Volltext (unformatiert)
[Deutscher Bundestag
13. Wahlperiode
Drucksache 13/4745
23. 05. 96
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Wolfgang Behrendt, Christoph Matschie, Marion Caspers-Merk,
Michael Müller (Düsseldorf), Klaus Barthel, Hans-Werner Bertl, Tilo Braune,
Dr. Eberhard Brecht, Ursula Burchardt, Christel Deichmann, Dr. Marliese
Dobberthien, Freimut Duve, Petra Ernstberger, Elke Ferner, Lothar Fischer
(Homburg), Gabriele Fograscher, Norbert Gansel, Iris Gleicke, Günter Gloser,
Angelika Graf (Rosenheim), Hans-Joachim Hacker, Klaus Hagemann, Christel
Hanewinckel; Dr. Liesel Hartenstein, Dr. Barbara Hendricks, Uwe Hiksch, Reinhold
Hiller (Lübeck), Brunhilde Irber, Sabine Kaspereit, Horst Kubatschka, Eckart
Kuhlwein, Waltraud Lehn, Klaus Lennartz, Dr. Elke Leonhard, Klaus Lohmann
(Witten), Dr. Christine Lucyga, Ulrike Mascher, Heide Mattischek, Ulrike Mehl,
Angelika Mertens, Ursula Mogg, Jutta Müller (Völklingen), Adolf Ostertag, Dr. Martin
Pfaff, Georg Pfannenstein, Dr. Hansjörg Schäfer, Siegfried Scheffler, Dieter Schloten,
Horst Schmidbauer (Nürnberg), Dagmar Schmidt (Meschede), Regina Schmidt-
Zadel, Heinz Schmitt (Berg), Ottmar Schreiner, Gisela Schröter, Dietmar Schütz
(Oldenburg), Ilse Schumann, Dr. Angelica Schwall-Düren, Erika Simm, Dr. Cornelie
Sonntag-Wolgast, Wieland Sorge, Dr. Bodo Teichmann, Margitta Terborg, Jella
Teuchner, Uta Titze-Stecher, Hans-Eberhard Urbaniak, Hans Georg Wagner,
Reinhard Weis (Stendal), Dr. Wolfgang Wodarg, Verena Wohlleben, Hanna Wolf
(München)
Berücksichtigung ökologischer Anforderungen bei den Bundesbauten in Berlin
Die Planung sowie der Neubau und Umbau der Bundesbauten
in der Bundeshauptstadt Berlin eröffnen die große Möglichkeit
mit der Realisierung modernster ökologischer Konzepte
umweltfreundliche Standards für die Zukunft zu setzen. Wichtige
Aspekte, die bei den Bauten des Bundes in Berlin verwirklicht
werden müssen, sind: rationelle Energienutzung, Einsatz
erneuerbarer Energien, Verwendung umweltfreundlicher Baustoffe,
wassersparende Anlagen und biologische Bauweisen.
Die ökologische Qualität der Bauten des zukünftigen
Regierungsviertels in Berlin wird auch über Deutschlands Grenzen
hinaus demonstrieren, ob Deutschland seiner auf der Klima-
Konferenz in Rio 1992 und auf der Folgekonferenz in Berlin 1995
postulierten Vorreiterrolle beim Umweltschutz gerecht wird.
Wir fragen daher die Bundesregierung:
1. Welche ökologischen Vorgaben hat die Bundesregierung an
die Planer von Bundesbauten in Berlin gegeben?
2. Wie sollen die Ausgleichsmaßnahmen für Eingriffe in Natur
und Landschaft aussehen?
3. Wie werden die Bundesbauten in Berlin an die ökologischen
Anforderungen der Stadt Berlin insgesamt angepaßt?
Gelten die Berliner Richtlinien für ökologisches Bauen auch
für die Bundesbauten?
4. In welchem Umfang werden bei den Regierungsbauten die
Werte der Wärmeschutzverordnung unterschritten, um ein
Vorbild für noch mehr Wärmeschutz zu geben?
5. In welchem Umfang und mit welcher Leistung sollen
a) Sonnenkollektoren,
b) Photovoltaikanlagen,
c) mit regenerativer Energie betriebene Blockheizkraftwerke
installiert werden, und welchen Anteil an der
Energieversorgung der einzelnen Gebäude werden diese Anlagen
aufbringen?
Inwieweit sollen Energiespartechniken genutzt werden?
6. Bei welchen Bauten sind auf welchen Flächen begrünte
Dächer zur Wärmedämmung und zur
Regenwasserrückhaltung mit Klimaverbesserung geplant oder installiert?
7. Welche Maßnahmen zur passiven Nutzung der
Sonnenenergie sind bei welchen Bundesbauten vorgesehen?
8. Wird auf die Verwendung von PVC-Produkten, insbesondere
auf Kabelummantelungen aus PVC sowie auf FKW-haltige
Dämmstoffe verzichtet, und inwieweit werden grundsätzlich
ökologische Baumaterialien verwendet?
9. Welche Wasserspartechniken werden für die Bundesbauten
vorgesehen?
10. Bei welchen Bauten sind Regenversickerungsmöglichkeiten,
Regenwassernutzung bzw. Regenwasserzisternen eventuell in
Verbindung mit Pflanzenkläranlagen geplant?
11. Welche Arten und welche Mengen von Bauschutt sind bei den
einzelnen Umbauten bereits angefallen oder zu erwarten?
Welche Recyclingkonzepte liegen vor?
12. Welche Verbundmaterialien werden bei den Neu- und
Umbauten eingesetzt?
Welche Methoden zum Recycling dieser Materialien gibt es?
13. Inwiefern wurden bei den Baustoffen die „ökologischen
Rucksäcke", die bei der Herstellung anfallen, berücksichtigt?
14. Inwiefern sind die Bundesbauten vorbildhaft für verdichtetes
Bauen?
15. Durch welche Maßnahmen soll die Zugänglichkeit der Bauten
mit dem ÖPNV, dem Fahrrad oder zu Fuß erleichtert und der
Zugang mit dem Pkw erschwert werden?
Bonn, den 23. Mai 1996
Wolfgang Behrendt
Christoph Matschie
Marion Caspers -Merk
Michael Müller (Düsseldorf)
Klaus Barthel
Hans-Werner Bertl
Tilo Braune
Dr. Eberhard Brecht
Ursula Burchardt
Christel Deichmann
Dr. Marliese Dobberthien
Freimut Duve
Petra Ernstberger
Elke Ferner
Lothar Fischer (Homburg)
Gabriele Fograscher
Norbert Gansel
Iris Gleicke
Günter Gloser,
Angelika Graf (Rosenheim)
Hans-Joachim Hacker
Klaus Hagemann
Christel Hanewinckel
Dr. Liesel Hartenstein
Dr. Barbara Hendricks
Uwe Hiksch
Reinhold Hiller (Lübeck)
Brunhilde Irber
Sabine Kaspereit
Horst Kubatschka
Eckart Kuhlwein
Waltraud Lehn
Klaus Lennartz
Dr. Elke Leonhard
Klaus Lohmann (Witten)
Dr. Christine Lucyga
Ulrike Mascher
Heide Mattischeck
Ulrike Mehl
Angelika Mertens
Ursula Mogg
Jutta Müller (Völklingen)
Adolf Ostertag
Dr. Martin Pfaff
Georg Pfannenstein
Dr. Hansjörg Schäfer
Siegfried Scheffler
Dieter Schloten
Horst Schmidbauer (Nürnberg)
Dagmar Schmidt (Meschede)
Regina Schmidt-Zadel
Heinz Schmitt (Berg)
Ottmar Schreiner
Gisela Schröter
Dietmar Schütz (Oldenburg)
Ilse Schumann
Dr. Angelica Schwall-Düren
Erika Simm
Dr. Cornelie Sonntag-Wolgast
Wieland Sorge
Dr. Bodo Teichmann
Margitta Terborg
Jella Teuchner
Uta Titze-Stecher
Hans-Eberhard Urbaniak
Hans Georg Wagner
Reinhard Weis (Stendal)
Dr. Wolfgang Wodarg
Verena Wohlleben
Hanna Wolf (München)]