Lagerung von Atommüll durch die Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerke (Texaco) in Salzstöcken des Haselgebirges (Schleswig-Holstein)
der Abgeordneten Frau Beer und der Fraktion DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Die Probleme der (End-)Lagerung von Atommüll sind nach wie vor ungelöst.
Die SPD in Niedersachsen ist gegen eine Lagerung in den Salzstöcken unter Gorleben und sucht nach Alternativen. In dem von ihr in Auftrag gegebenen Gutachten hat der Kieler Wissenschaftler Duphon gesagt, daß die Salzstöcke des Haselgebirges wesentlich besser geeignet seien.
Die Texaco nutzt die Kavernen des Haselgebirges schon seit längerer Zeit zur Einlagerung von Erdöl und Erdgas.
Mit dem beabsichtigten Kauf der Texaco durch die Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerke erhält diese die Möglichkeit der Nutzung der Salzstöcke, ggf. dementsprechend auch die Lagerungsmöglichkeit von Atommüll.
Aus diesem Grunde fragen wir die Bundesregierung:
Fragen6
Welche Erkenntnisse hat die Bundesregierung über die Absichtsgründe der Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerke, die deutsche Texaco zu kaufen?
Welche Erkenntnisse hat die Bundesregierung über die Nutzung der Raffinerie in Hemmingstedt sowie die zukünftige Nutzung der Salzstöcke des Haselgebirges?
Welche Erkenntnisse hat die Bundesregierung über Planungen, die die Lagerung von Atommüll in Salzstöcken des Haselgebirges betreffen, und seit wann laufen diese Planungen?
Welche Erkenntnisse hat die Bundesregierung über die geologischen Verhältnisse in den Salzstöcken des Haselgebirges in bezug auf die Ein- bzw. Endlagerung von Atommüll?
Sieht die Bundesregierung die Salzstöcke des Haselgebirges für die Lagerung von Atommüll als Alternative zu den Salzstöcken in Gorleben bzw. als zusätzliche Lagermöglichkeit?
Welche Menge an Atommüll könnte in den Kavernen des Haselgebirges gelagert werden?