Flugtage in Neuburg zum 35jährigen Bestehen des Jagdgeschwaders 74 „Mölders"
der Abgeordneten Albert Schmidt (Hitzhofen), Helmut Wilhelm (Amberg) und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Zur Feier des 35jährige Bestehens des Jagdgeschwaders 74 „Mölders" soll von der Luftwaffe der Bundeswehr in Neuburg/ Zell am 20. Juli 1996 ein „Tag der offenen Tür" durchgeführt werden. Dabei sollen der Bevölkerung die Kampfflugzeuge sowohl am Boden gezeigt als auch im Rahmen einer „Flugschau" in der Luft vorgeführt werden.
Flugtage und Flugschauen gelten spätestens seit dem schrecklichen Unglück in Ramstein (1988) als umstrittene Veranstaltungen der Luftwaffe, vor allem aus Umwelt- und Sicherheitsgründen.
Diese Art von Jubiläumsveranstaltungen stehen zudem in dem Ruf, Kriegsgeräte zu idealisieren, und sind mit hohen, vermeidbaren Kosten verbunden, die in einer Zeit des Sozialabbaus politisch nicht vermittelbar sind.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Bundesregierung:
Fragen6
Wie wird die Zulässigkeit von Flugtagen bzw. Flugschauen, wie sie im Juli in Neuburg geplant sind, gerechtfertigt?
Welchen Sinn sieht die Bundesregierung in dieser Form von Flugtagen/Flugschauen und sind diese auch aus militärischer Sicht notwendig?
Mit welchen Kosten sind solche Flugtage, konkret auch die am 20. Juli in Neuburg, verbunden, und hält die Bundesregierung diese Kosten für angebracht?
Welche Flugvorführungen soll es am 20. Juli 1996 in Neuburg geben?
Werden sich auch Flugzeuge ausländischer Streitkräfte beteiligen? Welche? Mit welchem Programm?
Wie schätzt die Bundesregierung die Risiken bei dieser Veranstaltung ein?