Biologische Methoden zur Bekämpfung der Heuschreckenplage
der Abgeordneten Frau Eid und der Fraktion DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Nach Jahrzehnten der Ruhe hat seit einigen Monaten den afrikanischen Kontinent erneut eine Heuschreckenplage erfaßt, die bereits jetzt ca. eine Million Tonnen Getreide vernichtet haben soll.
Bisher werden die Heuschrecken nahezu ausschließlich mit giftigen Pestiziden bekämpft, die gefährliche Folgen für die Menschen und deren Umwelt haben.
In der Bundesrepublik Deutschland als auch in anderen Ländern gibt es Forschungsstätten, die nach alternativen, biologischen Bekämpfungsmöglichkeiten suchen.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen7
Wie hoch und in welcher Form sind die Mittel, die die Bundesregierung im Jahr 1988 zur Bekämpfung der Heuschreckenplage aufgebracht hat, und wie teilen sie sich auf die einzelnen betroffenen Länder auf?
Wie hoch sind und in welchem Verhältnis dazu stehen die Mittel, mit denen die Forschung für biologische Bekämpfungsmethoden gefördert wird?
Welche Forschungsstätten in der Bundesrepublik Deutschland werden mit welchen Beträgen gefördert?
a) Hat die Bundesregierung die Absicht, die Förderungsbeträge für die Forschungsvorhaben zu biologischen Bekämpfungsmethoden der Heuschrecken im laufenden und den darauffolgenden Haushaltsjahren auszuweiten?
b) Wenn ja, um welche Beträge?
a) Hat die Bundesregierung die Absicht, die armen Länder der sogenannten Dritten Welt an den Forschungen zu beteiligen bzw. sie im Aufbau und der Durchführung eigener Forschungsvorhaben zu unterstützen?
b) Wenn ja, worin bestehen die konkreten Unterstützungen?
Mit welchen internationalen Organisationen und in welcher Form arbeitet die Bundesregierung bei der Bekämpfung der Heuschreckenplage zusammen?
Hat die Bundesregierung die Absicht, die Forschung zur biologischen Bekämpfung der Heuschrecken auch nach Abflauen der aktuellen Plage weiterzufördern?