Praxis der Visavergabe der deutschen Auslandsvertretungen in Indien im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse
der Abgeordneten Josef Philip Winkler, Volker Beck (Köln), Silke Stokar von Neuforn, Peter Hettlich, Monika Lazar, Claudia Roth (Augsburg), Rainder Steenblock, Jürgen Trittin, Wolfgang Wieland und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Medienberichten zufolge gibt es lange Wartezeiten bei der Visavergabe deutscher Auslandsvertretungen in Indien.
„Die Visa-Frage ist ein großes Problem“, kritisiert der indische Wirtschafts- und Handelsminister Kamal Nath im „Handelsblatt“ vom 30. August 2006, „die Deutschen müssen das besser hinbekommen“.
Premierminister Manmohan Singh hat das Thema bereits bei seinem Deutschlandbesuch im April dieses Jahres angesprochen. Teile der indischen Delegation waren wegen Schwierigkeiten bei der Visavergabe zu spät auf der Hannovermesse eingetroffen. Auch bei der Frankfurter Buchmesse im Oktober 2006, die sich dem Schwerpunktland Indien widmet, ist mit einer verstärkten Visabeantragung zu rechnen.
Wir fragen daher die Bundesregierung:
Fragen4
Wie viele Visa für Touristen und wie viele für Geschäftsreisende wurden von den deutschen Auslandsvertretungen in Indien in den Jahren 2005 und 2006 pro Monat erteilt?
Bitte nach Ausstellungsorten der deutschen Auslandsvertretungen aufschlüsseln.
Für wie viele Geschäftsvisa betrug die Bearbeitungszeit länger als drei Tage?
Bitte nach Monaten und Ausstellungsorten aufschlüsseln.
Wie viele Mitarbeiter waren in den deutschen Auslandsvertretungen in Indien mit der Vergabe von Visa befasst?
Bitte nach Monaten und Ausstellungsorten aufschlüsseln.
Beabsichtigt die Bundesregierung im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse, das Personal in den Visastellen der deutschen Auslandsvertretungen in Indien zu erhöhen, und wenn nein, warum nicht?