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Kleine AnfrageWahlperiode 11Beantwortet

Radioaktive Belastung von Nahrungsmitteln nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl (G-SIG: 11000024)

Bekanntgabe der Cäsiumbelastung im Landkreis Marburg-Biedenkopf, Vereinbarkeit mit dem Strahlenschutzvorsorgegesetz, Übernahme der Informationspraxis auf Bundesebene

Fraktion

Die Grünen

Ressort

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Datum

18.03.1987

Aktualisiert

19.01.2023

Deutscher BundestagDrucksache 11/2527.02.87

Radioaktive Belastung von Nahrungsmitteln nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl

des Abgeordneten Kleinert (Marburg) und der Fraktion DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Kleine Anfrage

des Abgeordneten Kleinert (Marburg) und der Fraktion DIE GRÜNEN

Radioaktive Belastung von Nahrungsmitteln nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen4

1

Ist der Bundesregierung die Informations- und Empfehlungspraxis des Kreisausschusses des Landkreises Marburg-Biedenkopf bekannt, wonach der Kreisausschuß regelmäßig in lokalen Zeitungen Informationen über die Gesamtbelastung von Nahrungsmitteln mit Cäsium an die Bevölkerung, insbesondere an die Landwirte, weitergibt?

2

Hält die Bundesregierung diese Praxis für vereinbar mit den Bestimmungen im Strahlenschutzvorsorgegesetz, das die Veröffentlichung von Meßwerten ausschließlich im Kompetenzbereich des Bundesministers für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ansiedelt?

3

Wenn nein, welche Konsequenzen gedenkt die Bundesregierung daraus zu ziehen?

4

Gedenkt die Bundesregierung auf Bundesebene diese Informationspraxis, die in der Region großen Zuspruch findet, einzuführen?

Bonn, den 27. Februar 1987

Kleinert (Marburg) Ebermann, Frau Rust, Frau Schoppe und Fraktion

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