Bundeswehr Korpsdepot in Rudelstetten, Gemeinde Alerheim (Schwaben)
des Abgeordneten Lange und der Fraktion DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen10
Welchem Zweck dient die seit Winter 1981/82 in einem Waldgebiet bei Rudelstetten, Gemeinde Alerheim (Krs. Donau-Ries), entstehende militärische Anlage, und was begründet eine derart lange Bauzeit?
a) Treffen Pressemitteilungen zu, daß es sich bei der Anlage nur um ein sogenanntes BW-Korpsdepot handelt, wo einfache Ausrüstungsgegenstände, Uniformen etc. der Bundeswehr gelagert werden?
b) Wenn ja, weshalb wurden dann einige Kilometer bis zu 7 Meter breite Straßen und Parkplätzen angelegt?
c) Warum wurden trotz der angeblichen Bedeutungslosigkeit des Projektes Waldschneisen gerodet?
d) Weshalb wurde die Gemeinde Alerheim über diese Anlage weder informiert noch befragt?
Trifft die Aussage des Sprechers der Wehrbereichsverwaltung 6 in München zu, daß am Ende der Baumaßnahmen ein Teil der gerodeten Fläche von ca. 12 ha wieder aufgeforstet wird?
Wie wird die Rodung aus „Tarngründen" offiziell begründet?
Steht die Einrichtung dieser Anlage in Zusammenhang mit geplanten oder bereits bestehenden NATO- Versorgungseinrichtungen (pipeline) im südlichen Landkreis?
Kann ausgeschlossen werden, daß diese Anlage der Lagerung oder Stationierung irgendeiner Art von atomaren, biologischen oder chemischen Waffen oder Kampfstoffen dient?
Ist eine Aufklärung der Bevölkerung und der kommunalen Mandatsträger zu dieser Anlage möglich und wird sie geplant?