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Kleine AnfrageWahlperiode 12Beantwortet

Auszubildende der Telekom in Niedersachsen (G-SIG: 12010817)

Ausbildung zum Kommunikationselektroniker in den letzten fünf Jahren, Übernahme der Ausgebildeten

Ressort

Bundesministerium für Post und Telekommunikation

Datum

04.06.1992

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 12/258307.05.92

Auszubildende der Telekom in Niedersachsen

der Abgeordneten Monika Ganseforth, Edelgard Bulmahn, Peter Conradi, Carl Ewen, Arne Fuhrmann, Dr. Fritz Gautier, Günter Graf, Michael Habermann, Dr. Liesel Hartenstein, Dr. Ingomar Hauchler, Susanne Kastner, Ernst Kastning, Siegrun Klemmer, Horst Kubatschka, Dr. Klaus Kübler, Detlev von Larcher, Klaus Lennartz, Dr. Christine Lucyga, Ulrike Mehl, Herbert Meißner, Jutta Müller (Völklingen), Volker Neumann (Bramsche), Dr. Edith Niehuis, Jan Oostergetelo, Dr. Hermann Scheer, Wilhelm Schmidt (Salzgitter), Dietmar Schütz, Brigitte Schulte (Hameln), Ernst Schwanhold, Bodo Seidenthal, Dr. Peter Struck, Siegfried Vergin, Wolfgang Weiermann, Reinhard Weis (Stendal), Dr. Axel Wernitz, Inge Wettig-Danielmeier Auszubildende der Telekom in Niedersachsen

Vorbemerkung

Um die vielfältigen Aufgaben zu erledigen, benötigt die Telekom auf allen Ebenen gut qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Trotzdem werden die in den niedersächsischen Ausbildungsstellen zur Kommunikationselektronikerin oder zum Kommunikationselektroniker ausgebildeten Jugendlichen nicht übernommen.

Andererseits entstehen wegen Personalmangels Engpässe mit zunehmender Tendenz bei der zeitnahen Erledigung der Aufträge der Kundinnen und Kunden.

Eine vernünftige und vorsorgende Personalpolitik wäre sowohl im Interesse des Unternehmens, der Kundinnen und Kunden als auch der gut ausgebildeten Jugendlichen, die mit ihrer Spezialausbildung auf dem Arbeitsmarkt schwer zu vermitteln sind. Das gilt besonders für die weiblichen Jugendlichen, deren Chancen auf eine Beschäftigung im erlernten Beruf gering sind.

Der Verweis auf Arbeitsmöglichkeiten in den neuen Bundesländern führt nicht zum Ziel, weil dort nicht nur geringere Löhne bezahlt werden, sondern weil die Jugendlichen dort selten ausbildungsgerecht eingesetzt werden und schwer Fuß fassen. Das gilt auch für den Verweis auf Arbeitsmöglichkeiten in Süddeutschland.

Dazu kommen die Schwierigkeiten auf dem Wohnungsmarkt. Erfahrungen zeigen, daß die Jugendlichen, die den Schritt wagen, enttäuscht zurückkehren.

Wir fragen daher die Bundesregierung:

Fragen11

1

Wie viele Jugendliche wurden in den letzten fünf Jahren in den verschiedenen Ausbildungsstätten der Telekom zur Kommunikationselektronikerin/zum Kommunikationselektroniker ausgebildet, aufgeschlüsselt nach Mädchen und Jungen?

2

Wie viele Jugendliche wurden jeweils übernommen, aufgeschlüsselt nach Jungen und Mädchen?

3

Aus welchen Gründen werden trotz personeller Engpässe Jugendliche nicht übernommen?

4

Teilt die Bundesregierung die Auffassung, daß trotz des Personalabbaus die Leistungsfähigkeit der Telekom in Niedersachsen aufrechterhalten werden kann?

5

Wie bewertet die Bundesregierung die Vermutung, daß beabsichtigt ist, die Leistungsfähigkeit der Telekom in Niedersachsen zu schwächen?

6

Welche Perspektive sieht sie für die ausgebildeten Jugendlichen, speziell für die Mädchen, auf dem Arbeitsmarkt eine passende Tätigkeit zu finden?

7

Für wie realistisch hält es die Bundesregierung, daß die Jugendlichen, die oft noch sehr jung sind, nach Abschluss der Ausbildung in die neuen Bundesländer oder nach Süddeutschland gehen?

8

Wie groß ist etwa die Zahl der Jugendlichen, die zur Telekom in den neuen Ländern bzw. nach Süddeutschland gegangen sind?

9

Wie groß ist der Anteil derer, die zurückgekommen sind?

10

Wie hoch schätzt die Bundesregierung den Bedarf an Kommunikationselektronikerinnen/Kommunikationselektronikern in den neuen Bundesländern, und von welchem Zeitpunkt an soll dieser Bedarf mit Schulabgängern und Schulabgängerinnen aus den neuen Ländern, die in den neuen Ländern ausgebildet wurden, gedeckt werden?

11

Hält die Bundesregierung den Beruf der Kommunikationselektronikerin/des Kommunikationselektronikers für einen zukunftsträchtigen Beruf, den zu erlernen es sich für Jugendliche lohnt?

Bonn, den 7. Mai 1992

Monika Ganseforth Edelgard Bulmahn Peter Conradi Carl Ewen Arne Fuhrmann Dr. Fritz Gautier Günter Graf Michael Habermann Dr. Liesel Hartenstein Dr. Ingomar Hauchler Susanne Kastner Ernst Kastning Siegrun Klemmer Horst Kubatschka Dr. Klaus Kübler Detlev von Larcher Klaus Lennartz Dr. Christine Lucyga Ulrike Mehl Herbert Meißner Jutta Müller (Völklingen) Volker Neumann (Bramsche) Dr. Edith Niehuis Jan Oostergetelo Dr. Hermann Scheer Wilhelm Schmidt (Salzgitter) Dietmar Schütz Brigitte Schulte (Hameln) Ernst Schwanhold Bodo Seidenthal Dr. Peter Struck Siegfried Vergin Wolfgang Weiermann Reinhard Weis (Stendal) Dr. Axel Wernitz Inge Wettig-Danielmeier

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