Klimabotschafter-Tour des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
des Abgeordneten Dr. Klaus-Dieter Feige und der Gruppe BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Ende September schickte das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit für fünf Wochen sogenannte Klimabotschafter auf eine Werbetour durch ausgewählte S-Bahn- und Nahverkehrsstrecken in zehn Ballungsgebiete der Bundesrepublik Deutschland. Aufgabe der „Botschafter" ist es, Benutzer des öffentlichen Personennahverkehrs in ihrem umweltgerechten Verhalten zu bestärken, sie über wichtige Aspekte des Klimaschutzes zu informieren und sie als Multiplikatoren in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis zu werben. Bereits im Mai dieses Jahres wurde versuchsweise eine ähnliche Aktion durchgeführt, um die Reaktion in der Bevölkerung zu testen.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen8
Nach welchen Kriterien wurde die im Mai durchgeführte Aktion ausgewertet, und inwiefern wurden die Ergebnisse in die jetzt laufende Aktion miteinbezogen?
Wie beurteilt die Bundesregierung die Wirkung der Kampagne auf die Menschen, die den öffentlichen Personennahverkehr bisher aus Bequemlichkeitsgründen nicht nutzen?
Teilt die Bundesregierung die Ansicht, daß Ursache und Wirkung eines bestimmten Zusammenhanges für den einzelnen klar erkennbar sein und einen Bezug zu seinem persönlichen Leben haben müssen, um ein verantwortliches Umgehen mit dem jeweiligen Zusammenhang zu gewährleisten?
Warum sind in die Kampagne die Autofahrer nicht miteinbezogen worden, die schließlich Hauptverursacher der Klimaproblematik sind?
Wann und mit welchen Maßnahmen, insbesondere im Verkehrsbereich, gedenkt die Bundesregierung dem CO 2-Minderungsziel um mindestens 25 % bis zum Jahre 2005 näherzukommen?
Welche Kosten wurden für die Vorbereitung, die Werbung, die Durchführung und die Auswertung der Kampagne aufgewendet?
Welche konkreten Ergebnisse verspricht sich die Bundesregierung von der Kampagne?
Inwieweit wäre es sinnvoller gewesen, die für diese Aktion aufgewandten Mittel dem Ausbau und der Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs zugute kommen zu lassen?