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Kleine AnfrageWahlperiode 10Beantwortet

Auswirkungen von Streckenstillegungen der Deutschen Bundesbahn für den Reisezugbetrieb auf die Verkehrsbedienung und Erlössituation der Deutschen Bundesbahn hier: Antworten der Bundesregierung - Drucksachen 10/1099, 10/1744, 10/1897 - (G-SIG: 10002097)

Aussagewert der statistischen Erhebungen über die Anzahl der Reisenden und die Höhe der Erlöse bei der Bundesbahn

Fraktion

Die Grünen

Ressort

Bundesministerium für Verkehr

Datum

14.02.1985

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 10/267021.12.84

Auswirkungen von Streckenstillegungen der Deutschen Bundesbahn für den Reisezugbetrieb auf die Verkehrsbedienung und Erlössituation der Deutschen Bundesbahn

des Abgeordneten Drabiniok und der Fraktion DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

hier: Antworten der Bundesregierung - Drucksachen 10/1099,10/1744, 10/1897 -

In der Antwort der Bundesregierung (Drucksache 10/1744) auf die Kleine Anfrage des Abgeordneten Drabiniok und der Fraktion DIE GRÜNEN (Drucksache 10/1678) sind in der Anlage für die Bahnbusstrecken Eschwege—Wanfried, Heimboldshausen-Philippsthal, Lollar—Londorf, Malsfeld—Treysa und (Abzw. Hörre—)BD-Grenze—Frankenberg (Eder) für die einzelnen Jahre 1978, 1979, 1980 und 1983 die entsprechenden Zahlen der Busfahrten und Reisenden pro Woche sowie die entsprechenden jährlichen Erlöse angegeben. Aus diesen Werten läßt sich die prozentuale Veränderung von Angebot, Nachfrage und Erlöse ermitteln. Aus dem Verhältnis der Zahlenangaben „Busreisende pro Woche" zu „Busfahrten pro Woche" läßt sich die Anzahl der Reisenden pro Bus im Wochendurchschnitt errechnen. Die Auswertung der bisherigen Antworten der Bundesregierung in den Drucksachen 10/1099, 10/1744 und 10/1897 führt zu neuen Fragestellungen.

Wir fragen deshalb die Bundesregierung:

Fragen14

1

Wie erklärt die Bundesregierung die Tatsache, daß die jährlichen, prozentualen Veränderungen der Reisendenzahlen pro Woche auf den genannten fünf Bahnbusstrecken exakt übereinstimmen mit den entsprechenden prozentualen Veränderungen der Zahl der Busfahrten pro Woche?

2

Wie erklärt die Bundesregierung die Tatsache, daß auf den Bahnbusstrecken Eschwege—Wanfried, Heimboldshausen-Philippsthal, Lollar—Londorf und (Abzw. Hörre—)BD-Grenze-Frankenberg (Eder) die durchschnittliche, wöchentliche Busbesetzung in allen Erhebungsjahren exakt einheitlich 35,0 Reisende/Bus beträgt?

3

Wie erklärt die Bundesregierung insbesondere auch im Hinblick auf die Beantwortung der Frage 2 die Tatsache, daß auf der Bahnbusstrecke Malsfeld—Treysa die durchschnittliche, wöchentliche Busbesetzung in allen Erhebungsjahren a) wesentlich höher liegt als bei den in Frage 2 genannten Bahnbusstrecken, b) exakt einheitlich 60,0 Reisende/Bus beträgt?

4

Wie erklärt die Bundesregierung die Tatsache, daß die jährlichen, prozentualen Veränderungen der Erlöse auf den Bahnbusstrecken Lollar—Londorf, Malsfeld—Treysa und (Abzw. Hörre—)BD-Grenze—Frankenberg (Eder) mit den entsprechenden prozentualen Veränderungen sowohl der Reisendenzahlen pro Woche als auch der Busfahrten pro Woche übereinstimmen?

5

Wie erklärt die Bundesregierung die Tatsache, daß die jährlichen, prozentualen Veränderungen der Erlöse auf den Bahnbusstrecken Eschwege—Wanfried und Heimboldshausen—Philippsthal mit den entsprechenden prozentualen Veränderungen sowohl der Reisendenzahlen pro Woche als auch der Busfahrten pro Woche im Gegensatz zu den Strecken gemäß Frage 4 nicht übereinstimmen?

6

Mit welcher Methode und auf welcher Grundlage wurden die a) Reisendenzahlen pro Woche, b) jährlichen Erlöse auf den einzelnen genannten Bahnbusstrecken ermittelt?

7

Kann die Bundesregierung bestätigen, daß die angegebenen a) Reisendenzahlen pro Woche, b) jährlichen Erlöse für die Bahnbusstrecken Lollar—Londorf und (Abzw. Hörne—)BD-Grenze—Frankenberg (Eder) aufgrund der Annahme hochgerechnet wurden, daß die durchschnittliche Busbesetzung exakt 35,0 Reisende beträgt, und wenn nein, wie begründet die Bundesregierung ihre Auffassung?

8

Kann die Bundesregierung bestätigen, daß die angegebenen a) Reisendenzahlen pro Woche, b) jährlichen Erlöse für die Bahnbusstrecke Malsfeld—Treysa aufgrund der Annahme hochgerechnet wurden, daß die durchschnittliche Busbesetzung exakt 60,0 Reisende beträgt, und wenn nein, wie begründet die Bundesregierung ihre Auffassung?

9

Kann die Bundesregierung bestätigen, daß die angegebenen Reisendenzahlen pro Woche für die Bahnbusstrecken Eschwege—Wanfried und Heimboldshausen—Philippsthal aufgrund der Annahme hochgerechnet wurden, daß die durchschnittliche Busbesetzung exakt 35,0 Reisende beträgt, und wenn nein, wie begründet die Bundesregierung ihre Auffassung?

10

Kann die Bundesregierung im Hinblick auf die Beantwortung der Fragen 1 bis 9 bestätigen, daß die Zahlenangaben der Reisenden pro Woche bei den genannten fünf Bahnbusstrekken nicht auf der Basis der verkauften Fahrausweise ermittelt worden sind, und wenn nein, wie begründet die Bundesregierung ihre Auffassung?

11

Kann die Bundesregierung bestätigen, daß die Antwort der Bundesregierung in der Drucksache 10/1897 auf die Frage 2 der Drucksache 10/1852 nicht der Wahrheit entspricht, und wenn nein, wie begründet die Bundesregierung ihre Auffassung?

12

Kann die Bundesregierung bestätigen, daß die Antwort der Bundesregierung in der Drucksache 10/1897 auf die Frage 5 der Drucksache 10/1852 unrichtig ist, und wenn ja, wie begründet die Bundesregierung diese Tatsache?

13

Wie bewertet die Bundesregierung die Qualität ihrer Antworten in den Drucksachen 10/1099, 10/1744 und 10/1897?

14

Welche Ziele verfolgt die Bundesregierung, soweit sie falsche Antworten auf gestellte Fragen der Fraktion DIE GRÜNEN gibt?

Bonn, den 21. Dezember 1984

Drabiniok Schoppe, Dr. Vollmer und Fraktion

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