Umgang mit importierten strahlenverseuchten Produkten
der Abgeordneten Frau Saibold und der Fraktion DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Zu der Antwort der Bundesregierung — Drucksache 11/176 — auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Frau Saibold, Dr. Daniels (Regensburg), Frau Rust und der Fraktion DIE GRÜNEN — Drucksache 11/34 — betr. Import hochradioaktiv verseuchter Lebens- und Futtermittel ergeben sich noch einige Nachfragen.
Wir fragen daher die Bundesregierung:
Fragen6
Wann und in welchen Altwasserarm der Donau wurden die aus Polen lebend importierten Barsche ausgesetzt?
Aus welchen Gründen wurde diese ungewöhnliche Art der „Entsorgung" praktiziert?
Für wie lange wurden die Barsche ausgesetzt?
Was passierte danach mit diesen Fischen?
Zu den Antworten auf die Fragen 3 und 4 der Drucksache 11/176: Wie erklärt sich die Bundesregierung den Umstand, daß in Hessen mehrere hochbelastete Importprodukte entdeckt wurden, obwohl Hessen keine Importgrenzabfertigungsstellen besitzt? Sind unkontrollierte Importe also doch möglich?
Warum wurden ausgerechnet die am höchsten belasteten schwarzen Johannisbeeren aus Ungarn (Einfuhrdatum 5. August 1986) zu Johannisbeersaft verarbeitet, während z. B. alle anderen, niedriger belasteten Johannisbeerimporte zurückgewiesen wurden?