Militärflüge im Kreis St. Wendel/Saarland
des Abgeordneten Drabiniok und der Fraktion DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen18
a) Welche Nationen benutzen den Luftraum über dem Kreis St. Wendel als militärisches Übungsgebiet?
b) Wo sind die dabei beteiligten Maschinen stationiert?
Gibt es im Kreis St. Wendel besondere Übungsprojekte, die gehäuft angeflogen werden, und wenn ja, welche?
a) Gibt es im Kreis St. Wendel Gebiete mit erhöhter militärischer Flugdichte?
b) Wie beurteilt die Bundesregierung die Belastung der Bevölkerung durch Militärflüge im Kreis St. Wendel?
c) Inwieweit stellen die Militärflüge eine unzumutbare Beeinträchtigung der Lebensqualität der Bevölkerung dar?
Welche Maßnahmen hat die Bundesregierung bisher ergriffen, um die Belästigungen durch Militärflüge im Raum St. Wendel zu vermindern?
Wie gedenkt die Bundesregierung, der Gefährdung von Menschenleben durch Flugzeugabstürze zu begegnen?
a) Mit welchen Verbrennungsrückständen belasten die Übungsflüge die Luft im Kreis St. Wendel nach Art und Menge pro Flugstunde?
b) Welche Informationen besitzt die Bundesregierung über verstärktes Waldsterben unter häufig genutzten Waldschneisen, wie etwa am Schaumberg?
a) In welchen Flughöhen finden militärische Übungsflüge statt?
b) Wurde bisher eine Mindestflughöhe festgesetzt, und wenn ja, wieviel Fälle sind bekanntgeworden, wo diese nicht eingehalten wurde?
c) Wie hoch ist der Anteil an Flügen, die eine Flughöhe von 1 000 m unterschreiten?
Wird bei den Flügen im Kreis St. Wendel ein Geländeradar eingesetzt, und wenn ja, welche Flughöhen werden dadurch erreicht?
a) Welche Waffen tragen Militärflugzeuge bei ihren Übungsflügen im Kreis St. Wendel?
b) Werden auch Flugzeugtypen eingesetzt, die atomwaffenfähig sind?
Wie hoch ist der stündliche Treibstoffverbrauch während eines Übungsflugs, und wieviel kostet durchschnittlich eine derartige Flugstunde?
Wie hoch belaufen sich im Haushalt 1983 des Bundesministers der Verteidigung die Kosten für militärische Übungsflüge?