerüstmaterialien in die wichtigsten
zellulären Komponenten des Fleisches
differenziert, einschließlich
Skelettmuskelzellen, Adipozyten und
Fibroblasten des Bindegewebes.
Um die gewonnenen Stamm-
/Vorläuferzellen in Fleisch umzuwandeln,
müssen die Zellen den Prozess der
Differenzierung durchlaufen. Die
Differenzierung der Vorläuferzellen in das
finale Gewebe ist ein kritischer
Prozessschritt, um Aussehen, Geschmack
und Textur von nativem Fleisch zu erzielen.
In der aktuellen Praxis werden die
Vorläuferzellen mit komplexen Gemischen
verschiedener Wachstumsfaktoren, Zugabe
15.10.2023 14.12.2025 427.650,26 € Programm
zur
Innovationsförderung
des
Bundesminis
teriums für
Ernährung
und
Landwirtschaft
Anlage 1 zu Frage 4
10
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
von tierischen Seren und Entzug wichtiger
Nährstoffe zur Differenzierung angeregt.
Kommerziell erhältliche Medien und
Fertiglösungen von Anbietern wie “Lonza”
und “PromoCell” erzielen häufig nur
moderate Differenzierungsraten und sind
sehr kostenintensiv, was sie für potenzielle
Lebensmittelproduktionen disqualifiziert.
Die Innocent Meat GmbH und der
Verbundpartner UMR beschäftigen sich mit
der Etablierung moderner
Stimulationsmethoden auf Basis nicht
stabiler genetischer Modifikation sowie
elektrischer Stimulation zur Differenzierung
von Stammzellen des Muskelgewebes
(Myo-Satellitenzellen) in funktionales
Muskelgewebe.
6 Technische
Universität
München
Innovationsrau
m:
NewFoodSyste
ms – PERFEG-
MEAT –
Umsetzungspha
se, TPA und B
Bisher sind Wachstumsfaktoren für die
Erzeugung von kultiviertem Fleisch nur
eigenschränkt und nicht in erforderlichen
Mengen verfügbar. Zudem ist die
Herstellung naturidentischer
Wachstumsfaktoren bisher teuer, und diese
sind in der Nutzung aufgund der kurzen
Halbwertszeiten ein wesentlicher
Optimierungspunkt. Es gibt grundsätzlich
zwei Möglichkeiten (ohne die Zellen selbst
genetisch zu modifizieren), diese
Herausforderungen zu adressieren: 1. eine
01.12.2023 31.12.2025 210.334,30 € Nationale
Bioökonomie
strategie
(Bundesministerium
für Bildung
und
Forschung)
Anlage 1 zu Frage 4
11
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
effizientere Nutzung der
Wachstumsfaktoren bspw. durch den
Einsatz von Recyclingverfahren für
Perfusionsprozesse, um den hohen Bedarf
an Medienbestandteilen zu reduzieren und
2. die Entwicklung und Nutzung von
modifizierten oder artifiziellen
Wachstumsfaktoren, die aufgrund ihrer
Eigenschaften effizientere Prozesse
ermöglichen. Beide Strategien sollen im
Rahmen dieses Verbundvorhabens parallel
adressiert werden.
7 mk2
Biotechnologie
s GmbH
Innovationsrau
m:
NewFoodSyste
ms – PERFEG-
MEAT –
Umsetzungspha
se, TPA und B
Bisher sind Wachstumsfaktoren für die
Erzeugung von kultiviertem Fleisch nur
eigenschränkt und nicht in erforderlichen
Mengen verfügbar. Zudem ist die
Herstellung naturidentischer
Wachstumsfaktoren bisher teuer, und diese
sind in der Nutzung aufgund der kurzen
Halbwertszeiten ein wesentlicher
Optimierungspunkt. Es gibt grundsätzlich
zwei Möglichkeiten (ohne die Zellen selbst
genetisch zu modifizieren), diese
Herausforderungen zu adressieren: 1. eine
effizientere Nutzung der
Wachstumsfaktoren bspw. durch den
Einsatz von Recyclingverfahren für
Perfusionsprozesse, um den hohen Bedarf
an Medienbestandteilen zu reduzieren und
01.12.2023 31.12.2023 208.011,62 € Nationale
Bioökonomie
strategie
(Bundesministerium
für Bildung
und
Forschung)
Anlage 1 zu Frage 4
12
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
2. die Entwicklung und Nutzung von
modifizierten oder artifiziellen
Wachstumsfaktoren, die aufgrund ihrer
Eigenschaften effizientere Prozesse
ermöglichen. Beide Strategien sollen im
Rahmen dieses Verbundvorhabens parallel
adressiert werden.
8 Forschungsinst
itut für
Nutztierbiologi
e (FBN)
IBÖM07:
CELLZERO
Meat –
Innovative
Lösungen zur
zellbasierten,
gentechnik- und
antibiotikafreien
Erzeugung von
hochwertigem
tierischem
Protein
Bis 2050 wird die Weltbevölkerung auf etwa
10 Milliarden ansteigen. Eine der
wichtigsten Aufgaben und
Herausforderungen unserer Zeit ist daher
die Sicherstellung der Ernährung im
globalen Maßstab, besonders die
Versorgung mit hochwertigem tierischen
Protein. Eine umwelt- bzw.
ressourcenschonende, gesunde und
klimaunabhängige Alternative zur
konventionellen Produktion von Fleisch mit
landwirtschaftlichen Nutztieren ist
sogenanntes "zellbasiertes Fleisch". Das
grundlegende Prinzip dieser innovativen
Form der Fleischproduktion besteht darin,
die natürlichen Prozesse der
Muskelentwicklung mit biotechnologischen
Methoden nachzubilden. Dazu werden
Vorläuferzellen gewonnen, in vitro
vermehrt und in Muskelfasern differenziert.
Noch wird zellbasiertes Fleisch fast nur im
Labormaßstab hergestellt, ist kostenintensiv
01.07.2022 30.06.2024 656.608,43 € Nationale
Bioökonomie
strategie
(Bundesministerium
für Bildung
und
Forschung)
Anlage 1 zu Frage 4
13
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
und nicht am Markt erhältlich. Es werden
daher in multidisziplinärer Kooperation
innovative Lösungen bzw. Prozesse
entwickelt und umgesetzt, die eine
effektive, skalierte Herstellung von
"Zellbasiertem" Fleisch ermöglichen. Das
Ausgangsmaterial wird ethisch vertretbar
und nachhaltig aus tierischen Geweben
gewonnen, die bisher als biologischer Abfall
entsorgt wurden. Daraus wird ein für die
zellbasierte Fleischproduktion optimal
geeignetes Stammzellprodukt (CELLZERO)
erzeugt. Im Sinne der Produktion von
"Clean Meat" wird die Sicherung der für die
Fleischherstellung benötigten hohen
Zellausbeute (Biomasse) ohne Einsatz von
Kälberserum und Antibiotika sichergestellt.
Ebenso kommt das Kernstück des
Prozesses, ein hocheffektives
Differenzierungsverfahren zur Erzeugung
muskulärer 3D-Mikrogewebe ohne
chemische und genetische Manipulationen
aus. Fleischtechnologisch optimierte
Mikrogewebe bilden die Basis für die
Herstellung von Fleischwaren (z. B. Wurst,
Hackfleisch) oder geformtem Fleisch. Unter
Nutzung neuer Quellen zur Deckung des
Bedarfes an Wachstumsfaktoren und
Aminosäuren wird ein spezielles
Anlage 1 zu Frage 4
14
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
Nährmedium für die
Lebensmittelproduktion mit Zellen
entwickelt.
Anlage 1 zu Frage 4
15
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
9 PAN - Biotech
GmbH
IBÖM07:
CELLZERO
Meat –
Innovative
Lösungen zur
zellbasierten,
gentechnik- und
antibiotikafreien
Erzeugung von
hochwertigem
tierischem
Protein
Bis 2050 wird sich die Weltbevölkerung auf
etwa 10 Milliarden erhöhen. Eine der
wichtigsten Aufgaben und
Herausforderungen unserer Zeit ist daher
die Sicherstellung der Ernährung im
globalen Maßstab, besonders die
Versorgung mit hochwertigem tierischem
Protein.
Eine umwelt- bzw. ressourcenschonende,
gesunde und klimaunabhängige Alternative
zur konventionellen Produktion von Fleisch
mit landwirtschaftlichen Nutztieren, die
auch den Tierwohl-Aspekt berücksichtigt,
ist sogenanntes "zellbasiertes Fleisch", auch
als "Clean Meat" bezeichnet. Das
grundlegende Prinzip dieser innovativen
Form der Fleischproduktion besteht darin,
die natürlichen Prozesse der
Muskelentwicklung mit biotechnologischen
Methoden nachzubilden. Dazu werden
Vorläuferzellen gewonnen, in vitro
vermehrt und in Muskelfasern differenziert.
Derzeit wird zellbasiertes Fleisch meist im
Labormaßstab, d. h. in Kleinstmengen
hergestellt. Es ist deshalb sehr
kostenintensiv und auf dem Markt nicht
erhältlich, denn die Industrie verfügt bisher
nicht über die wissenschaftliche und
technologische Expertise, die notwendig ist,
01.07.2022 30.06.2024 255.312,80 € Nationale
Bioökonomie
strategie
(Bundesministerium
für Bildung
und
Forschung)
Anlage 1 zu Frage 4
16
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
um zellbasiertes Fleisch in Menge herstellen
zu können.
Übergreifendes Ziel des Vorhabens ist es
deshalb, basierend auf multidisziplinärer
Forschung innovative Ansätze zu
entwickeln und umzusetzen, die im
Ergebnis die effektive Herstellung von
zellbasiertem Fleisch in großem Maßstab
ermöglichen. Längerfristiges Ziel ist es,
gemeinsam mit Kooperationspartnern einen
"Bereich für Grundlagen der
biotechnologischen Erzeugung von Fleisch"
und hier im ersten Arbeitsschritt ein
Applikationslabor aufzubauen, in dem alle
Prozessschritte in kleinem Maßstab
dargestellt werden können. Gleichzeitig soll
ein Beitrag zur Steigerung der
Nachhaltigkeit der konventionellen
Tierproduktion und zum Aufbau neuer
Produktionskreisläufe geleistet werden.
Anlage 1 zu Frage 4
17
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
10 Leibniz-
Institut für
Plasmaforschu
ng und
Technologie
e.V.
IBÖM07:
CELLZERO
Meat –
Innovative
Lösungen zur
zellbasierten,
gentechnik- und
antibiotikafreien
Erzeugung von
hochwertigem
tierischem
Protein
Eine globale Herausforderung der Zukunft
ist die Sicherstellung der Ernährung
besonders die Versorgung mit
hochwertigem tierischem Protein. Eine
Alternative zur konventionellen Produktion
von Fleisch mit landwirtschaftlichen
Nutztieren ist zellbasiertes Fleisch. Mittels
biotechnologischer Verfahren werden aus
natürlichen Vorläuferzellen Prozesse der
Muskelentwicklung nachgebildet. Basierend
auf interdisziplinärer Forschung werden in
diesem Verbundvorhaben innovative
Ansätze verfolgt, um die Herstellung von
zellbasiertem Fleisch zu ermöglichen. Im
Sinne einer Eliminierung kritischer
Komponenten in Lebensmitteln, sollen
Antibiotika im gesamten Verfahren
vermieden und durch den Einsatz der
Plasmatechnologie zur Dekontamination
des Ausgangsgewebes ersetzt werden.
Plasma (auch Atmosphärendruckplasma)
bestehend aus einem ionisierten Gas mit
variablen Konzentrationen von reaktiven
Atomen, Ionen und Molekülen sowie
verschiedenen Arten elektromagnetischer
Strahlung wie sichtbares und ultraviolettes
(UV) Licht erzeugt in Kombination mit
Flüssigkeiten bioaktive und antimikrobielle
Eigenschaften. Im Rahmen dieses
01.07.2022 30.06.2024 257.297,97 € Nationale
Bioökonomie
strategie
(Bundesministerium
für Bildung
und
Forschung)
Anlage 1 zu Frage 4
18
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
Projektvorhabens sollen am INP
plasmabehandelte Lösungen von
verschiedenen Plasmaquellen hinsichtlich
ihrer antimikrobiellen Aktivität sowie deren
wirksamer chemischer Komponenten
untersucht und optimiert werden.
Gleichzeitig soll die Erhaltung der
Gewebeverträglichkeit sichergestellt
werden, um die nötige hohe Zellausbeute
zu erreichen. Dazu werden
Lebendzellzahlen bestimmt und chemische
Analysen durchgeführt. Nach
vergleichender Evaluierung der Testungen
mehrerer potenziell geeigneter
Plasmaquellen und
Parameteroptimierungen soll ein
Prototyp/Demonstrator einer Anlage zur
plasmabasierten Dekontamination größerer
Gewebemengen entwickelt und gebaut
werden. Im Gesamtverfahren stellt der
Anteil des INP durch die Bereitstellung des
Ausgangsmaterials eine wichtige
Voraussetzung zur anschließenden
zellbasierten, gentechnik- und
antibiotikafreien Erzeugung von
hochwertigem tierischen Protein dar.
Anlage 1 zu Frage 4
19
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
11 Hochschule
Anhalt
IBÖM07:
CELLZERO
Meat –
Innovative
Lösungen zur
zellbasierten,
gentechnik- und
antibiotikafreien
Erzeugung von
hochwertigem
tierischem
Protein
Kernziel des Kooperationsprojektes ist es,
ein nachhaltiges Verfahren zur Herstellung
von zell-basiertem Fleisch in
multidisziplinarer Zusammenarbeit mit den
Forschungspartnern zu entwickeln. Dabei
wird die Hochschule Anhalt als Teilaufgabe
drei Arbeitspakete bearbeiten, welche die
Aufgabe haben, das Ausgangsmaterial
CELLZERO hinsichtlich der
technofunktionellen Eigenschaften und der
Qualitätsparameter zur Verwendung für die
menschliche Ernährung zu untersuchen und
zu bewerten. Das als Grundlage dienende
CellZeroSTART-basierte muskuläre
Mikrogewebe soll mit dem
Ausgangsmaterial CellZeroTISSUE
weiterentwickelt werden und ein naturnah
zusammengesetztes, mit den strukturellen
und texturellen natürlichen
Fleischeigenschaften vergleichbar, in vitro-
Fleisch hergestellt werden. Die Herstellung
von CellZeroMEAT – basiertem in vitro-
Fleisch soll mittels 3D-Bioprinting bzw.
verwandten Verfahren erfolgen.
Herausforderung dabei ist die naturnahe
Modellierung des Muskelgewebes, um das
Endprodukt CellZeroMEAT vergleichbar mit
natürlich gewachsenem Fleisch und der
Ausprägung des typischen Fleischaromas zu
01.07.2022 30.06.2024 119.848,32 € Nationale
Bioökonomie
strategie
(Bundesministerium
für Bildung
und
Forschung)
Anlage 1 zu Frage 4
20
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
erzielen. Um aus CellZeroMEAT Fleisch-
und Wurstwaren herzustellen, bedarf es
einer vorab durchgeführten
technofunktionellen Überprüfung des in
vitro-Fleisches. Voraussetzung zur
Vermarktung der Produkte ist ein
funktionierender industrieller
Herstellungsprozess des Ausgangsmaterials
CellZeroMEAT sowie die mikrobiologische
Sicherheit des Endproduktes.
Anlage 1 zu Frage 4
21
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
12 Innocent Meat
GmbH
KMUi-BÖ03:
ZUKUNFT –
Zellträger zur
Unterstützung
kultivierter,
neuer
Fleischtechnolo
gie
Im vorliegenden Kooperationsprojekt
entwickelt die Innocent Meat GmbH in
Partnerschaft mit dem Lehrstuhl für
Mikrofluidik der Universität Rostock unter
Leitung von Prof. Dr. Hermann Seitz einen
elementaren Baustein auf dem Weg zu
nachhaltigen, industriell hergestellten,
zellbasierten Fleischprodukten für die
Bioökonomie (Lebensmittelherstellung).
Sogenannte Scaffolds, auch Zellträger oder
Mikroträger genannt, sind künstlich
erstellte gerüstartige Strukturen auf denen
adhärente Zellen in vitro kultiviert werden
können. In der gängigen Laborpraxis binden
die Zellen an die Oberfläche von
Kulturgefäßen, wie beispielsweise
Zellkultur-Schalen, welche mittels Coatings
(Beschichtungen) oberflächenbehandelt
wurden. Gängige Coatings beinhalten
Matrigel, Kollagene tierischen Ursprungs
und andere biologisch-ökonomisch
fragwürdige Materialien. Um im späteren
Verlauf einen skalierbaren Prozess
entwickeln zu können, müssen die Zellen in
vollautomatisierten Bioprozessen einsetzbar
sein. Dafür werden Scaffolds benötigt,
welche genügend Oberfläche für die
Erzeugung großer Zellmassen bereitstellen
und in Bioreaktorsystemen eingesetzt
01.10.2022 30.09.2024 541.732,65 € Nationale
Bioökonomie
strategie
(Bundesministerium
für Bildung
und
Forschung)
Anlage 1 zu Frage 4
22
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
werden können. Ebenfalls müssen die
Scaffolds aus einem Material bestehen,
welches bedenkenlos vom Konsumenten
verzehrt werden kann. In Kooperation mit
dem Lehrstuhl für Mikrofluidik werden
unterschiedliche Verfahren und Materialien
zur Herstellung von kosteneffizienten,
skalierbaren und biologisch abbaubaren
Scaffolds untersucht und für die
fortlaufende Entwicklung in der
Bioökonomie bewertet. Ziel ist es, am Ende
der Projektlaufzeit zwei Funktionsmuster
von Scaffolds und dazugehörige neuartige
Herstellungsprozesse entwickelt zu haben.
Anlage 1 zu Frage 4
23
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
13 Universität
Rostock
KMUi-BÖ03:
ZUKUNFT –
Zellträger zur
Unterstützung
kultivierter,
neuer
Fleischtechnolo
gie
Im vorliegenden Kooperationsprojekt
entwickelt die Innocent Meat GmbH in
Partnerschaft mit dem Lehrstuhl für
Mikrofluidik der Universität Rostock unter
Leitung von Prof. Dr. Hermann Seitz einen
elementaren Baustein auf dem Weg zu
nachhaltigen, industriell hergestellten,
zellbasierten Fleischprodukten für die
Bioökonomie (Lebensmittelherstellung).
Sogenannte Scaffolds, auch Zellträger oder
Mikroträger genannt, sind künstlich
erstellte gerüstartige Strukturen auf denen
adhärente Zellen in vitro kultiviert werden
können. In der gängigen Laborpraxis binden
die Zellen an die Oberfläche von
Kulturgefäßen, wie beispielsweise
Zellkultur-Schalen, welche mittels Coatings
(Beschichtungen) oberflächenbehandelt
wurden. Gängige Coatings beinhalten
Matrigel, Kollagene tierischen Ursprungs
und andere biologisch-ökonomisch
fragwürdige Materialien. Um im späteren
Verlauf einen skalierbaren Prozess
entwickeln zu können, müssen die Zellen in
vollautomatisierten Bioprozessen einsetzbar
sein. Dafür werden Scaffolds benötigt,
welche genügend Oberfläche für die
Erzeugung großer Zellmassen bereitstellen
und in Bioreaktorsystemen eingesetzt
01.10.2022 30.09.2024 188.994,19 € Nationale
Bioökonomie
strategie
(Bundesministerium
für Bildung
und
Forschung)
Anlage 1 zu Frage 4
24
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
werden können. Ebenfalls müssen die
Scaffolds aus einem Material bestehen,
welches bedenkenlos vom Konsumenten
verzehrt werden kann. In Kooperation mit
dem Lehrstuhl für Mikrofluidik werden
unterschiedliche Verfahren und Materialien
zur Herstellung von kosteneffizienten,
skalierbaren und biologisch abbaubaren
Scaffolds untersucht und für die
fortlaufende Entwicklung in der
Bioökonomie bewertet. Ziel ist es, am Ende
der Projektlaufzeit zwei Funktionsmuster
von Scaffolds und dazugehörige neuartige
Herstellungsprozesse entwickelt zu haben.
Anlage 1 zu Frage 4
25
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
14 VF Nutrition
GmbH
KMUi-BÖ03:
PISUM –
Starter-Co-
Kultur für die
Erbsenfermenta
tion, um
Alternativen zu
Milchprodukten
nachhaltig,
sensorisch und
nutritiv
herzustellen; TP
A
Die steigende KonsumentInnennachfrage
nach pflanzenbasierten Proteinen sowie die
weiterentwickelten wissenschaftlichen
Erkenntnisse bedingen neue und
übertragbare Plattformtechnologien in der
Lebensmitteltechnik. Eine
vielversprechende Pflanze, die eine
nährstoffreiche Proteinquelle darstellt und
sich durch eine positive landwirtschaftliche
Ökosystemleistung auszeichnet, ist die
Erbse. Allerdings gehen mit der
Entwicklung neuer Erbsen-basierter
Lebensmittelprodukte, unter anderem für
fermentierte Milchproduktalternativen,
sensorische und technofunktionelle
Herausforderung einher. Dies ist zum Einen
darauf zurückzuführen, dass ungewollte
Aroma- und Geschmacksstoffe aus der
Erbse im Endprodukt zurückbleiben und das
sensorische Profil negativ beeinflussen.
Zum Anderen werden die aroma- und
geschmacksaktiven Substanzen, die das
typische Kuhmilchjoghurtprofil ausmachen,
entweder gar nicht oder in zu geringen
Konzentrationen während der Fermentation
produziert. Das Gesamtziel des
vorliegenden Kooperationsvorhabens
PISUM ist die Entwicklung einer
innovativen Plattformtechnologie zur
01.11.2022 31.01.2025 205.350,82 € Nationale
Bioökonomie
strategie
(Bundesministerium
für Bildung
und
Forschung)
Anlage 1 zu Frage 4
26
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
Herstellung einer nachhaltigen
Erbsenjoghurtalternative mittels
mikrobieller Fermentation. Hierfür werden
Mikroorganismen, die aus Erbsensamen
isoliert werden und demnach optimal an
Erbsensubstrat angepasst sind, mit
"traditionellen" Joghurtstarterorganismen
co-kultiviert. Mit diesem Ansatz soll nicht
nur das Erbsensubstrat optimal verwertet
und in für Kuhmilchjoghurt
charakteristische aroma- und
geschmacksaktive Substanzen
umgewandelt werden, sondern auch der
Herstellungsprozess der
Erbsenjoghurtalternative für etablierte
Abläufe aus der Milchindustrie ermöglicht
werden. Diese Technologie lässt sich
mittelfristig auf viele biogene Rohstoffe wie
Hülsenfrüchte anwenden, sodass zahlreiche
nährstoffreiche Milch-Produktalternativen
der breiten Öffentlichkeit angeboten und
Grundlagen für weitere Forschungsprojekte
gelegt werden können.
Anlage 1 zu Frage 4
27
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
15 TU Berlin KMUi-BÖ03:
PISUM –
Starter-Co-
Kultur für die
Erbsenfermenta
tion, um
Alternativen zu
Milchprodukten
nachhaltig,
sensorisch und
nutritiv
herzustellen; TP
B
Die steigende KonsumentInnennachfrage
nach pflanzenbasierten Proteinen sowie die
weiterentwickelten wissenschaftlichen
Erkenntnisse bedingen neue und
übertragbare Plattformtechnologien in der
Lebensmitteltechnik. Eine
vielversprechende Pflanze, die eine
nährstoffreiche Proteinquelle darstellt und
sich durch eine positive landwirtschaftliche
Ökosystemleistung auszeichnet, ist die
Erbse. Allerdings gehen mit der
Entwicklung neuer Erbsen-basierter
Lebensmittelprodukte, unter anderem für
fermentierte Milchproduktalternativen,
sensorische und technofunktionelle
Herausforderung einher. Dies ist zum Einen
darauf zurückzuführen, dass ungewollte
Aroma- und Geschmacksstoffe aus der
Erbse im Endprodukt zurückbleiben und das
sensorische Profil negativ beeinflussen.
Zum Anderen werden die aroma- und
geschmacksaktiven Substanzen, die das
typische Kuhmilchjoghurtprofil ausmachen,
entweder gar nicht oder in zu geringen
Konzentrationen während der Fermentation
produziert. Das Gesamtziel des
vorliegenden Kooperationsvorhabens
PISUM ist die Entwicklung einer
innovativen Plattformtechnologie zur
01.11.2022 31.01.2025 312.019,92 € Nationale
Bioökonomie
strategie
(Bundesministerium
für Bildung
und
Forschung)
Anlage 1 zu Frage 4
28
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
Herstellung einer nachhaltigen
Erbsenjoghurtalternative mittels
mikrobieller Fermentation. Hierfür werden
Mikroorganismen, die aus Erbsensamen
isoliert werden und demnach optimal an
Erbsensubstrat angepasst sind, mit
"traditionellen" Joghurtstarterorganismen
co-kultiviert. Mit diesem Ansatz soll nicht
nur das Erbsensubstrat optimal verwertet
und in für Kuhmilchjoghurt
charakteristische aroma- und
geschmacksaktive Substanzen
umgewandelt werden, sondern auch der
Herstellungsprozess der
Erbsenjoghurtalternative für etablierte
Abläufe aus der Milchindustrie ermöglicht
werden. Diese Technologie lässt sich
mittelfristig auf viele biogene Rohstoffe wie
Hülsenfrüchte anwenden, sodass zahlreiche
nährstoffreiche Milch-Produktalternativen
der breiten Öffentlichkeit angeboten und
Grundlagen für weitere Forschungsprojekte
gelegt werden können.
Anlage 1 zu Frage 4
29
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
16 Bosque Foods
GmbH
KMUi-BÖ05:
MyScaleUm -
Nachhaltige
Produktion von
vegetativem
Myzel für
Fleischalternativ
en
Im Projekt MyScaleUM soll das von Bosque
Foods im Labormaßstab entwickelte
Kultivierungsverfahren zur Herstellung von
vegetativem Myzel als Lebensmittel
optimiert und aus dem Labormaßstab
hochskaliert werden. Hierbei soll ein
optimiertes, auf regionalen Seitenströmen
definiertes Substratgemisch für die
Myzelproduktion definiert werden, wobei
wir uns auf die Wachstumsgeschwindigkeit
des Myzels, die Dichte der Myzelmatte, die
Organoleptik und den notwendigen
Energieaufwand zur Erreichung dieser
Schlüsselindikatoren konzentrieren. In
diesem Zuge soll nicht nur das beste
Substrat aus agroindustriellen
Nebenströmen generiert und ein
Kulturraum für eine Hochskalierung des
Prozesses nachgerüstet werden, sondern
vor allem sollen Schlüsselparameter des
Fermentationsprozesses identifiziert
werden, indem wesentliche Einflussgrößen
variiert werden, die das Wachstum des
Myzels ermöglichen und vorantreiben. Das
mit dem optimierten Verfahren erzeugte
Myzel dient zur Herstellung von
Vollfleischprodukten, die, anders als
derzeitige myzelbasierte Lebensmittel aus
Flüssigfermentationen, nur geringfügig
01.05.2023 30.04.2025
460.573,40 €
Nationale
Bioökonomie
strategie
(Bundesministerium
für Bildung
und
Forschung)
Anlage 1 zu Frage 4
30
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
prozessiert sind. Neben dem eigentlichen
Produkt auf Myzelbasis, verspricht das
Projekt neue Erkentnisse bei der
Prozessführung filamentöser Organismen in
einer Festbettkultur.
17 Fraunhofer
IME-BR
KMUi-BÖ05:
MyScaleUm -
Nachhaltige
Produktion von
vegetativem
Myzel für
Fleischalternativ
en
Im Projekt MyScaleUM soll das von Bosque
Foods im Labormaßstab entwickelte
Kultivierungsverfahren zur Herstellung von
vegetativem Myzel als Lebensmittel
optimiert und aus dem Labormaßstab
hochskaliert werden. Hierbei soll ein
optimiertes, auf regionalen Seitenströmen
definiertes Substratgemisch für die
Myzelproduktion definiert werden, wobei
wir uns auf die Wachstumsgeschwindigkeit
des Myzels, die Dichte der Myzelmatte, die
Organoleptik und den notwendigen
Energieaufwand zur Erreichung dieser
Schlüsselindikatoren konzentrieren. In
diesem Zuge soll nicht nur das beste
Substrat aus agroindustriellen
01.05.2023 30.04.2025
357.568,00 €
Nationale
Bioökonomie
strategie
(Bundesministerium
für Bildung
und
Forschung)
Anlage 1 zu Frage 4
31
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
Nebenströmen generiert und ein
Kulturraum für eine Hochskalierung des
Prozesses nachgerüstet werden, sondern
vor allem sollen Schlüsselparameter des
Fermentationsprozesses identifiziert
werden, indem wesentliche Einflussgrößen
variiert werden, die das Wachstum des
Myzels ermöglichen und vorantreiben. Das
mit dem optimierten Verfahren erzeugte
Myzel dient zur Herstellung von
Vollfleischprodukten, die, anders als
derzeitige myzelbasierte Lebensmittel aus
Flüssigfermentationen, nur geringfügig
prozessiert sind. Neben dem eigentlichen
Produkt auf Myzelbasis, verspricht das
Projekt neue Erkentnisse bei der
Prozessführung filamentöser Organismen in
einer Festbettkultur.
Anlage 1 zu Frage 4
32
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
18 Formo Bio
GmbH
KMUi-BÖ06:
Kasein-Fett-
Tandem-
Expression für
die
Lebensmittelher
stellung
Die Milchverarbeitung macht 4 % der
weltweiten CO2-Emissionen aus (Poore &
Nemecek, 2018). Pflanzliche Alternativen
für Käse und andere Milchprodukte können
aktuell den Großteil der Konsument*innen
weder geschmacklich noch funktionell
überzeugen. Das Ziel des Projektes
KASETTE ist ein innovativer
Präzisionsfermentationsprozess für
nachhaltige Käsealternativen. Die
gleichzeitige Expression von Kasein und
Fett in einem Organismus (z. B. Yarrowia,
Klyuveromyces oder Saccharomyces)
könnte das Kasein ausreichend gegen den
zelleigenen Abbau stabilisieren und
wirtschaftliche Produktionsmengen
erzielen, da das Fett als zweiter
Hauptbestandteil des Käses im gleichen
Schritt wie das Protein hergestellt wird. Das
spart nicht nur wertvolle Ressourcen,
sondern vereinfacht weitere
Produktionsschritte zur Herstellung der
Käsealternativen.
Im Projekt soll in erster Linie ein
umfassendes Verständnis der gleichzeitigen
Produktion und Gewinnung von
rekombinantem Kasein und mikrobiellen
Fetten in einem Organismus erlangt
werden. Dazu müssen geeignete mikrobielle
01.01.2024 31.12.2026
1.071.214,51 €
Nationale
Bioökonomie
strategie
(Bundesministerium
für Bildung
und
Forschung)
Anlage 1 zu Frage 4
33
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
Stämme selektiert und entwickelt werden.
Anschließend soll der Fermentationsprozess
optimiert und skaliert werden. Parallel dazu
werden geeignete Methoden zur Analytik
des Kasein-Fett-Gemisches etabliert. Erste
Käse-Labormuster werden hergestellt und
mit den etablierten Methoden analytisch
bewertet.
19 Verein zur
Förderung des
Technologietra
nsfers an der
Hochschule
Bremerhaven
Extrusion
proteinbasierter
Filamente für
den 3D-Druck
Gegenstand dieses Vorhabens ist die
Herstellung von Fleischanalogien auf Basis
von pflanzlichen Proteinen. Das
fleischtypische faserige Netzwerk soll
mittels 3D-Druckverfahren nachgebildet
werden. Hierfür wird unter Anwendung der
Extrusion ein Filament entwickelt, welches
sowohl eine für die Anwendung notwendige
Flexibilität aufweist als auch eine
molekulare Weiterverarbeitung durch den
3D-Drucker zulässt.
01.01.2022 30.06.2024
309.684,00 €
Förderprogramm
Innovationskompetenz
(INNO-KOM)
des
Bundesministeriums
für
Wirtschaft
und
Klimaschutz
20 Verein zur
Förderung
agrar- und
DuckWeed - Die
Erschließung
Wasserlinsengewächse wachsen sehr
schnell. Deren Trockenmasse ist
proteinreich, enthält sehr wertvolle
01.09.2022 28.02.2025
514.795,00 €
Förderprogramm
Innovations-
Anlage 1 zu Frage 4
34
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
stadtökologisc
her Projekte
(ASP) e. V.
eines Rohstoffes
der Zukunft
Aminosäuren, Fettsäuren und Ballaststoffe.
Das Potenzial dieser Pflanze für die
industrielle Nutzung ist immens. Das
Vorhaben zielt darauf ab, die
technologischen Grundlagen der gesamten
Prozesskette vom Anbau über
Zwischenprodukt und Endprodukt zu
ergründen. Die Ergebnisse sollen eine solide
Basis für zahlreiche
Applikationsmöglichkeiten zur Erzeugung
von Futter- und Lebensmitteln liefern.
kompetenz
(INNO-KOM)
des
Bundesministeriums
für
Wirtschaft
und
Klimaschutz
21 Verein zur
Förderung
agrar- und
stadtökologisc
her Projekte
(ASP) e. V.
Veganer
Aufschnitt aus
fermentiertem
Wurzelgemüse
(FerBeet)
Ziel ist die Entwicklung einer innovativen
Technologie, bei der durch die Nutzung von
Fermentations-, Räucher- und
Pasteurisationsverfahren eine
Aromatisierung, Texturierung und
Haltbarmachung von regionalem
Wurzelgemüse und hiesigen Leguminosen
erre
icht wird. Sie erlaubt die Herstellung von
völlig neuartigen herzhaften, veganen
Produkten, die als regionale, pflanzliche
Alternative zu Rohwurst- und Rohschinken
zu vermarkten sind.
01.05.2023 31.10.2025
297.501,00 €
Förderprogramm
Innovationskompetenz
(INNO-KOM)
des
Bundesministeriums
für
Wirtschaft
und
Klimaschutz
22 Verein zur
Förderung des
Technologietra
nsfers an der
Festphasenferm
entationsprozes
s zur
Herstellung von
Koji
Das Ziel des ttz Bremerhaven ist die
Entwicklung eines automatisierten,
energieeffizienten Festphasenfermenters im
technischen Maßstab zur wirtschaftlichen
Produktion eines enzymhaltigen
27.07.2023 31.01.2026
254.366,00 €
Förderprogramm
Innovationskompetenz
(INNO-KOM)
Anlage 1 zu Frage 4
35
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
Hochschule
Bremerhaven
Reisferments "Koji", für die
Lebensmittelindustrie. Dieses Pro
dukt soll für die Backwarenindustrie
maßgeschneidert sein und dort die bisher
gängigen technischen Präparate auf Basis
rekombinanter Mikroorganismen
(Genmodifiziert) substituieren.
des
Bundesministeriums
für
Wirtschaft
und
Klimaschutz
23 Forschungskre
is der
Ernährungsind
ustrie e.V.
(FEI)
Basidiomyceten
-vermittelte
Fermentation
pflanzlicher
Rohstoffe und
Nebenströme
zur Herstellung
von Käsearomen
und veganer
Käsealternative
n
Die Nachfrage nach veganen
Käsealternativen ist in den letzten Jahren
stark gestiegen. Aktuelle pflanzliche
Käsealternativen werden meist aus
Leguminosen oder Steinfrüchten hergestellt
und weisen deutliche funktionale
Unterschiede und sensorische
Abweichungen auf, wodurch die
Verbraucherakzeptanz dieser Produkte
häufig gering ausfällt. Basidiomyceten
bieten dafür eine innovative Alternative.
Diese vielseitigen Mikroorganismen
zeichnen sie sich durch eine
hochentwickelte extrazelluläre
Enzymausstattung aus, die es ihnen
ermöglicht, schwer abbaubare Kohlenstoff
und Stickstoffquellen zu metabolisieren und
aromaaktive Verbindungen zu bilden.
Dadurch können diese Pilze eine Vielzahl an
Aromastoffen aus Nebenströmen und
Lebensmittelabfällen erzeugen und
unerwünschte Geschmacksverbindungen
01.03.2024 31.08.2026 524.723,30 Förderung
der
industriellen
Gemeinschaftsforschung
(IGF) des
Bundesministeriums
für
Wirtschaft
und
Klimaschutz
Anlage 1 zu Frage 4
36
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
reduzieren. Nach EU-Recht können die mit
Basidiomyceten erzeugten Aromen als
natürliche Aromen deklariert werden, was
für viele Verbraucher ein entscheidendes
Kaufkriterium darstellt. Weiterhin erhöhen
während des Pilzwachstums im
Fermentationsmedium gebildete
Mycoproteine das Nährwertprofil und
weisen eine fleisch- oder käseähnliche
Struktur auf.
Ziel des Vorhabens ist es, mittels
biotechnologischer Prozesse auf Basis von
Basidiomyceten aus pflanzlichen
Rohstoffen und Produktnebenströmen
sensorisch ansprechende vegane
Käsearomen und strukturähnliche
Käsealternativen zu erzeugen, die von KMU
vermarktet oder als Zutat in Lebensmitteln
zur Verbesserung des Nährwertprofils oder
der Funktionalität dieser Produkte sowie als
Aromaträger verwendet werden können.
Anlage 1 zu Frage 4
37
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
24 Forschungskre
is der
Ernährungsind
ustrie e.V. FEI
Zweistufige
Fermentation
pflanzlicher
Rohstoffe zur
Herstellung
pflanzlicher
Alternativen zu
Rohwurst und
Rohmilchkäse
Die Entwicklung veganer Lebensmittel ist
aufgrund eines veränderten
Konsumverhaltens, gesundheitlicher und
ethischer Aspekte, wie Tierschutz, von
wachsender wirtschaftlicher Bedeutung.
Eine bislang wenig vertretene
Produktkategorie in diesem
Wachstumsmarkt der pflanzlichen
Alternativen zu Fleisch- und Milchprodukte
sind Produkte, die wie ihre Vorbilder
Rohmilchkäse oder Rohwurst mit
Starterkulturen fermentiert werden. Durch
Fermentation können pflanzliche
Rohstoffmatrizen in haltbare und
hochwertige Produkte mit ansprechenden
organoleptischen Qualitätsmerkmalen
überführt werden. Hierfür sind die
Entwicklung neuer Prozesse und der Einsatz
geeigneter Starterkulturen entscheidend.
Ziel des Vorhabens ist es, die
wissenschaftlichen Grundlagen zur
Konzeption und Produktion sicherer,
haltbarer und qualitativ hochwertiger
fermentierter pflanzlicher Analoga zu
erarbeiten. Um Lebensmittelsicherheit zu
gewährleisten und dennoch eine
längerfristige Reifung zu ermöglichen, soll
eine zweistufige Fermentation eingesetzt
werden, in der unter Verwendung
01.09.2021 28.02.2025 750.000,00 Förderung
der
industriellen
Gemeinschaftsforschung
(IGF) des
Bundesministeriums
für
Wirtschaft
und
Klimaschutz
Anlage 1 zu Frage 4
38
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
geeigneter Milchsäurebakterien eine
Säureproduktion zur Senkung des pH-
Werts erzielt wird, um ein Zwischenprodukt
zu generieren, das ggf. nach Erhitzen mit
geeigneten Kulturen, wie z.B. Hefen
und/oder Propionsäurebakterien, inokuliert
werden kann, so dass eine Reifung erfolgt.
In Folge können Textur, Aroma, Farbe und
Erscheinungsbild, aber auch für industrielle
Applikationen geforderte
Verarbeitungseigenschaften, wie
Schnittfestigkeit, Schmelz- oder
Backfähigkeit, gezielt eingestellt werden.
Durch die Kombination einer schnelleren
Säuerung mit einer längerfristigen Reifung
wird eine Veredelung der Rohstoffmatrizen
erzielt, so dass KMU auf Basis der
Ergebnisse eine Vielfalt neuer veganer
Produkte mit attraktiven sensorischen
Eigenschaften entwickeln und produzieren
können.
Anlage 1 zu Frage 4
39
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
25 Forschungskre
is der
Ernährungsind
ustrie e.V. FEI
Verwertung von
weitgehend
ungenutzter
Sauermolke und
ungenutztem
Sojaserum in
einem
Basidiomyceten
-vermittelten
Bioprozess zur
Gewinnung von
wertsteigernden
natürlichen
Aromen und
Mycoproteinen
Einige ernährungsphysiologisch wertvolle
Nebenprodukte der
Lebensmittelproduktion, wie Sauermolke
und Hülsenfruchtserum, werden aufgrund
ihrer sensorischen Eigenschaften von den
Verbrauchern nicht akzeptiert. Zusätzlich
erschwert der niedrige pH-Wert der Stoffe
die Weiterverwertung dieser Nebenströme,
so dass diese von den Unternehmen meist
kostenintensiv als Abfall entsorgt werden
müssen. Trotz der hohen Qualität der
Inhaltsstoffe bleiben deshalb 50-60 % der
produzierten Molke ungenutzt. Ziel des
Vorhabens ist es, mittels einer natürlichen
Fermentation mit Basidiomyceten
(Ständerpilzen) das Aroma der
Nebenströme zu verändern und
ernährungsphysiologisch wichtige
Verbindungen für die humane Ernährung zu
erschließen. Durch den angestrebten
Prozess mittels Basidiomyceten könnte
somit die Abfalllast der
Lebensmittelproduktionskette gesenkt
werden und wertvolle Inhaltsstoffe könnten
als hochwertiges Myzel (Mycoprotein) und
natürlicher Aromaextrakt zurückgeführt
werden. Insbesondere mittelständische
Unternehmen könnten auf Grundlage der
Ergebnisse und geeigneter, einfach
01.10.2022 31.03.2025 477.147,24 Förderung
der
industriellen
Gemeinschaftsforschung
(IGF) des
Bundesministeriums
für
Wirtschaft
und
Klimaschutz
Anlage 1 zu Frage 4
40
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
umsetzbarer Verfahren Nebenprodukte
weiterverarbeiten und hierdurch ihre
Produktion nachhaltiger und
kostengünstiger gestalten.
26 Industrieverei
nigung für
Lebensmittelte
chnologie und
Verpackung
e.V. (IVLV)
In situ-
Erzeugung von
Käsearomen
durch
Fermentation
rein pflanzlicher
Rohstoffe
Der Markt für vegane
Milchproduktalternativen wächst stetig. Im
Jahr 2020 wurden 536 Mio. Euro in
Deutschland damit umgesetzt, 2018 lagen
die Umsätze noch bei 316 Mio. Euro.
Käsealternativen stellen bei diesen
Produkten die größte Herausforderung dar:
Bisher wird veganer Käse meist aus Stärke
und Fett als sogenannter Analogkäse
hergestellt. Diese Produkte weisen einen
hohen Fettgehalt und eine lange
Zutatenliste auf. Sie unterscheiden sich
nicht nur in der Zusammensetzung, sondern
auch in Textur, Aroma und Geschmack
deutlich von klassischem Käse, der in einem
traditionellen Prozess hergestellt wird und
aus sehr wenigen Zutaten besteht. Durch
Milchsäurefermentation analog der
klassischen Käseherstellung könnten aus
pflanzlichen Rohwaren hochwertige
01.04.2023 30.09.2025 251.065,66 Förderung
der
industriellen
Gemeinschaftsforschung
(IGF) des
Bundesministeriums
für
Wirtschaft
und
Klimaschutz
Anlage 1 zu Frage 4
41
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
Produkte erzeugt werden. Das Protein wird
dabei ausgefällt und kann mit Fett eine
käseähnliche Textur bilden. Da sich die
Eigenschaften von Casein (dem
Hauptprotein der Milch) und pflanzlichen
Proteinen stark unterscheiden, sind die
Prozesse allerdings nicht direkt übertragbar
und müssen hinsichtlich Textur und
Käsearoma angepasst werden. Das Ziel von
KÄROMAVEG ist die in situ-Erzeugung von
Käsearomen bei der Fermentation
pflanzlicher Rohstoffe. Die Rohstoffe
werden hinsichtlich ihrer Aminosäure- und
Fettsäure- zusammensetzung ausgewählt.
Durch Fermentation mit geeigneten
Mikroorganismen und Enzymen sollen
entscheidende Aromastoffe und somit
authentische Käsearomen zielgerichtet
erzeugt werden. So soll es möglich sein,
vegane Käsealternativen mit verschiedenen
Aromaeindrücken (wie Emmentaler, Gouda,
Gruyere) zu generieren und die
Produktpalette veganer Käsealternativen
maßgeblich zu erweitern. Diese
Untersuchungen sind zeit- und
kostenintensiv und damit für KMU alleine
kaum zu schultern. Liegen die Ergebnisse
vor, können Hersteller auf Grundlage dieser
Daten eigene Produkte in den gewünschten
Anlage 1 zu Frage 4
42
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
Geschmacksrichtungen entwickeln und auf
den Markt bringen.
27 Forschungskre
is der
Ernährungsind
ustrie e.V. FEI
Das Potenzial
der
Fermentation
mittels EPS-
produzierender
Starterkulturen
bei der
Herstellung von
veganen
Brotaufstrichen
(Vegan Spreads)
Derzeit am Markt erhältliche, vegane
Brotaufstriche weisen i. d. R. einen hohen
Fettgehalt und/oder einen (sehr) niedrigen
Proteingehalt auf und enthalten darüber
hinaus deklarationspflichtige Hydrokolloide.
Vegane Frischkäsealternativen zeichnen
sich zudem häufig durch unausgewogene
Geschmacks- und Texturprofile aus,
insbesondere, wenn die Produkte mit
Proteinen angereichert wurden. Ziel des
Vorhabens ist es vor dem Hintergrund
dieser Qualitätsmängel zu untersuchen, wie
qualitativ hochwertige, vegane,
proteinreiche Brotaufstriche durch
01.08.2023 31.07.2025 225.110,88 Förderung
der
industriellen
Gemeinschaftsforschung
(IGF) des
Bundesministeriums
für
Wirtschaft
und
Klimaschutz
Anlage 1 zu Frage 4
43
Nr.
Zuwendungsempfänger
Projekttitel Kurzfassung
Projektbeginn
Projektende
Bewilligungssumme in EUR
Programmsystematik
Fermentation mit Exopolysaccharid (EPS)-
produzierenden Starterkulturen entwickelt
werden können. "Vegan Spreads" verfolgt
einen multidisziplinären Ansatz, um die
Herausforderungen bei der Entwicklung
und Herstellung von fermentierten
Brotaufstrichen (einschließlich einer
veganen Frischkäsealternative und eines
klassischen pflanzlichen Brotaufstrichs) mit
Fokus auf technologische, analytische und
mikrobielle Aspekte anzugehen. Neben dem
eigentlichen Fermentationsansatz wird das
Projekt durch den geplanten Einsatz von
Ultraschall, gepulsten elektrischen Feldern
(PEF) und Hochdruck auch das vorhandene
Wissen auf dem Gebiet der
nichtthermischen Technologien erweitern.
Die Ergebnisse des Projekts werden KMU
die Möglichkeit eröffnen, sich mit neuen,
qualitativ verbesserten Produkten im
wachsenden Markt veganer Produkte zu
etablieren.
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333