Deutscher Bundestag Drucksache 20/11603
20. Wahlperiode 03.06.2024
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Stephan Brandner, Martin Hess,
Steffen Janich und der Fraktion der AfD
– Drucksache 20/11470 –
Entwicklung von Gruppenvergewaltigungen bis zum 31. Dezember 2023
(Nachfrage zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf
Bundestagsdrucksache 20/10719)
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Mit der Kleinen Anfrage auf Bundestagsdrucksache 20/10719 sollte unter
anderem erfragt werden, wie sich die Anzahl der Gruppenvergewaltigungen in
den Jahren von 2010 bis 2023 in den einzelnen Bundesländern entwickelt hat.
Da die erfragten Daten für das Jahr 2023 zum Zeitpunkt der Einreichung der
Kleinen Anfrage jedoch noch nicht vorlagen, sollen diese nun mit der
vorliegenden Kleinen Anfrage abgefragt werden.
V o r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
„Gruppenvergewaltigung“ ist weder ein feststehender juristischer Begriff, noch
lässt sich dieser Begriff einer bestimmten Strafvorschrift zuordnen. Das
Strafgesetzbuch (StGB) kennt lediglich eine gemeinschaftliche Tatbegehung nach
§ 177 Absatz 6 Satz 2 Nummer 2 StGB. Diese bezieht sich aber auf alle
Tatbestände des § 177 StGB und erfasst demnach nicht nur Tathandlungen, die die
Voraussetzungen einer Vergewaltigung nach § 177 Absatz 6 Satz 2 Nummer 1
StGB erfüllen. Um dem Informationsbedürfnis der Fragesteller
nachzukommen, wurden daher Sonderauswertungen der Polizeilichen Kriminalstatistik
(PKS) erstellt.
Bei der Interpretation der Daten ist zu beachten, dass es seit dem Jahr 2010
mehrere Datenbrüche gibt. Sowohl von 2016 auf 2017 als auch von 2017 auf
2018 wurde die Methodik bzw. die Rechtsgrundlage der Erfassung von sog.
Gruppenvergewaltigungen geändert. Die Daten sind daher nicht exakt
vergleichbar. Im Einzelnen wurden folgende PKS-Schlüssel und Filter genutzt:
– ab 2018: Straftatenschlüssel 111700 „Vergewaltigung § 177 Absatz 6, 7, 8
StGB“ kombiniert mit dem Filter „Tatverdächtige alleinhandelnd: nein“
– 2017: Straftatenschlüssel 111200 „Vergewaltigung überfallartig (durch
Gruppen) § 177 Absatz 6 Nummer 2, Absatz 7 und 8 StGB“ sowie Strafta-
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern und für Heimat
vom 31. Mai 2024 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
tenschlüssel 111300 „Vergewaltigung durch Gruppen § 177 Absatz 6
Nummer 2, Absatz 7 und 8 StGB“
– vor 2017: Straftatenschlüssel 111200 „Vergewaltigung überfallartig (durch
Gruppen) § 177 Absatz 2 Nummer 2 StGB“ sowie Straftatenschlüssel
111300 „Vergewaltigung durch Gruppen § 177 Absatz 2 Nummer 2 StGB“.
Zudem ist zu beachten, dass einem Fall mehrere Opfer und/oder mehrere
Tatverdächtige zugeordnet sein können. Zu den Opfern wird die
Staatsangehörigkeit erst seit 2013 detailliert erfasst, die Spezifik „Zuwanderer“ erst seit 2018.
Die PKS beruht auf dem Erkenntnisstand bei Abschluss der polizeilichen
Ermittlungen. Straftaten werden zum Teil von der Polizei, insbesondere wegen
des unterschiedlichen Ermittlungsstandes, anders bewertet als von der
Staatsanwaltschaft oder den Gerichten. Für die Beantwortung der nachfolgenden
Fragen wird daher der Begriff des/der Tatverdächtigen (TV) im Sinne der PKS
zugrunde gelegt.
1. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Anzahl an
Gruppenvergewaltigungen in den Ländern seit dem Jahr 2010 entwickelt
(bitte nach Bundesländern und Jahresscheiben auflisten sowie auch die
Gesamtzahl für ganz Deutschland angeben)?
In der nachstehenden Tabelle sind die Fallzahlen für
„Gruppenvergewaltigungen“ im Sinne der Fragestellung dargestellt.
Im Übrigen wird auf die Vorbemerkung der Bundesregierung verwiesen.
Land 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
Baden-Württemberg 49 48 36 45 41 31 52 18 44 34 32 36 51 40
Bayern 60 39 41 35 34 38 42 33 71 90 88 73 61 81
Berlin 80 70 73 69 82 72 69 76 81 93 98 106 89 111
Brandenburg 7 8 18 5 6 9 13 7 34 45 30 30 29 38
Bremen 17 15 12 6 9 6 18 8 9 12 8 9 19 6
Hamburg 23 21 18 19 21 9 50 17 18 19 27 22 14 26
Hessen 49 61 41 41 42 48 41 36 23 42 37 39 43 27
Mecklenburg-
Vorpommern 6 1 6 2 6 5 2 0 2 2 2 4 3 3
Niedersachsen 62 47 47 34 39 43 44 28 76 98 72 81 110 88
Nordrhein-Westfalen 151 129 131 100 72 74 321 83 149 151 185 172 246 209
Rheinland-Pfalz 32 16 22 17 20 14 20 25 60 46 39 27 48 45
Saarland 4 2 8 7 6 2 2 3 5 6 6 13 5 10
Sachsen 6 8 9 6 10 3 18 14 13 12 12 12 16 14
Sachsen-Anhalt 9 9 13 11 12 12 21 16 44 41 43 37 35 47
Schleswig-Holstein 29 29 23 21 18 20 22 15 22 15 20 13 15 14
Thüringen 9 6 10 5 5 14 14 1 8 4 5 3 5 2
Gesamt 593 509 508 423 423 400 749 380 659 710 704 677 789 761
2. Wie hoch war nach Kenntnis der Bundesregierung jeweils der Anteil
nichtdeutscher Tatverdächtiger an den in Frage 1 erfragten Taten (bitte
nach Jahresscheiben seit dem Jahr 2010 auflisten)?
Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen unter Bezugnahme in den zu
Frage 1 erfassten Fallzahlen lag
– im Berichtsjahr 2010 bei 34 Prozent,
– im Berichtsjahr 2011 bei 38 Prozent,
– im Berichtsjahr 2012 bei 37 Prozent,
– im Berichtsjahr 2013 bei 34 Prozent,
– im Berichtsjahr 2014 bei 37 Prozent,
– im Berichtsjahr 2015 bei 46 Prozent,
– im Berichtsjahr 2016 bei 56 Prozent,
– im Berichtsjahr 2017 bei 55 Prozent,
– im Berichtsjahr 2018 bei 50 Prozent,
– im Berichtsjahr 2019 bei 50 Prozent,
– im Berichtsjahr 2020 bei 46 Prozent,
– im Berichtsjahr 2021 bei 47 Prozent,
– im Berichtsjahr 2022 bei 50 Prozent,
– im Berichtsjahr 2023 bei 48 Prozent.
Im Übrigen wird auf die Vorbemerkung der Bundesregierung verwiesen.
3. Welche fünf Staatsangehörigkeiten wurden nach Kenntnis der
Bundesregierung bei den Tatverdächtigen seit dem Jahr 2010 am häufigsten
registriert (bitte nach Jahresscheiben seit dem Jahr 2010 auflisten)?
In der nachstehenden Tabelle sind die fünf am häufigsten in der PKS
registrierten Staatsangehörigkeiten der Tatverdächtigen, die bei
„Gruppenvergewaltigungen“ erfasst wurden, dargestellt.
Im Übrigen wird auf die Vorbemerkung der Bundesregierung verwiesen.
Jahr Staatsangehörigkeit
der/des Tatverdächtigen
Tatverdächtige
2023 Deutschland 520
2023 Syrien 71
2023 Afghanistan 49
2023 Irak 43
2023 Türkei 33
2022 Deutschland 471
2022 Syrien 72
2022 Afghanistan 52
2022 Irak 51
2022 Türkei 35
2021 Deutschland 514
2021 Afghanistan 59
2021 Syrien 54
2021 Türkei 45
2021 Irak 41
2020 Deutschland 485
2020 Afghanistan 61
2020 Syrien 57
2020 Türkei 35
2020 Irak 33
2019 Deutschland 454
2019 Syrien 57
2019 Afghanistan 53
2019 Türkei 44
Jahr Staatsangehörigkeit
der/des Tatverdächtigen
Tatverdächtige
2019 Irak 37
2018 Deutschland 418
2018 Afghanistan 62
2018 Syrien 50
2018 Türkei 48
2018 Rumänien 28
2017 Deutschland 206
2017 Afghanistan 33
2017 Türkei 23
2017 Eritrea 18
2017 Syrien 18
2016 Deutschland 216
2016 Afghanistan 51
2016 Syrien 23
2016 Türkei 19
2016 Algerien 18
2015 Deutschland 236
2015 Türkei 40
2015 Syrien 21
2015 Polen 12
2015 Afghanistan 11
2014 Deutschland 332
2014 Türkei 52
2014 Afghanistan 11
2014 Rumänien 11
2014 Italien 10
2013 Deutschland 354
2013 Türkei 48
2013 Griechenland 12
2013 Serbien 12
2013 Afghanistan 11
2013 Rumänien 11
2012 Deutschland 396
2012 Türkei 52
2012 Polen 15
2012 Rumänien 13
2012 Afghanistan 10
2012 Irak 10
2012 Italien 10
2011 Deutschland 397
2011 Türkei 66
2011 Rumänien 15
2011 Kosovo 14
2011 Afghanistan 13
2011 Serbien 13
2010 Deutschland 521
2010 Türkei 94
2010 Serbien 22
2010 Irak 13
2010 Rumänien 12
4. Wie groß war nach Kenntnis der Bundesregierung jeweils der Anteil der
nichtaufgeklärten Fälle an den in Frage 1 erfragten Taten (bitte nach
Jahresscheiben seit dem Jahr 2010 auflisten)?
Der Anteil der nicht aufgeklärten Fälle im Sinne der Fragestellung lag
– im Berichtsjahr 2010 bei 44 Prozent,
– im Berichtsjahr 2011 bei 46 Prozent,
– im Berichtsjahr 2012 bei 46 Prozent,
– im Berichtsjahr 2013 bei 46 Prozent,
– im Berichtsjahr 2014 bei 47 Prozent,
– im Berichtsjahr 2015 bei 53 Prozent,
– im Berichtsjahr 2016 bei 69 Prozent,
– im Berichtsjahr 2017 bei 49 Prozent,
– im Berichtsjahr 2018 bei 42 Prozent,
– im Berichtsjahr 2019 bei 39 Prozent,
– im Berichtsjahr 2020 bei 38 Prozent,
– im Berichtsjahr 2021 bei 32 Prozent,
– im Berichtsjahr 2022 bei 38 Prozent,
– im Berichtsjahr 2023 bei 36 Prozent.
Im Übrigen wird auf die Vorbemerkung der Bundesregierung verwiesen.
5. Wie viele Opfer von Gruppenvergewaltigungen gab es nach Kenntnis der
Bundesregierung jeweils seit dem Jahr 2010 in Deutschland insgesamt
(bitte zusätzlich nach Ländern aufschlüsseln)?
Die Anzahl der Opfer im Sinne der Fragestellung können der nachstehenden
Tabelle entnommen werden.
Im Übrigen wird auf die Vorbemerkung der Bundesregierung verwiesen.
Land 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
Baden-Württemberg 52 49 37 45 41 33 59 18 45 35 32 37 53 40
Bayern 63 41 41 37 34 41 43 34 72 92 89 75 61 82
Berlin 80 71 73 71 82 72 69 77 83 94 99 111 89 111
Brandenburg 8 8 19 5 6 9 14 7 34 45 30 30 29 38
Bremen 17 15 12 6 9 6 18 8 9 12 8 10 21 6
Hamburg 24 22 19 19 22 10 80 17 18 21 27 22 14 27
Hessen 50 68 43 41 45 48 44 37 23 43 37 39 44 28
Mecklenburg-
Vorpommern 6 1 6 2 6 5 2 0 2 2 2 4 3 3
Niedersachsen 62 47 47 36 42 43 47 28 77 99 73 82 113 91
Nordrhein-Westfalen 152 132 138 104 72 76 361 86 155 156 205 177 253 218
Rheinland-Pfalz 32 16 22 17 20 14 21 25 60 46 39 27 50 45
Saarland 4 2 8 7 6 2 2 3 5 6 6 13 5 10
Sachsen 6 8 9 6 10 3 18 14 13 14 13 12 16 15
Sachsen-Anhalt 9 9 13 12 13 12 21 16 44 42 43 37 35 51
Schleswig-Holstein 29 29 25 25 18 20 27 15 22 15 20 13 15 14
Thüringen 9 6 11 5 5 14 14 1 8 5 5 3 5 2
Gesamt 603 524 523 438 431 408 840 386 670 727 728 692 806 781
6. Wie viele Tatverdächtige wurden nach Kenntnis der Bundesregierung
jeweils seit dem Jahr 2010 ermittelt?
Zu den zu Frage 1 erfassten Fällen wurden
– im Berichtsjahr 2010 insgesamt 793 Tatverdächtige,
– im Berichtsjahr 2011 insgesamt 638 Tatverdächtige,
– im Berichtsjahr 2012 insgesamt 630 Tatverdächtige,
– im Berichtsjahr 2013 insgesamt 537 Tatverdächtige,
– im Berichtsjahr 2014 insgesamt 526 Tatverdächtige,
– im Berichtsjahr 2015 insgesamt 433 Tatverdächtige,
– im Berichtsjahr 2016 insgesamt 493 Tatverdächtige,
– im Berichtsjahr 2017 insgesamt 460 Tatverdächtige,
– im Berichtsjahr 2018 insgesamt 839 Tatverdächtige,
– im Berichtsjahr 2019 insgesamt 899 Tatverdächtige,
– im Berichtsjahr 2020 insgesamt 907 Tatverdächtige,
– im Berichtsjahr 2021 insgesamt 970 Tatverdächtige,
– im Berichtsjahr 2022 insgesamt 943 Tatverdächtige und
– im Berichtsjahr 2023 insgesamt 990 Tatverdächtige
in der PKS erfasst.
Im Übrigen wird auf die Vorbemerkung der Bundesregierung verwiesen.
7. In wie vielen Fällen waren die Opfer nach Kenntnis der Bundesregierung
jeweils
a) Deutsche,
Die nachstehende Auswertung bezieht sich auf die Anzahl der Opfer bei
„Gruppenvergewaltigungen“, die mit einer deutschen Staatsangehörigkeit in
der PKS erfasst wurden.
Im Übrigen wird auf die Vorbemerkung der Bundesregierung verwiesen.
2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
männlich 26 31 40 49 22 27 43 44 49 58 47
Anteil an allen Opfern
in Prozent 6 7 10 6 6 4 6 6 7 7 6
weiblich 348 327 285 663 279 507 550 559 503 594 573
Anteil an allen Opfern
in Prozent 79 76 70 79 72 76 76 77 73 74 73
Gesamt 374 358 325 712 300 534 596 603 552 652 620
Anteil an allen Opfern
in Prozent 85 83 80 85 78 80 82 83 80 81 79
b) Nichtdeutsche,
Die nachstehende Auswertung bezieht sich auf die Anzahl der Opfer bei
„Gruppenvergewaltigungen“, die mit einer nichtdeutschen Staatsangehörigkeit
in der PKS erfasst wurden.
Im Übrigen wird auf die Vorbemerkung der Bundesregierung verwiesen.
2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
männlich 8 9 15 39 19 26 23 20 29 19 29
Anteil an allen Opfern
in Prozent 2 2 4 5 5 4 3 3 4 2 4
weiblich 56 64 68 89 67 110 108 105 111 135 132
Anteil an allen Opfern
in Prozent 13 15 17 11 17 17 15 14 16 17 17
Gesamt 64 73 83 128 86 131 130 124 140 151 161
Anteil an allen Opfern
in Prozent 15 17 20 15 22 20 18 17 20 19 21
c) Zuwanderer
(bitte nach Geschlecht auflisten), und wie hoch war jeweils ihr Anteil?
Die nachstehende Auswertung bezieht sich auf die Anzahl der Opfer bei
„Gruppenvergewaltigungen“, die als Zuwanderer im Sinne der jeweils
geltenden PKS-Definition in der PKS erfasst wurden.
Im Übrigen wird auf die Vorbemerkung der Bundesregierung verwiesen.
2018 2019 2020 2021 2022 2023
männlich 3 2 8 10 7 7
Anteil an allen Opfern
in Prozent 0 0 1 1 1 1
weiblich 5 17 25 17 29 27
Anteil an allen Opfern
in Prozent 1 2 3 2 4 3
2018 2019 2020 2021 2022 2023
Gesamt 8 19 33 27 36 34
Anteil an allen Opfern
in Prozent 1 3 5 4 4 4
8. In wie vielen Fällen waren die Täter nach Kenntnis der Bundesregierung
jeweils
a) Deutsche,
Die nachstehende Auswertung bezieht sich auf die Anzahl der Tatverdächtigen
bei „Gruppenvergewaltigungen“, die mit einer deutschen Staatsangehörigkeit in
der PKS erfasst wurden.
Im Übrigen wird auf die Vorbemerkung der Bundesregierung verwiesen.
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
männlich 495 386 384 339 316 218 194 200 391 429 462 475 440 474
Anteil an allen
Tatverdächtigen in Prozent 62,4 60,8 61,0 63,1 60,8 50,3 39,4 43,5 46,6 47,7 51,0 49,0 46,7 47,9
weiblich 26 11 12 15 16 18 22 6 27 25 23 39 31 46
Anteil an allen
Tatverdächtigen in Prozent 3,3 1,7 1,9 2,8 3,1 4,2 4,5 1,3 3,2 2,8 2,5 4,0 3,3 4,6
Gesamt 521 397 396 354 332 236 216 206 418 454 485 514 471 520
Anteil an allen
Tatverdächtigen in Prozent 65,7 62,5 62,9 65,9 63,8 54,5 43,8 44,8 49,8 50,5 53,6 53,0 49,9 52,5
b) Nichtdeutsche,
Die nachstehende Auswertung bezieht sich auf die Anzahl der Tatverdächtigen
bei „Gruppenvergewaltigungen“, die mit einer nichtdeutschen
Staatsangehörigkeit in der PKS erfasst wurden.
Im Übrigen wird auf die Vorbemerkung der Bundesregierung verwiesen.
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
männlich 269 233 227 172 187 195 275 249 405 429 405 442 450 456
Anteil an allen
Tatverdächtigen in Prozent 33,9 36,7 36,0 32,0 36,0 45,0 55,8 54,1 48,3 47,7 44,8 45,6 47,7 46,1
weiblich 3 6 8 11 2 2 2 5 16 16 15 14 22 14
Anteil an allen
Tatverdächtigen in Prozent 0,4 0,9 1,3 2,0 0,4 0,5 0,4 1,1 1,9 1,8 1,7 1,4 2,3 1,4
Gesamt 272 239 235 183 189 197 277 254 421 445 420 456 472 470
Anteil an allen
Tatverdächtigen in Prozent 34,3 37,6 37,3 34,1 36,3 45,5 56,2 55,2 50,2 49,5 46,4 47,0 50,1 47,5
c) Zuwanderer
(bitte nach Geschlecht auflisten), und wie hoch war jeweils ihr Anteil?
Die nachstehende Auswertung bezieht sich auf die Anzahl der Tatverdächtigen
bei „Gruppenvergewaltigungen“, die als Zuwanderer im Sinne der jeweils
geltenden PKS-Definition in der PKS erfasst wurden.
Im Übrigen wird auf die Vorbemerkung der Bundesregierung verwiesen.
2018 2019 2020 2021 2022 2023
männlich 176 188 159 163 140 145
Anteil an allen
Tatverdächtigen in Prozent 21,0 20,9 17,6 16,8 14,8 14,6
weiblich 7 6 5 2 2 1
Anteil an allen
Tatverdächtigen in Prozent 0,8 0,7 0,6 0,2 0,2 0,1
Gesamt 183 194 164 165 142 146
Anteil an allen
Tatverdächtigen in Prozent 21,8 21,6 18,1 17,0 15,1 14,1
9. In wie vielen Fällen waren die Tatverdächtigen nach Kenntnis der
Bundesregierung bereits zuvor als Tatverdächtige in Erscheinung getreten
(bitte nach Jahren seit 2010 auflisten), und wie hoch war jeweils der
Anteil?
Die erbetenen Informationen im Sinne der Fragestellung können der
nachstehenden Tabelle entnommen werden. Das Tatverdächtigenmerkmal „
(polizeilich) in Erscheinung getreten“ wird in der PKS erfasst, wenn über einen
Tatverdächtigen in Deutschland bzw. in dem erfassenden Land mindestens eine
strafrechtlich relevante und nach den datenschutzrechtlichen Vorschriften zulässig
gespeicherte Erkenntnis aus dem laufenden oder einem früheren Jahr vorliegt.
Es handelt sich hier um ein „konstantes“ Merkmal einer tatverdächtigen
Person, d. h., es gilt für alle geklärten Fälle dieser tatverdächtigen Person innerhalb
eines Berichtsjahres.
Im Übrigen wird auf die Vorbemerkung der Bundesregierung verwiesen.
Jahr Anzahl der aufgeklärten Fälle von
„Gruppenvergewaltigung“, bei denen die tatverdächtige
Person zuvor bereits in Erscheinung getreten ist
Anteil an allen aufgeklärten Fällen von
„Gruppenvergewaltigungen“, bei denen die
tatverdächtige Person zuvor bereits in Erscheinung
getreten ist in Prozent
2010 230 69,7
2011 187 67,8
2012 201 73,4
2013 173 76,2
2014 161 71,9
2015 144 76,6
2016 171 74,0
2017 139 71,3
2018 265 69,2
2019 300 69,8
2020 319 72,5
2021 340 73,6
2022 318 64,9
2023 356 73,6
10. Wie hoch war nach Kenntnis der Bundesregierung der Anteil der Fälle,
in denen die Tatverdächtigen Konsumenten harter Drogen waren (bitte
nach Jahren seit 2010 auflisten)?
Die erbetenen Informationen im Sinne der Fragestellung können der
nachstehenden Tabelle entnommen werden. Das Tatverdächtigenmerkmal „Konsument
harter Drogen“ soll einen Hinweis auf die indirekte Beschaffungskriminalität
geben („konstantes Merkmal“).
Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 9 sowie auf die Vorbemerkung der
Bundesregierung verwiesen.
Jahr Anzahl der aufgeklärten Fälle von
„Gruppenvergewaltigung“, bei denen die tatverdächtige
Person Konsument harter Drogen ist
Anteil an allen aufgeklärten Fällen von
„Gruppenvergewaltigungen“, bei denen die
tatverdächtige Person Konsument harter Drogen ist
in Prozent
2010 18 5,5
2011 20 7,2
2012 20 7,3
2013 12 5,3
2014 15 6,7
2015 18 9,6
2016 18 7,8
2017 14 7,2
2018 25 6,5
2019 34 7,9
2020 37 8,4
2021 37 8,0
2022 34 6,9
2023 40 8,3
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ISSN 0722-8333