Sportförderung in Afrika, Asien und Lateinamerika
der Abgeordneten Batz, Büchner (Speyer), Klein (Dieburg), Müller (Bayreuth), Dr. Müller-Emmert, Dr. Penner, Scheffler, Schirmer, Hauck, Dr. Schmitt-Vockenhausen, Dr. Holtz, Schluckebier, Mischnick, Hoffie, Frau Schuchardt, Dr. Vohrer und der Fraktionen der SPD, FDP
Vorbemerkung
Die Bundesregierung hat vor allem seit 1970 ihre Maßnahmen zur Unterstützung der Sportentwicklung in Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika finanziell erheblich ausgeweitet und qualitativ verbessert.
Zunehmend engagieren sich auch internationale Organisationen wie das Internationale Olympische Komitee und die UNESCO finanziell und personell für die Sportentwicklungshilfe.
Durch uneigennützige und solidarische Hilfe dieser Art wird zudem ein wesentlicher Beitrag zur friedlichen und demokratischen Entwicklung der Weltsportorganisationen geleistet.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen10
In welchen Ländern und mit welchen Mitteln hat die Bundesregierung sportbezogene Projekte im Jugend-, Schul- und Hochschulsport oder im Bereich der Sportorganisationen seit 1970 gefördert, und wie beurteilt die Bundesregierung die Auswirkungen der einzelnen Projekte auf die Entwicklung des Sports in diesen Ländern?
Für welche Zeiträume und mit welcher Aufgabenstellung hat die Bundesregierung die Entsendung von Sportpädagogen, Trainern und sonstigen Fachberatern seit 1970 ermöglicht, wie hoch sind die dafür eingesetzten Mittel, und wie beurteilt die Bundesregierung die Tätigkeit dieser Fachkräfte, ihre soziale Absicherung und die Chancen, nach Beendigung ihrer Auslandstätigkeit eine entsprechende Anstellung im öffentlichen Bereich oder innerhalb der Sportorganisationen zu erhalten?
Wie ist die sportfachliche, sportpolitische und publizistische Betreuung der durch die Bundesregierung finanzierten Sportfachkräfte im Ausland garantiert, und wie ist der dauerhafte Austausch und die Verwendung der durch diese Experten gewonnenen Erkenntnisse gesichert?
Auf welche Weise ist sichergestellt, daß die für nicht spezielle Sportorganisationen in der Entwicklungshilfe tätigen Sportfachkräfte — beispielsweise für den Deutschen Entwicklungsdienst (DED) — während ihrer Auslandstätigkeit sportfachlich informiert und ihre Erfahrungen ebenfalls der Bundesregierung übermittelt werden?
Welche Vorhaben beabsichtigt die Bundesregierung kurz- und mittelfristig in afrikanischen, asiatischen und lateinamerikanischen Ländern zu fördern?
Wie beurteilt die Bundesregierung die Möglichkeit, im Rahmen der Sportministerkonferenzen der Mitgliedsländer des Europarates eine verstärkte Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Sportförderung in Afrika, Asien und Lateinamerika zu erreichen?
Ist die Bundesregierung bereit, auch die von der UNESCO geplanten Sportförderungsprogramme für Länder, die sich in der Entwicklung befinden, zu unterstützen, und in welcher Form soll das gegebenenfalls geschehen?
Ist die Bundesregierung über die Sportentwicklungshilfe-Programme des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und des Internationalen Fußballverbandes (FIFA) informiert, und sieht die Bundesregierung die Notwendigkeit, im Zusammenwirken mit dem Deutschen Sportbund und dem Nationalen Olympischen Komitee für Deutschland eine Kooperation anzustreben?
Sind der Bundesregierung der Umfang, die Ziele und die bisherigen Ergebnisse der Sportförderungsmaßnahmen der DDR und der ost- und südosteuropäischen Länder — beispielsweise der UdSSR — in Afrika, Asien und Lateinamerika bekannt?
Ist sichergestellt, daß Übereinstimmung zwischen den Sportförderungsmaßnahmen des Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland, des Deutschen Sportbundes und der Sportfachverbände in afrikanischen, asiatischen und lateinamerikanischen Ländern und den sport- und entwicklungspolitischen Zielsetzungen der Bundesregierung besteht?