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Kleine AnfrageWahlperiode 10Beantwortet

Zubetonierung von Sprenglöchern (G-SIG: 10001659)

Zubetonierung von getarnten Sprenglöchern auf zahlreichen Straßen des Bundesgebietes, Umfang des Schadens und Gegenmaßnahmen

Fraktion

Die Grünen

Ressort

Bundesministerium der Verteidigung

Datum

20.09.1984

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 10/193031.08.84

Zubetonierung von Sprenglöchern

des Abgeordneten Kleinert (Marburg) und der Fraktion DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Auf zahlreichen Straßen des Bundesgebiets befinden sich an strategisch wichtigen Punkten sog. Sprenglöcher, die als Kanalschächte getarnt sind, in Wirklichkeit aber vor allem dazu dienen sollen, im sog. Verteidigungsfall durch Sprengung die Straße unpassierbar machen zu können. Jedenfalls soll auf diese Weise einem potentiellen Aggressor das Vorrücken innerhalb der Bundesrepublik Deutschland erschwert werden.

In der letzten Zeit häufen sich Nachrichten, die davon berichten, daß in zunehmendem Ausmaß diese „Sprenglöcher" von unbekannten Tätern eigenhändig aufgefüllt und zubetoniert werden, um sie dadurch unbrauchbar im Sinne ihres eigentlichen Verwendungszwecks machen zu können.

Wir fragen daher die Bundesregierung:

Fragen4

1

Ist der Bundesregierung bekannt, daß sich derartige Vorgänge häufen?

2

Wie groß ist der Schaden, der bislang durch dieses Unwesen angerichtet worden ist?

3

Was gedenkt die Bundesregierung zu tun, um diesem Treiben Einhalt zu gebieten? Werden insbesondere auch alte rnative Formen der Tarnung von „Sprenglöchern" erwogen?

4

Werden die zubetonierten Löcher wieder instandgesetzt oder werden statt dessen neue „Sprenglöcher" angelegt?

Bonn, den 31. August 1984

Kleinert (Marburg) Schoppe, Dr. Vollmer und Fraktion

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