Entwicklung des Steueraufkommens und der Steuerstruktur
der Abgeordneten Joachim Poß, Dr. Ulrich Böhme (Unna), Ludwig Eich, Dieter Grasedieck, Dr. Barbara Hendricks, Frank Hofmann (Volkach), Wolfgang Ilte, Walter Kolbow, Nicolette Kressl, Volker Kröning, Detlev von Larcher, Bernd Scheelen, Horst Schild, Reinhard Schultz (Everswinkel), Jörg-Otto Spiller, Dr. Peter Struck, Lydia Westrich, Rudolf Scharping und der Fraktion der SPD
Vorbemerkung
Durch wiederholte Steuererhöhungen und Steuersenkungen sind seit Jahren erhebliche Veränderungen in der Struktur des Steueraufkommens in der Bundesrepublik Deutschland vorgenommen worden. Um diesen Prozeß bewerten zu können, bedarf es einer geschlossenen Darstellung der längerfristigen quantitativen Verschiebungen bei den einzelnen Steuern.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen4
Wie haben sich in den einzelnen Jahren von 1970 bis 1994 und nach der aktuellen Steuerschätzung in den einzelnen Jahren von 1995 bis 1999 bei den zehn größten Steuern — seit 1990 auch aufgeteilt in Gebiet A und Gebiet B — entwickelt: — das Aufkommen der einzelnen Steuern, — deren jährliche Zuwachsraten und — der Anteil jeder dieser Steuern in den einzelnen Jahren am Gesamtsteueraufkommen?
Wie hoch war die volkswirtschaftliche Steuerquote in den einzelnen Jahren seit 1970?
Wie hoch war die Staatsquote in den einzelnen Jahren seit 1970?
Wie würden sich die Steuerquoten und die Staatsquoten verändern, wenn in den einzelnen Jahren seit 1970 die steuerlichen Kinderfreibeträge als Kindergeld bzw. das Kindergeld als steuerliche Kinderfreibeträge gerechnet würden?