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Kleine AnfrageWahlperiode 12Beantwortet

Die Lage von Frauen, Kindern, Flüchtlingen und Vertriebenen im ehemaligen Jugoslawien (G-SIG: 12011832)

Erhöhung der finanziellen Mittel für humanitäre Hilfe, Nutzung des Sozialen Entwicklungsfonds des Europarates als Sonderhilfekonto für Sofortmaßnahmen, Einrichtung eines europaweiten Informations- und Koordinierungssystems über medizinische Einrichtungen, Festlegung von Mindeststandards für Asylverfahren in Europa, Lockerung bzw. Aufhebung der bestehenden Visumvorschriften für Flüchtlinge aus Bosnien-Herzegowina

Ressort

Auswärtiges Amt

Datum

09.02.1994

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 12/643309. 12. 93

Die Lage von Frauen, Kindern, Flüchtlingen und Vertriebenen im ehemaligen Jugoslawien

der Abgeordneten Gerhard Reddemann, Robert Antretter und weiterer Abgeordneter

Vorbemerkung

Wir, zugleich Mitglieder der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, fragen die Bundesregierung:

Fragen5

1

Ist die Bundesregierung bereit, gemäß der Entschließung 1011 (1993) der Parlamentarischen Versammlung des Europarates die finanziellen Mittel für humanitäre Hilfen zu erhöhen und die Gewährung von Zuschüssen an humanitäre Organisationen vor Ort zu erleichtern?

2

Wird die Bundesregierung im Ministerkomitee die Forderung der Parlamentarischen Versammlung unterstützen, den Sozialen Entwicklungsfonds des Europarates als Sonderhilfe-Konto für Sofortmaßnahmen zu nutzen?

3

Wurden bereits Maßnahmen ergriffen, gemäß der Aufforderung der Parlamentarischen Versammlung ein europaweites Informations- und Koordinierungssystem einzurichten, um Daten über sofort verfügbare medizinische Einrichtungen zu erhalten und die gegenseitige Unterstützung von Krankenhäusern für Wiederaufbaumaßnahmen sowie die Leistung von Sachgütern und personeller Hilfe zu erleichtern?

4

Welche Bemühungen und Fortschritte gibt es auf EG- und Europaratsebene, um Mindeststandards für Asylverfahren international festzulegen, und welche Initiativen hat die Bundesregierung bisher hierzu ergriffen?

5

Sieht die Bundesregierung eine Möglichkeit, gemäß der Entschließung 1010 (1993) der Parlamentarischen Versammlung die bestehenden Visumsvorschriften für Flüchtlinge aus Bosnien-Herzegowina zu lockern bzw. aufzuheben, da sie den Nachbarstaaten häufig als Vorwand dienen, die Durchreise durch ihr Staatsgebiet zu verhindern?

Bonn, den 9. Dezember 1993

Gerhard Reddemann Robert Antretter Rudolf Bindig Lieselott Blunck (Uetersen) Wilfried Böhm (Melsungen) Hans Büchler (Hof) Klaus Bühler (Bruchsal) Dr. Olaf Feldmann Leni Fischer (Unna) Dr. Uwe Holtz Ulrich Junghanns Peter Kittelmann Dr. Karl-Heinz Klejdzinski Christian Lenzer Heinrich Lummer Erich Maaß (Wilhelmshaven) Günter Marten Ulrike Mascher Dr. Bruno Menzel Dr. Reinhard Meyer zu Bentrup Meinolf Michels Dr. Günther Müller Gerhard Neumann (Gotha) Albert Pfuhl Dr. Albert Probst Manfred Reimann Dr. Hermann Scheer Günter Schluckebier Michael von Schmude Dr. Hartmut Soell Dr. Rudolf Sprung Heinz-Alfred Steiner Margitta Terborg Friedrich Vogel (Ennepetal)

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