Nukleare Zusammenarbeit mit Argentinien
der Abgeordneten Stratmann, Volmer und der Fraktion DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Stratmann, Volmer und der Fraktion DIE GRÜNEN
Nukleare Zusammenarbeit mit Argentinien
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen8
Welche bundesdeutsche Beteiligung gibt es an den Überhol- und Instandsetzungsarbeiten an dem argentinischen Natururan-Reaktor Atucha I?
Welche bundesdeutsche Beteiligung gibt es am Bau eines dritten Reaktors vom Typ Atucha?
Welche bundesdeutsche Beteiligung wird es am Bau der Deponie für hoch radioaktiven Atommüll in der Nähe der Ortschaft Gastre in der argentinischen Provinz Chubut, 60 km von der chilenischen Grenze entfernt, geben?
Welche Vereinbarungen über die Endlagerung von hoch radioaktivem Atommüll aus der Bundesrepublik Deutschland in Argentinien gibt es im Rahmen der Vereinbarungen zur deutsch-argentinischen nuklearen Zusammenarbeit?
Hat die Tatsache, daß sich der Standort der geplanten Atommülldeponie unweit der Ortschaft Bariloche befindet, mit dem Umstand zu tun, daß in Bariloche nach dem Zweiten Weltkrieg mit Unterstützung deutscher Wissenschaftler das erste Nuklearlaboratorium Argentiniens eingerichtet wurde?
Welche bundesdeutschen Wissenschaftler und wissenschaftlichen Einrichtungen waren bislang und sind im Augenblick an Arbeiten im Rahmen des argentinischen Nuklearprogramms beteiligt bzw. arbeiten zusammen mit der argentinischen "Nationalen Kommission für Atomenergie" (ONEA)?
Welche bundesdeutsche Beteiligung gibt es an den seismologischen Voruntersuchungen für die geplante Atommülldeponie, und welche seismologischen Erkenntnisse gibt es über den geplanten Standort, der ca. 400 km von jener Stelle entfernt liegt, an der 1960 das weltweit schwerste Erdbeben dieses Jahrhunderts geschah?
Welche bundesdeutsche Beteiligung gibt es an den Voruntersuchungen zur technischen Durchführbarkeit des Baus der geplanten Atommülldeponie, und wie wird die Technologie, die zur Anwendung kommen soll, beurteilt angesichts der Tatsache, daß bislang keine Deponien von hoch radioaktivem Atommüll für nicht-kriegerische Zwecke gebaut wurden?