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Kleine AnfrageWahlperiode 12Beantwortet

Verhältnis von Politik der Bundesregierung und Aufgaben der Treuhandanstalt (G-SIG: 12011665)

Erklärungen von Treuhandanstalt-Präsidentin Birgit Breuel über das Verhältnis von Politik und Treuhand bei der Deindustrialisierung eines ehemals selbständigen Staatsterritoriums, Verantwortung der Bundesregierung für die Ergebnisse der Treuhandpolitik

Fraktion

PDS/LL

Ressort

Bundesministerium der Finanzen

Datum

04.10.1993

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 12/567013.09.93

Verhältnis von Politik der Bundesregierung und Aufgaben der Treuhandanstalt

des Abgeordneten Dr. Fritz Schumann (Kroppenstedt) und der Gruppe der PDS/Linke Liste

Vorbemerkung

Die Präsidentin der Treuhandanstalt, Birgit Breuel, hat zum Verhältnis von Treuhandanstalt und Politik der Bundesregierung erklärt:

  • „Die Treuhand lebt in einer gewissen Distanz zur Politik ... Die Treuhand ist nach meiner Einschätzung auch ausdrücklich gegründet worden, um diese Distanz zu ermöglichen. Keine Regierung der Welt hätte so schnell so viele, auch schwierige und bittere Entscheidungen treffen können, wie wir sie treffen mußten. " (Berliner Zeitung vom 24./25. Juli 1993)
  • „Die Politik hätte die Entscheidungen, die wir treffen mußten, nie fällen können. Sie hätte das nie verkraften können. Abgeordnete wollen wiedergewählt werden. Dies gehört zur Logik unserer Ordnung. " (DIE WELT vom 26. Juli 1993)

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen2

1

Teilt die Bundesregierung diese Auffassung über das verteilte Rollenspiel bei der Deindustrialisierung eines ganzen ehemals selbständigen Staatsterritoriums?

2

Wie sieht die Bundesregierung ihre Verantwortung für die Ergebnisse der Treuhandpolitik mit ihren zum Teil katastrophalen Folgen?

Bonn, den 9. September 1993

Dr. Fritz Schumann (Kroppenstedt) Dr. Gregor Gysi und Gruppe

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