BundestagKleine Anfragen
Zurück zur Übersicht
Kleine AnfrageWahlperiode 11Beantwortet

Umgang mit importierten strahlenverseuchten Produkten (G-SIG: 11000315)

Aussetzung aus Polen importierter Barsche in einen Altwasserarm der Donau und deren Verbleib; Entdeckung hochbelasteter Importprodukte in Hessen; Verarbeitung höchstbelasteter schwarzer Johannisbeeren aus Ungarn zu Saft

Fraktion

Die Grünen

Ressort

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Datum

15.05.1987

Aktualisiert

19.01.2023

Deutscher BundestagDrucksache 11/19328.04.87

Umgang mit importierten strahlenverseuchten Produkten

der Abgeordneten Frau Saibold und der Fraktion DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Zu der Antwort der Bundesregierung — Drucksache 11/176 — auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Frau Saibold, Dr. Daniels (Regensburg), Frau Rust und der Fraktion DIE GRÜNEN — Drucksache 11/34 — betr. Import hochradioaktiv verseuchter Lebens- und Futtermittel ergeben sich noch einige Nachfragen.

Wir fragen daher die Bundesregierung:

Fragen6

1

Wann und in welchen Altwasserarm der Donau wurden die aus Polen lebend importierten Barsche ausgesetzt?

2

Aus welchen Gründen wurde diese ungewöhnliche Art der „Entsorgung" praktiziert?

3

Für wie lange wurden die Barsche ausgesetzt?

4

Was passierte danach mit diesen Fischen?

5

Zu den Antworten auf die Fragen 3 und 4 der Drucksache 11/176: Wie erklärt sich die Bundesregierung den Umstand, daß in Hessen mehrere hochbelastete Importprodukte entdeckt wurden, obwohl Hessen keine Importgrenzabfertigungsstellen besitzt? Sind unkontrollierte Importe also doch möglich?

6

Warum wurden ausgerechnet die am höchsten belasteten schwarzen Johannisbeeren aus Ungarn (Einfuhrdatum 5. August 1986) zu Johannisbeersaft verarbeitet, während z. B. alle anderen, niedriger belasteten Johannisbeerimporte zurückgewiesen wurden?

Bonn, den 28. April 1987

Frau Saibold Ebermann, Frau Rust, Frau Schoppe und Fraktion

Ähnliche Kleine Anfragen