Austreten von Öl aus den Tanks des deutschen Kreuzers „Blücher" im Oslofjord
des Abgeordneten Dr. Klaus-Dieter Feige und der Gruppe BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Am 9. April 1940 sank der deutsche Kreuzer „Blücher", Flaggschiff der 5. Kampfgruppe der Kriegsmarine, beim deutschen Überfall auf Norwegen an der engsten Stelle des Oslofjords. Seit über 50 Jahren befinden sich an Bord des Schlachtschiffes in 90 m Tiefe neben einer unbekannten Menge Munition 800 bis 1 000 Tonnen Öl. Die Gefahr einer Ölpest nimmt drastisch zu, da ein Austritt des Öls aus dem verrosteten Wrack zu befürchten ist.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen4
Welche Pläne gibt es bei der Bundesregierung hinsichtlich einer Bergung des Wracks, und welche Schritte wurden bislang unternommen, um eine Bergung des Wracks durchzuführen?
Wie hoch belaufen sich schätzungsweise die Kosten für eine Bergung des Wracks, und wer ist für die Finanzierung verantwortlich?
Wie erklärt die Bundesregierung, daß das Wrack bislang noch nicht geborgen wurde, obwohl bekannt ist, daß Ölmengen bis zu 1 000 Tonnen auf dem Meeresgrund liegen und ein Austreten aufgrund der Verrottung des Wracks immer wahrscheinlicher wird?
Wie verhält sich die Bundesregierung zu den Bemühungen der norwegischen Regierung, die seit zwei Jahren für eine Bergung des Wracks eintritt, und haben bereits Kontakte mit der norwegischen Regierung stattgefunden, und wenn ja, mit welchem Ergebnis?