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Kleine AnfrageWahlperiode 13Beantwortet

20 Prozent der Auszubildenden nach der Lehre arbeitslos (G-SIG: 13011529)

Maßnahmen der Bundesregierung zur Sicherung der Anstellung von Jugendlichen nach erfolgtem Ausbildungsabschluß, Beseitigung der Jugendarbeitslosigkeit in den neuen Bundesländern, Lockerung von Ausbildungsvorschriften

Fraktion

PDS

Ressort

Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung

Datum

07.05.1996

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 13/439716. 04. 96

20 Prozent der Auszubildenden nach der Lehre arbeitslos

der Abgeordneten Dr. Christa Luft und der Gruppe der PDS

Vorbemerkung

Etwa jeder fünfte von den Jugendlichen, die 1995 in Deutschland eine Berufsausbildung erfolgreich beendeten, ist laut Presseberichten danach arbeitslos geworden. Nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) seien von 570 100 Schülern, die 1993 einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen hatten, 1995 rund 106 000 nicht von ihrem Lehrbetrieb übernommen worden. In den neuen Bundesländern sei im vergangenen Jahr fast ein Drittel derer, die gerade eine Lehre absolviert hatten, von Arbeitslosigkeit betroffen gewesen. Die Zahl der in der gesamten Bundesrepublik Deutschland arbeitslosen Jugendlichen stieg bis Februar 1996 auf 530 000. Im Osten erhöhte sie sich innerhalb eines Jahres um 15,8 Prozent auf 137 000 und im Westen um 12,6 Prozent auf 392 000.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen5

1

Was muß nach Ansicht der Bundesregierung prinzipiell geschehen, damit junge Menschen nach erfolgreichem Abschluß ihrer Lehre eine Anstellung finden?

Was will die Bundesregierung dazu selbst beitragen?

2

Was will die Bundesregierung unternehmen, damit 1996 junge Menschen nach erfolgreichem Abschluß ihrer Ausbildung einen Arbeitsplatz finden?

3

Was hat sich die Bundesregierung vorgenommen, um die hohe Jugendarbeitslosigkeit in den neuen Bundesländern zu beseitigen?

4

Welche Ausbildungsvorschriften will die Bundesregierung lockern?

5

Wie will die Bundesregierung sichern, daß trotz Lockerung von Ausbildungsvorschriften die Qualität der Lehre auf hohem Niveau bestehen bleibt?

Bonn, den 29. März 1996

Dr. Christa Luft Dr. Gregor Gysi und Gruppe

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