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Kleine AnfrageWahlperiode 13Beantwortet

Auswirkungen des Einsatzes von Laubsaugern auf die Umwelt (G-SIG: 13012343)

Lärmbelästigung durch Laubsauger, Auswirkungen auf die Bodenfauna, Regelungen analog zu Rasenmähern

Ressort

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Datum

03.04.1997

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 13/713125. 02. 97

Auswirkungen des Einsatzes von Laubsaugern auf die Umwelt

der Abgeordneten Michael Müller (Düsseldorf), Ingrid Becker-Inglau, Hans-Werner Bertl, Friedhelm Julius Beucher, Dr. Marliese Dobberthien, Ludwig Eich, Arne Fuhrmann, Monika Ganseforth, Dr. Liesel Hartenstein, Stephan Hilsberg, Ingrid Holzhüter, Susanne Kastner, Siegrun Klemmer, Horst Kubatschka, Brigitte Lange, Christoph Matschie, Ulrike Mehl, Angelika Mertens, Jutta Müller (Völklingen), Georg Pfannenstein, Renate Rennebach, Siegfried Scheffler, Dieter Schloten, Walter Schöler, Gisela Schröter, Dietmar Schütz (Oldenburg), Dr. Angelica Schwall-Düren, Jörg-Otto Spiller, Antje-Marie Steen, Dr. Bodo Teichmann, Margitta Terborg, Ute Vogt (Pforzheim), Hildegard Wester, Hanna Wolf (München)

Vorbemerkung

Das Umweltbundesamt, Landesanstalten für Ökologie und der Deutsche Arbeitsring für Lärmbekämpfung warnen vor den ökologischen Folgen von Laubsaugern und Turbinen, die mit Luftgeschwindigkeiten von über 200 km/h große Schäden an der Umwelt anrichten. Sie nehmen nicht nur welke Blätter auf, sondern auch Insekten und kleine Tiere, sie hinterlassen Schäden an der Biologie der Böden und machen großen Lärm. Der Trend, mit Laubsaugern und Turbinen gegen herbstlichen Blätterfall vorzugehen, nimmt zu, aber es gibt keine ausreichenden Regeln oder Selbstverpflichtungen, die die Umwelt schützen und den Lärm begrenzen.

Deshalb fragen wir die Bundesregierung:

Fragen9

1

Wie bewertet die Bundesregierung den Trend, daß immer häufiger großvolumige Laubsauger und Turbinen mit Luftgeschwindigkeiten von über 200 km/h eingesetzt werden?

2

Welche Phonstärken erreichen diese Sauger, welche Belästigungen und Gefahren gehen davon aus?

3

Will die Bundesregierung angesichts von gemessenen Schallleistungspegeln zwischen 106 und 110 db(A) Regelungen für Lärmbegrenzungen treffen?

4

Ist der Bundesregierung bekannt, daß derartige Laubsauger und Turbinen rund 250 km/h erreichen und von einer Firma ein Gerät angeboten wird, das maximal bis 290 km/h blasen kann?

5

Welche Folgen für Kleintiere, Bodenfauna und -flora sowie für die gesamte Bodenökologie haben diese Hochleistungssauger und Turbinen?

6

Wie steht die Bundesregierung zu den Empfehlungen des Umweltbundesamtes bzw. verschiedener Landesanstalten für Ökologie, eine Vorschrift zur Begrenzung bei Luftgeschwindigkeit und Lärm zu erlassen?

7

Wie ist der Stand einer entsprechenden Regelung auf EU-Ebene? Plant die Bundesregierung eine Initiative in der EU?

8

Wie erklärt die Bundesregierung den Widerspruch, daß der Gebrauch von Rasenmähern geregelt ist, nicht aber der Gebrauch der lauteren und leistungsstarken Laubsauger und Turbinen?

9

Welche Stellen hat die Bundesregierung beauftragt, die Gefahren der Laubsauger und Turbinen zu bewerten und Regelungen vorzuschlagen? Wenn nein, gedenkt sie dies noch zu tun?

Bonn, den 25. Februar 1997

Michael Müller (Düsseldorf) Ingrid Becker-Inglau Hans-Werner Bertl Friedhelm Julius Beucher Dr. Marliese Dobberthien Ludwig Eich Arne Fuhrmann Monika Ganseforth Dr. Liesel Hartenstein Stephan Hilsberg Ingrid Holzhüter Susanne Kastner Siegrun Klemmer Horst Kubatschka Brigitte Lange Christoph Matschie Ulrike Mehl Angelika Mertens Jutta Müller (Völklingen) Georg Pfannenstein Renate Rennebach Siegfried Scheffler Dieter Schloten Walter Schöler Gisela Schröter Dietmar Schütz (Oldenburg) Dr. Angelica Schwall-Düren Jörg-Otto Spiller Antje-Marie Steen Dr. Bodo Teichmann Margitta Terborg Ute Vogt (Pforzheim) Hildegard Wester Hanna Wolf (München)

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