Rückgang der Existenzgründungen
der Abgeordneten Dr.. Christa Luft und der Gruppe der PDS
Vorbemerkung
Die gegenwärtig schwache Konjunktur in Deutschland beeinträchtigt im hohen Maße die Zahl der Existenzgründungen. Im Januar 1996 registrierten laut Presseberichten die Amtsgerichte mit 5 181 Firmenneueintragungen 5,3 % weniger als im selben Vorjahresmonat und sogar 13,4 % weniger als im ersten Monat 1994. Insbesondere der Dienstleistungssektor und der Handel verzeichneten Rückgänge. Dort gingen die Neuanmeldungen um 343 auf 2 303 bzw. um 161 auf 1 400 zurück. Die Bundesregierung hat im „Aktionsprogramm für Investitionen und Arbeitsplätze" erklärt, daß zumeist in neugegründeten Unternehmen und im Mittelstand Arbeitsplätze entstünden.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen5
Was gedenkt die Bundesregierung zu unternehmen, um diesen Trend schnellstens umzukehren?
Welche Maßnahmen sollen dazu beitragen, daß neue Firmen wettbewerbsfähig werden, sich am Markt behaupten und sichere Arbeitsplätze schaffen?
Welche Ursachen sieht die Bundesregierung für die Rückgänge vor allem auf dem Dienstleistungssektor und dem Handel?
Wie entwickelt sich nach Erkenntnissen der Bundesregierung die Zahl der Existenzgründungen in den neuen Bundesländern?
Welchen Zusammenhang sieht die Bundesregierung zwischen dem Rückgang der Existenzgründungen im Januar 1996 und dem Anstieg der Insolvenzen im vergangenen Jahr?