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Kleine AnfrageWahlperiode 13Beantwortet

Atomtransportunfall in Magdeburg (G-SIG: 13013357)

Inhalt des bei einem Unfall in Magdeburg beschädigten Containers mit radioaktiven Abfällen, Verpackung der Abfälle, Unfallhergang, weitere Fälle von beschädigten Atommüllcontainern

Fraktion

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ressort

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Datum

27.07.1998

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 13/1126709. 07.98

Atomtransportunfall in Magdeburg

der Abgeordneten Ursula Schönberger und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Nach Meldungen der Nachrichtenagentur AP vom 8. Juli 1998 ist es beim Verladen eines Containers mit schwachradioaktiven Abfällen an diesem Tag in Magdeburg zu einem Unfall gekommen. Ein Kran habe gegen 8.30 Uhr die Außenhaut des Behälters auf 60 cm Länge aufgeschlitzt, teilte ein Polizeisprecher mit. Der Unfall geschah nach Polizeiangaben auf dem Güterbahnhof Magdeburg-Rothensee. Der beschädigte Container war gefüllt mit radioaktiven Abfällen aus den stillgelegten Kernkraftwerken Greifswald und Rheinsberg und sollte mit drei weiteren Behältern von der Bahn auf Lastwagen zum Weitertransport in das Endlager Morsleben umgeladen werden. Dabei kam ein Ausleger des Kranfahrzeugs an die Außenhaut des Containers und schlitzte diese an einer Naht auf. Experten des Bundesamtes für Strahlenschutz, des Bundesgrenzschutzes, der Feuerwehr und der Umwelt- und Gefahrengruppe der Polizei sperrten die Unfallstelle ab.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen4

1

Welche radioaktiven Nuklide waren in dem betreffenden Container?

2

Wie genau waren die radioaktiven Materialien verpackt?

3

Wie war der genaue Unfallhergang, und wie konnte es zu der Beschädigung des Containers kommen?

4

Wie viele Fälle von beschädigten Atommüllcontainern in Magdeburg-Rothensee sind der Bundesregierung bekannt, seitdem das Endlager in Morsleben unter der Verantwortung der Bundesregierung betrieben wird?

Bonn, den 9. Juli 1998

Ursula Schönberger Joseph Fischer (Frankfurt), Kerstin Müller (Köln) und Fraktion

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