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Kleine AnfrageWahlperiode 10Beantwortet

Bau eines Munitions- und Treibstoffdepots in Brakel-Istrup (Westfalen) (G-SIG: 10002682)

Stand der Bauplanungen, zur Lagerung vorgesehene Kampf- und Versorgungsmittel, Schutz der Bevölkerung gegen Gefährdungen

Fraktion

Die Grünen

Ressort

Bundesministerium der Verteidigung

Datum

28.06.1985

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 10/348113.06.85

Bau eines Munitions- und Treibstoffdepots in Brakel-Istrup (Westfalen)

des Abgeordneten Mann und der Fraktion DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Veranlaßt durch einen Bericht im „Westfalen-Blatt" vom 24. Januar 1985 und besorgten Äußerungen von Bürgerinnen und Bürgern fragen wir die Bundesregierung:

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen9

1

Kann die Bundesregierung bestätigen, daß im Raum Brakel-Istrup der Bau eines Munitions- und Treibstoffdepots geplant ist?

2

In welchem Stadium der Planung befindet sich das Projekt, und zu welchem Zeitpunkt ist mit dem Baubeginn zu rechnen?

3

Welche Arten von atomarer, biologischer, chemischer und „konventioneller" Munition sollen dort gelagert werden, und in welchen Mengen?

4

Welche Arten von Treibstoff sollen dort gelagert werden, und in welchen Mengen?

5

Ist die Lagerung noch anderer Kampf- und/oder Versorgungsmittel vorgesehen?

6

Gedenkt die Bundesregierung, die in dieser Region betroffene Bevölkerung über Art und Ausmaß des Projektes ausführlich zu informieren?

7

Wie schätzt die Bundesregierung die Gefährdung der Bevölkerung und der betroffenen Region ein

a) im Fall einer kriegerischen Auseinandersetzung, da Militäranlagen stets auch Angriffsziele sind,

b) im Fall von Unfällen mit Munition,

c) im Fall von Unfällen mit Treibstoff?

8

Welche Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung sind vorgesehen?

9

Welche Eigentumsverhältnisse bestehen für die gesamte Fläche des Projektes?

Bonn den 13. Juni 1985

Mann Hönes, Schmidt (Hamburg-Neustadt) und Fraktion

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