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Kleine AnfrageWahlperiode 11Beantwortet

Entsorgung von Filterstäuben (G-SIG: 11000660)

Entsorgung von 4500 t Filterstäuben in Edelstahlwerken, Deponierung, Aufarbeitung, Forschungsprojekte über das Recycling von schwermetallhaltigen Stäuben, Wiederaufarbeitungsverfahren von Filterstäuben in Schweden (Plasmaverfahren)

Fraktion

Die Grünen

Ressort

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Datum

11.09.1987

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 11/66705.08.87

Entsorgung von Filterstäuben

des Abgeordneten Brauer und der Fraktion DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Kleine Anfrage des Abgeordneten Brauer und der Fraktion DIE GRÜNEN Entsorgung von Filterstäuben

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen14

1

Ist der Bundesregierung bekannt, daß auf dem Firmengelände der Firma R. in W. 4 500 t hochgiftige Filterstäube lagern, und kann sie Auskunft darüber geben, was bisher mit den Filterstäuben geschehen ist?

2

Wie hoch schätzt die Bundesregierung das Gefahrenpotential durch diese Filterstäube für Mensch und Umwelt ein?

3

Welche Möglichkeiten sieht die Bundesregierung — vor dem Hintergrund des laufenden Konkursverfahrens — diese 4 500 t Filterstäube kurzfristig zu entsorgen?

4

Wird die Bundesregierung den Ausgang des anhängigen Konkursverfahrens der Firma R. in W. abwarten, oder wird sie umgehend Möglichkeiten der Entsorgung der schwermetallhaltigen Stäube prüfen?

5

Hält die Bundesregierung es für sinnvoll, diese schwermetallhaltigen Stäube auf Sonderdeponien zu lagern?

6

Wer kommt nach Ansicht der Bundesregierung finanziell für die Entsorgung auf?

7

Wieviel Tonnen Filterstäube fallen in den Edelstahlwerken der Bundesrepublik Deutschland an?

8

Was geschieht mit den anfallenden Filterstäuben?

9

Wie beurteilt die Bundesregierung die Gefährdung von Mensch und Umwelt bei einer Deponierung von Filterstäuben?

10

Welche Verfahren der gefahrlosen Aufarbeitung von Filterstäuben sind der Bundesregierung bekannt, und wie beurteilt sie diese?

11

Gibt es abgeschlossene oder noch laufende Forschungsprojekte über das Recycling von schwermetallhaltigen Stäuben, u. a. aus der Edelstahlproduktion, und welche Schlußfolgerungen zieht die Bundesregierung aus ihnen?

12

Welche Maßnahmen beabsichtigt die Bundesregierung, um die von den Filterstäuben ausgehenden Gefahren zu beseitigen?

13

Ist die Bundesregierung in der Lage, Auskunft über das in Landskrona (Schweden) von der Firma Scan Dust betriebene Wiederaufarbeitungsverfahren von Filterstäuben zu geben?

14

Wie hoch schätzt die Bundesregierung die Wirksamkeit einer gefahrlosen Wiederaufarbeitung von Filterstäuben durch das Plasmaverfahren — wie es in Landskrona betrieben wird — ein?

Bonn, den 5. August 1987

Brauer Ebermann, Frau Rust, Frau Schoppe und Fraktion

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