Flughafen München II im Erdinger Moos
des Abgeordneten Drabiniok und der Fraktion DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen18
Wie hoch ist die prozentuale Beteiligung des Bundes, der Stadt München und des Freistaates Bayern beim Bau des Flughafens München II?
Überwacht die Bundesregierung die Bauarbeiten im Erdinger Moos und die Verwendung von Steuergeldern in der momentanen Bauphase?
Welche Auswirkungen werden die Baumaßnahmen auf das Grundwasser und die Flora und Fauna im Erdinger Moos haben?
Ist die Bundesregierung der Auffassung, daß nur Baumaßnahmen durchgeführt werden, die in den Planungsunterlagen vorgesehen sind?
Wie verhält sich die Bundesregierung zu dem Bau zusätzlicher Entwässerungskanäle, die im Erdinger Moos durchgeführt werden, welche aber nicht in den Planungsunterlagen vorgesehen sind?
Welche Gründe sind der Bundesregierung für diese nicht in den Planungsunterlagen vorgesehenen Entwässerungskanäle bekannt?
Wird die Bundesregierung gegen den widerrechtlichen Bau von zusätzlichen Entwässerungskanälen etwas veranlassen, und wenn ja, was?
Welche Begründung gibt es für die im Wasserhaushaltsgesetz verbotene Versickerung von Oberflächenwasser in das Grundwasser bzw. Grundwasser in Oberflächenwasser?
Gab oder gibt es für dieses Bauvorhaben eine Umweltverträglichkeitsprüfung? Wenn ja, zu welchen Ergebnissen ist man bei dieser Umweltverträglichkeitsprüfung gekommen?
In welcher Weise wird sich der in diesem Feuchtgebiet zu erwartende Nebel jahreszeitmäßig auf den Flugbetrieb auswirken?
Gibt es neuere Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen für diesen Flughafen?
Wie erklärt sich und wie schätzt die Bundesregierung die Prognosen des Prognos-Institutes ein, das das Verkehrsaufkommen für den Flughafen München II rückläufig prognostiziert?
Welche Tendenz ' ist im Vergleich der Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen seit Beginn der Planung zu verzeichnen?
Welche wirtschaftlichen Auswirkungen wird der Bau der Startbahn-West in Frankfurt am Main auf den Flughafen München II haben?
Hat die Bundesregierung die abzusehende Tendenz bei den Luftfahrt- und Flugzeugbauunternehmen hin zu Großraumflugzeugen in den letzten Jahren und die daraus resultierenden sinkenden Flugbewegungen berücksichtigt?
Teilt die Bundesregierung die Befürchtungen der GRÜNEN und der Bevölkerung, daß unter Berücksichtigung der Hinweise aus der Airland-Battle-2000-Studie, daß dieser Flughafen ein vorrangiges militärisches Ziel im Konfliktfall darstellt, auch unter Berücksichtigung der in der näheren Umgebung des Flughafens befindlichen militärischen Einrichtungen?
Ist die Bundesregierung der Auffassung, daß der Flughafen München II nie ein militärisches Ziel feindlicher Atomraketen sein könnte?
Hat die Bundesregierung Evakuierungspläne für die Stadt München und der umliegenden Gemeinden für einen Eventualfall erstellen lassen?