Gesundheitsschädliche Auswirkungen selbstgedrehter Zigaretten
der Abgeordneten Hasinger, Müller (Remscheid), Dr. Hamanns, Breidbach, Frau Karwatzki, Bühler (Bruchsal), Müller (Berlin), von der Heydt Freiherr von Massenbach, Feinendegen, Milz, Dr. Möller, Krey, Dr. Kraske, Frau Fischer, Dr. Unland, Werner und Genossen
Vorbemerkung
Als Antwort auf die letzte Erhöhung der Tabaksteuer sind zahlreiche Zigarettenraucher dazu übergegangen, Zigaretten selbst aus Feinschnittabaken zu drehen. Im Gegensatz zu früheren Steuererhöhungen handelt es sich diesmal nicht um eine kurzfristige Erscheinung, sondern möglicherweise um eine dauerhafte Änderung der Rauchgewohnheiten. Wir fragen deshalb die Bundesregierung:
Fragen3
In welchem Umfang haben seit der Erhöhung der Tabaksteuer der Zigarettenabsatz abgenommen und der Absatz von Feinschnittabak, der zum Selbstdrehen von Zigaretten bestimmt ist, zugenommen?
Trifft es zu, daß selbstgedrehte Zigaretten einen höheren Nikotingehalt aufweisen und daher gesundheitlich bedenklicher sind als vorfabrizierte Zigaretten, insbesondere Filterzigaretten?
Sieht die Bundesregierung eine gesundheitspolitisch unerwünschte Erleichterung für Feinschnittabak, der zum Selbstdrehen von Zigaretten bestimmt ist darin, daß hier die Angabe gesundheitsgefährdender Stoffe auf der Packung im Gegensatz zu Zigaretten nicht vorgeschrieben ist, und gedenkt sie hieraus gesetzgeberische Konsequenzen zu ziehen?