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Kleine AnfrageWahlperiode 11Beantwortet

Quecksilberbelastung in der Nähe von Fernstraßen (G-SIG: 11005041)

Ursachen des erhöhten Quecksilbergehalts in der Luft an Fernstraßen, Toleranzgrenzen, Risikogruppen für Quecksilbervergiftung

Fraktion

Die Grünen

Ressort

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Datum

14.02.1990

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 11/630224.01.90

Quecksilberbelastung in der Nähe von Fernstraßen

der Abgeordneten Weiss (München), Frau Rock und der Fraktion DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) weist in ihren „Guidelines for Europe" Nr. 23/1983 darauf hin, daß von Fujimura in Japan in der Nähe vielbefahrener Fernstraßen Quecksilbergehalte in der Luft bis zu 18 000 Nanogramm/m 3 gemessen worden sind. Diese Meßwerte sind höher als die in Luftschichten über Reisfeldern, die zur Pilzbekämpfung intensiv mit Quecksilberverbindungen behandelt wurden, und auch höher als die Quecksilbergehalte in der Luft in der Nähe von Quecksilberminen und Quecksilberraffinerien.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen2

1

Welche Erklärung gibt es für einen erhöhten Quecksilbergehalt in der Luft in der Nähe von Fernstraßen?

2

Sind in der Bundesrepublik Deutschland Quecksilbergehalte in der Luft in der Nähe von vielbefahrenen Fernstraßen gemessen worden? Wenn ja, wie hoch sind diese Gehalte? Wenn nein, welche besonderen Gründe gibt es dafür, daß in der Bundesrepublik Deutschland vergleichbare Messungen wie in Japan nicht durchgeführt worden sind?

Bonn, den 24. Januar 1990

Weiss (München) Frau Rock Hoss, Frau Schoppe, Frau Dr. Vollmer und Fraktion

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