Zukunft der Wasserstofftechnologie
der Abgeordneten Michael Müller (Düsseldorf), Ingrid Becker-Inglau, Friedhelm Julius Beucher, Lieselott Blunck (Uetersen), Ursula Burchardt, Marion Caspers-Merk, Dr. Marliese Dobberthien, Ludwig Eich, Lothar Fischer (Homburg), Arne Fuhrmann, Monika Ganseforth, Dr. Liesel Hartenstein, Renate Jäger, Susanne Kastner, Siegrun Klemmer, Dr. Klaus Kübler, Horst Kubatschka, Klaus Lennartz, Heide Mattischeck, Ulrike Mehl, Jutta Müller (Völklingen), Adolf Ostertag, Horst Peter (Kassel), Bernd Reuter, Dieter Schloten, Regina Schmidt-Zadel, Dietmar Schütz, Ernst Schwanhold, Hans-Günther Toetemeyer, Hans Georg Wagner, Wolfgang Weiermann, Reinhard Weis (Stendal), Dr. Axel Wernitz, Hildegard Wester
Vorbemerkung
Insbesondere im Zusammenhang mit der Zielsetzung, die Kohlendioxid-Emissionen zu reduzieren, wird die verstärkte Förderung neuer, umweltverträglicher Energieträger gefordert. Dabei wird auch die Entwicklung der Wasserstofftechnologie genannt. Doch die Durchsetzung solcher Technologien ist nur möglich, wenn sie einerseits einer ausreichenden ökonomischen und ökologischen Technologiebewertung unterworfen werden und andererseits ihre Entwicklung nachhaltig gefördert wird.
Dazu fragen wir die Bundesregierung:
Fragen11
Wie bewertet die Bundesregierung die ökonomischen und ökologischen Chancen und Risiken der Wasserstofftechnologie?
In welchem Zeitraum könnte die Wasserstofftechnologie einen nennenswerten Beitrag zur Energieversorgung leisten? Welche finanziellen und organisatorischen Voraussetzungen sind notwendig, um ein derartiges Ziel zu erreichen?
Wie beurteilt die Bundesregierung den gegenwärtigen Stand des Euro-Quebec-Wasserstoff-Vorhabens? Wie sieht sie die Ziel- und Umsetzungsplanung dieses Gemeinschaftsprojektes?
Befürwortet die Bundesregierung ein derartiges Demonstrationsvorhaben? Wie sieht sie seine Zukunftsaussichten in ökologischer wie ökonomischer Hinsicht und das mögliche Engagement der Industrie wie der privaten Hand?
Unter welchen Voraussetzungen ist die Bundesregierung bereit, einzelne Demonstrationsmaßnahmen im Rahmen des Vorhabens zu fördern?
Wie bewertet die Bundesregierung das Euro-Quebec-Wasserstoff-Vorhaben unter den Aspekten — Kosten, — Energieverluste bei Transport und Umwandlung, — zur Verfügung stehende Wasserkraftpotentiale?
Wie ist der Stand der Projekte „High Solar" und Anlage zur Wasserstofftechnologie im bayerischen Neuenburg vorm Walde?
Welchen Stellenwert gibt die Bundesregierung der Wasserstofftechnologie im Rahmen der High-Tech-Entwicklung in der deutschen Industrie? Fördert sie beispielsweise die Entwicklung von Elektrolyseuren? Wenn ja, in welchem Umfang?
Wie ist der Stand in der Entwicklung und Anwendung der Brennstoffzellentechnik?
Wie ist der Stand der Forschung und Entwicklung der Wasserstofftechnologie im Rahmen der EG? Befürwortet die Bundesregierung ein Programm für Demonstrationsprojekte, insbesondere in den Mittelmeerländern?
Welche Perspektiven gibt die Bundesregierung der Vorstellung, die Zusammenarbeit der EG mit Kanada zu verlängern und auf weitere Wasserstoffprojekte auszudehnen?