Modellprojekt „Adoption - eine Perspektive im Schwangerschaftskonflikt?"
der Abgeordneten Frau Schmidt (Hamburg) und der Fraktion DIE GRÜNEN/Bündnis 90
Vorbemerkung
Bei der Antwort der Bundesregierung (Drucksache 11/6178) auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Frau Schmidt (Hamburg) und der Fraktion DIE GRÜNEN (Drucksache 11/5965) „Militante Aktionen sogenannter Lebensschützer und das Konzept ,Adoption statt Abtreibung' ' ist in der Antwort zur Frage 4 der „Zwischenbericht eines vom Bundesministerium für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit geförderten Modellprojektes der Universität Gesamthochschule Essen ,Adoption — eine Perspektive im Schwangerschaftskonflikt?' " erwähnt.
Seit Mitte 1990 liegt der Abschlußbericht dieses Projektes im Bundesministerium für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit vor.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen6
Auf wessen Initiative wurde das Modellprojekt durchgeführt?
Wie lautet die genaue Projektbeschreibung?
Über welchen Zeitraum erstreckte sich die Projektdurchführung, und in welcher Höhe wurde die Untersuchung insgesamt vom Bundesministerium für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit finanziell gefördert?
Wie viele und welche beruflich mit der Thematik befaßten Einrichtungen (des Sozialdienstes Katholischer Frauen, des Diakonischen Werkes, der Jugendämter und anderer öffentlicher und privater Träger) waren an der Durchführung des Projektes beteiligt?
Sind die Informationen zutreffend, daß die Ergebnisse der Untersuchung zu einer klaren und eindeutigen Ablehnung der Losung ,Adoption statt Abtreibung' führen (müssen)?
Sind die uns bekannten Informationen zutreffend, daß die Ergebnisse dieser Untersuchung - weil politisch nicht erwünscht - unter Verschluß gehalten werden?
Wenn nein, für welchen Zeitpunkt und in welcher Form ist eine Veröffentlichung vorgesehen?