Schäden an Spannbetonbrücken
der Abgeordneten Sick, Schröder (Lüneburg), Dr. Schulte (Schwäbisch Gmünd), Hinsken, Feinendegen, Fischer (Hamburg), Seiters, Tillmann, Hanz (Dahlen), Dr. Jobst, Milz, Bühler (Bruchsal), Straßmeir, Dr. Marx, Dr. Jenninger und der Fraktion der CDU/CSU
Vorbemerkung
Über die Dauerhaftigkeit und Schadenanfälligkeit von Spannbetonbrücken wird seit längerem eine widersprüchliche Diskussion geführt. Angesichts der Tatsache, daß derzeit im Mittel 30 v. H. der reinen Straßenbaumittel für Brücken und sogenannte Kunstbauwerke aufgewendet und rund 80 v. H. der Straßenbrücken aus Spannbeton hergestellt werden, ist die Haltbarkeit und ein möglichst geringer Unterhaltungsaufwand von Spannbetonbrücken eine zentrale Frage des wirtschaftlichen Einsatzes öffentlicher Mittel im Straßenbau.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen6
Hat die Bundesregierung konkrete Erkenntnisse darüber, an wieviel Spannbetonbrücken in der Baulast des Bundes Schäden aufgetreten sind?
Welche Art von Schäden und Fehlern an Spannbetonbrücken sind der Bundesregierung bekannt, worin liegen deren Ursachen und wie beurteilt die Bundesregierung die Problematik dieser Schäden?
Wie groß ist die Zahl der Spannbetonbrücken der Bundesrepublik Deutschland insgesamt, wie ist ihre Altersstruktur und wie ist die Altersstruktur der Brücken, an denen bisher Schäden auftraten?
Wie beurteilt die Bundesregierung die Schwere der Schäden hinsichtlich a) der mittel- und langfristigen Sicherheit der Brücken, b) hinsichtlich des erforderlichen Reparaturaufwandes?
Wieviel Spannbetonbrücken in der Baulast des Bundes wurden a) ohne öffentliche Ausschreibung, b) mit öffentlicher Ausschreibung saniert?
Wie hoch schätzt die Bundesregierung den zukünftigen Reparaturaufwand für Spannbetonbrücken ein?